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Produktinformation
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In einem großen Pariser Kaufhaus explodiert eine Bombe. Ausgerechnet in der Spielzeugabteilung. Dabei stirbt ein 60-jähriger Mann -- allem Anschein nach ein Opfer des Zufalls. Als es zu weiteren Bombenanschlägen kommt, wird Benjamin Malaussène allerdings misstrauisch. Er ist der bezahlte Sündenbock des Kaufhauses und mit allen Angestellten und Abteilungen des Konsummolochs bestens vertraut. Ihn wundert, dass bei jeder Explosion immer gezielt ein oder zwei ältere Menschen ums Leben kommen. Und merkwürdigerweise befindet sich Malaussène immer in der Nähe der Opfer. Als die Polizei ihren Verdacht schließlich auf ihn richtet, sieht er sich gezwungen, die Aufklärung der Verbrechen selbst in die Hand zu nehmen.
Paradies der Ungeheuer hat jedoch weit mehr zu bieten als nur eine spannende Handlung. Benjamin Malaussène ist der erstgeborene Sohn einer großen Familie, die ihn außerhalb seiner Arbeitszeit heftigst auf Trab hält. Seine eigenwilligen Brüder und Schwestern helfen ihm -- oft ungefragt -- bei seinen Ermittlungen, und als er auch noch eine wunderschöne Journalistin kennen lernt, gibt es kein Halten mehr. Darüber hinaus ist Daniel Pennac der wohl brillanteste Stilist des französischen Kriminalromans, dessen oft surreale Erzählweise den Stadtteil Belleville, in dem er ebenso wie seine Figuren zu Hause ist, in geradezu märchenhaftem Licht aufscheinen lässt.
Vom ausgesprochen einfallslosen Cover abgesehen, gibt es also nicht den Hauch einer Einschränkung: Der erste Band der Malaussène-Reihe, in angemessen detailverliebter Neuübersetzung, endlich wieder erhältlich! --Hannes Riffel
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Pennac ist jeden Cent wert !!,
Rezension bezieht sich auf: Paradies der Ungeheuer: Ein Malaussene-Roman (Taschenbuch)
Nachdem ich schon viel über Pennac und seine Romane gelesen habe, wollte ich mir ein eigens Bild machen, ob die phantastischen Kritiken in meinen Augen auch gerechtfertigt sind. Ich tat dies mit dem 'Paradies der Ungeheuer'. Nachdem ich das Buch in 2 Tagen gelesen habe, kann ich nur sagen, daß jede positive Anmerkung und Kritik gerechtfertigt ist. Daniel Pennac ist jeden Cent wert, den man für seine Bücher ausgibt ! Sein Stil hebt sich wohltuend von der breiten Masse an Kriminalromanen ab. Sein Hauptcharakter ist, wie seine ganze Familie, herrlich exzentrisch und wer anspruchsvolle und außergewöhnliche Kriminalliteratur schätzt, wird bei Pennac mit Sicherheit nicht enttäuscht werden. Daher auch volle Anzahl an Sternen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Herzerfrischender, skurriler und ideenreicher Krimi für alle mit Humor,
Von
Rezension bezieht sich auf: Paradies der Ungeheuer: Ein Malaussene-Roman (Taschenbuch)
Auf der Suche nach flotter, schwimmbadtauglicher Lektüre habe ich mir "Paradies der Ungeheuer" von Daniel Pennac eingepackt - und hatte einen paradiesischen Tag mit den ungeheuerlichen Malaussènes!Gleich beim bekannten Friedhof Père Lachaise im Stadtviertel Belleville wohnt Familie Malaussène in einem ehemaligen Haushaltswarenladen. Da Maman, stets schwanger, wie immer mit ihrem aktuellsten Liebhaber auf Weltreise ist, und die diversen Vätern quasi nicht existent sind, hat der Ich-Erzähler, Benjamin Malaussène, ihr ältester Sohn, die Sorge für die ständig wachsende Schar seiner Geschwister übernommen. Louna, die älteste Schwester, lebt nicht im Laden, sondern in einer etwas schwierigen Beziehung mit ihrem Freund, einem Arzt, von dem sie ein Kind erwartet. Clara, die zweitälteste Schwester, visuell veranlagt, photographiert alles, was ihr vor die Linse kommt. Thérèse, leicht anämisch, hat einen Hang zur Esoterik und sagt gelegentlich die Zukunft voraus. Jérémy ist ein kleiner Rabauke und der Jüngste, Le petit, ist einfach ein liebenswerter kleiner Junge. Hinzu kommen noch Julius, der epileptische, meist nach Müllhalde riechende Hund der Familie, und der homosexuelle Théo, bester Freund von Benjamin und seinen Geschwistern. Benjamin hat in dieser Familie nicht nur die Rolle des Erziehungsberechtigten übernommen, sondern auch die Rolle des Ernährers, die er mit seinem Job als Sündenbock in einem Kaufhaus