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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
49 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Meisterwerk in seiner Einfachheit!,
Von Norman Fleischer "it's about progress" (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Parachutes (Audio CD)
Angesichts des ziemlich galtten und überproduzierten "X&Y" lohnt es sich anno 2005 doch mal 5 Jahre zurück auf die fantastische Band Coldplay in ihrer Anfangsphase zu blicken. Damals, als sie noch kein Mensch kannte, sie noch in kleinen Clubs spielten, ihre Songs noch einfach waren und sie mit "Parachutes" ein Meisterwerk rausbrachten.Gott, kling ich melancholisch, aber es stimmt schon: "Parachutes" war damals etwas neues in der lauten Musikwelt der Musikindustrie. Die Brtipop-Welle der 90er war verklungen, in den Charts herrschten laute Nu-Metal-Bands, identischer Teenie-Pop á la Britney und der Hip Hop Boom fing an zu wirken. Alles oberflächliche Musik. "Parachutes" war damals die Alternative. Leise, besinnlich und irgendwie "echt". Darauf gepackt: 10 Meisterwerke. Wahnsinnssongs zum Träumen, Trauern, lieben, leiden und abdriften. "Don't panic" versprüht gleich zum Anfang ein warmes Gefühl, das Gefühl der Geborgenheit. "We live in a beautiful World" singt Chris Martin da. Und obwohl man eigentlich weiß, dass es nicht so ist, so vergisst man es in diesen knapp 2 Minuten und man glaubt dem schlagsicken Songwriter. Danach folgt ein Highlight nach dem nächsten. "Shiver" strotzt vor Energie, "Spies" ist eher düster, "Sparks" unglaublich intim und sinnlich, "Yellow" die Liebes-Hymne schlecht hin. "Trouble" hingegen ist eine von Coldplays besten Balladen. Auch der Rest lässt sich problemlos genießen. Man fühlt sich gut mit diesem Album, besonders wenn einen die Band am Ende mit "Everything's not lost" wieder in die Wirklichkeit entlässt ohne dabei zu betonen: das nicht alles so schlecht ist. Ja, ich gehe soweit zu sagen, dass "Parachutes" dem Menschen gut tut und diese Platte mit ihren einfachen Songs und echten Gefühlen einem sehr gut tun kann. Das war damals so und ist heut noch so. Leider scheinen Coldplay diese Magie aufgrund aufwendiger Produktionen, großer Hallentourneen und unzähliger Preise und zuviel Airplay wohl verloren zu haben und sie anscheinend fast zu dem geworden sind, zu was sie früher die Alternative bildeten. Das ist leider nicht ironisch, sondern eigentlich nur schade und vielleicht verstehen einige da draußen meine Wehmütigkeit bezüglich dieses Themas. Aber genug mit dem Schwafeln und Schluchzen... In einem Satz: Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die große Wehmut,
Rezension bezieht sich auf: Parachutes (Audio CD)
Auch wenn das Album "Parachutes" schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat, findet es immer wieder den Weg in meinen CD-Spieler. Der Grund dafür ist ganz einfach: Coldplay haben mit ihrem Erstlingswerk ein wundervolles Album veröffentlicht, das melancholischer und gefühlvoller kaum sein könnte. Die Musik findet ihren Weg vom Ohr direkt ins Herz.Die Lieder haben durchweg einen sentimentalen Charakter, mal ist der Rhythmus schneller, mal langsamer - aber immer wohnt der Musik ein leicht depressiver Klang inne, was nicht zuletzt an der unverwechselbaren Stimme von Chris Martin liegen mag. Hier kommen echte Gefühle herüber: Melancholie, Trauer, Leid, Wehmut, Liebe, Einsamkeit - verpackt in zehn wunderschöne Songs, die ungeschliffen und teilweise spröde daherkommen. Jedem Lied wohnt ein ganz besonderer Zauber inne, der sich manchmal erst nach mehrmaligem Hören entfaltet. Wenn man den Zauber jedoch erkannt hat, ist es um einen geschehen und die Songs lassen einen nicht mehr los. Gleich mit "Don't panic", dem Opener des Albums, beginnt die Verzauberung: Chris Martins Stimme klingt so herrlich melancholisch, wenn er "We live in a beautiful world" singt, dass man die Sentimentalität des Liedes fast körperlich spüren kann. So ergeht es mir auch bei "Yellow", dessen gefühlvolle Melodie von spröden Gitarrenklängen unterbrochen wird und dadurch erst so richtig markant klingt. Gleich nach "Yellow" folgt mit "Trouble" ein Ohrwurm der ganz besonderen Art. Sanfte Pianoklänge und eine ruhige, wehmütige Stimme machen bereits den Auftakt dieses Liedes zu etwas Besonderem. Wunderbar, wenn Chris Martin "I never meant to cause you trouble" schluchzt und man ihm jedes Wort glaubt ... Dieses Album ist für mich ganz großes Kino - Gefühlskino, wenn man so will. Grandiose Vorstellung! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Jahrhundert-Album,
Von
Rezension bezieht sich auf: Parachutes (Audio CD)
Ein lauer Junimorgen im Jahr 2000 - das Millennium liegt hinter uns und es ist der alltäglich gleiche Arbeitsweg, mit dem alltäglich gleichen Stau. Nach der endlosen Durchsage um 5 nach 7 die Erlösung: Zum ersten Mal höre ich "Yellow". Coldplay sind in meinem Leben angekommen. Ich kannte und kenne die Szene auf der Insel wirklich ganz gut, aber das Gefühl, das ich bei "Yellow" hatte, hat man wirklich sehr selten. Der perfekte Song. Turmhoch über all den anderen UK-Acts. Blind kaufte ich das Album und wurde keine Minute lang enttäuscht. Mein Favourite in 2000. "Yellow" allein macht noch kein Album. Aber was hat diese Platte nicht alles an kleinen Wundern zu bieten: "Trouble", "High Speed" und mein zweites Lieblingsstück "Spies". Und auch alles andere kann man mit Genuß und Freude durchhören wenn - ja, wenn man eine Neigung zu ruhigem Songwriterpop mit einer markanten Leadstimme, sehr guten, oft zweideutigen Texten und ein Faible für schöne, behutsame Arrangements hat. Travis waren damals mit "The Man who" ganz groß am Start - doch "Parachutes" zog vorbei - und machte aus Coldplay die zur Zeit definitiv beste Band Englands, was sie mit "A Rush of Blood to the Head", dem zweiten Album, eindrucksvoll unterstreichen konnte. Gehört in jedes Regal.
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