Wir können den Schlüssel finden. Haben wir ihn denn verloren, den Schlüssel zum Paradies, das das Leben für uns sein sollte? Hatten wir ihn denn je? Heute in einer Zeit des Niedergangs alter Ordnungen, des Verlustes an Lebenssinn und zunehmender Aussichtslosigkeit ist so eine Suchanleitung, wie sie Nossrat Peseschkian uns mit seinem kleinen Büchlein anbietet, eine wohltuende seelische Medizin. Wie schon in seinen früheren populär-psychologischen Büchern gibt er anhand von Lebensweisheit ausströmenden, aber immer heiteren, zum Lächeln zwingenden Geschichten - oft dem orientalischen Kulturkreis entstammend - Anregungen zur positiven Änderung unserer Sichtweisen und Beurteilungen von Eindrücken. Das lenkt den Blick von unserer vermeintlich leidvollen Innenbetachtung von dem, was uns widerfährt, zu einer Sicht auf unsere soziale Umwelt, die diese im guten Sinne zu verändern hilft. Im Verlaufe des Lesens des Büchleins spüren wir es deutlich: Die positive Wandlung unseres individuellen Erlebens können wir auf unsere Mitmenschen übertragen durch Verständnis, durch ein Hilfsangebote, durch ein Lächeln.
Dabei legt der Autor großes Gewicht auf die Anwendung seiner Suchanleitung auf die interkulturelle Sozialkomponente. Er macht zwischen den Zeilen sein eindeutiges Credo deutlich, dass ohne das Aufeinander-Zugehen zwischen Menschen aller Kulturbereiche auf unserer immer noch schönen Erde ein Zusammenleben der Menschen in beständigem Frieden mit einer positiven Zukunftsvision vor Augen nicht möglich sein wird.
Das Buch „Das Leben ist ein Paradies, zu dem wir den Schlüssel finden können" aus der Reihe Herder Spectrum von Prof. Nossrat Peseschkian bewirkt diese Wandlung. Es liest sich leicht und flüssig. Beim Lesen bemerkt man es gar nicht, dass man lernt. Man braucht sich nicht anzustrengen bei der Suche nach dem verlorenen Schlüssel. Nur umsetzen muss man das Gelernte, damit auch wir wieder erleben können: Das Leben ist ein Paradies.