erfüllt. Offiziell ist Benjamin für die "Technische Kontrolle" im Kaufhaus verantwortlich, tatsächlich besteht seine Aufgabe jedoch darin, sich für alle Reklamationen von seinem Vorgesetzten vor den Augen der Kunden zur Schnecke machen zu lassen, mit dem Ziel, dass seine Tränen die Kunden so zur Rührung bringen, dass diese ihre Beschwerden zurückziehen. Kein Wunder also, dass er auch bei einer Serie von Bombenattentaten im Kaufhaus schnell in die Rolle des Sündenbocks gerät, und damit gezwungen ist, selbst nach dem Täter zu suchen... "Paradies der Ungeheuer" enthält zwar eine durchaus finstere, brutale und realistisch beschriebene Krimihandlung, im Vordergrund stehen jedoch Leben, Umfeld und Freunde der Familie Maulaussène im Pariser Stadtviertel Belleville. Insofern ist dieser Roman eher der Belletristik zuzuordnen als dem Genre Krimi, und ist eher als brillante Satire auf dieses Genre zu verstehen. Die chaotische, liebenswerte Familie Malaussène scheint sinnbildlich für das Stadtviertel Belleville mit seiner multikulturellen Gesellschaft verschiedener ethnischer, religiöser und sexueller Hintergründe zu stehen. Neben den einzelnen Charakteren der Familie Malaussène und ihrer Freunde, die alle mit Skurrilitäten und Witzigem aufwarten, aber dennoch glaubwürdig sind, überrascht den Leser die turbulente und temporeiche Handlung, die er mit den Augen und Gedanken des Anti-Helden Benjamin erlebt. Die Dialoge sind voller Wortwitz, intelligent und manchmal fast weise. Der sprachlich versierte Autor setzt häufig starke Kontraste ein, die zur überbordenden Lebendigkeit seiner Personen und Geschichte und ihrer Menschlichkeit beitragen. Wer literaturinteressiert ist, wird sich über die häufig eingestreuten literarischen Anspielungen freuen. Lobend hervorzuheben ist aber auch die Leistung der Übersetzerin, Eveline Passet, die mit Daniel Pennacs Werk sicher keine leichte Aufgabe hatte, der es aber sehr gut gelungen ist, Charme, Esprit und Wortwitz dieses Romans vom Französischen ins Deutsche zu übertragen. "Paradies der Ungeheuer" ist ein vor Leben sprühender, amüsanter und hinreißender Roman mit interessanten Charakteren und einfallsreichen sprachlichen und erzählerischen Wendungen, bei dem Freunde eines leicht schrägen Humors voll auf ihre Kosten kommen. Der einzige Nachteil des Romans ist die Gefahr süchtig zu werden nach weiteren Geschichten über die Malaussènes, was sich aber leicht verschmerzen läßt! Ich freue mich bereits jetzt auf die weiteren Bände[] Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3.0 von 5 Sternen
Amüsante Familiengeschichte, aber als Krimi etwas zu harmlos,
Von hartmutw (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Paradies der Ungeheuer: Ein Malaussene-Roman (Taschenbuch)
So, endlich habe auch ich mich durch die erste der viel gelobten Geschichten um Ben Malaussène gelesen und es hat Spaß gemacht!Die einzelnen Familienmitglieder sind farbig, facettenreich bis schrullig angelegt. Man hat überhaupt den Eindruck, dass das Malaussène'schen Paris nur von Originalen und Idioten bevölkert ist. Die Szenen mit Familienmitgliedern, dem Hund Julius und alten Freunden sind somit auch warmherzig und gefühlvoll dargestellt. So viel Herz und Gemüt würde man vielen Normalfamilien wünschen. Etwas überzogen wirkt diese Familie aber, wenn die ureigenen Talente jedes einzelnen Angehörigen auf mehr oder weniger zufällige Art und Weise zur Klärung des Falls beitragen. Hier wird keine Entwicklung angedeutet, es gibt auch keine logischen Konsequenzen. Die Handlung springt einfach an einen Punkt, an dem der Einsatz eines der Malaussènes passend erscheint und für eine Pointe sorgt. Diese insgesamt sehr willkürliche Erzählweise finde ich zwar sehr amüsant und unterhaltsam, mit einem klassischen Krimi hat das Ganze aber nichts zu tun. Weder grübelt man über die Auflösung, noch ist man sonderlich gefesselt Insgesamt war das für mich auch das Manko dieses Buchs - es unterhält auf drollige, putzige Art, ist aber insgesamt sehr ,niedlich' und zu harmlos, also nicht wirklich packend. Vielleicht ist es ja auch eher für unsere Jüngeren geeignet? Ich habe jedenfalls schon Stärkeres von Pennac gelesen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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