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Pappelallee
 
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Pappelallee

Naomi Audio CD
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

KulturSpiegel 02-2004

Solche Platten kommen in letzter Zeit eigentlich immer nur aus Frankreich: eleganter, verträumter, aber immer auch moderner Elektro-Pop. Erstaumlicherweise stammt dieses Duo aus Deutschland, kann es aber lässig mit Air und Konsorten aufnehmen. Repekt.

Süddeutsche Zeitung 25.02.2004

Weltstadt mit Soul: Das Pop-Duo „Naomi“ erfüllt das Sehnsuchtsversprechen Berlins. Um es gleich klar zu stellen: „Pappelallee“ von Naomi ist ein formidables Elektropopalbum, das die Balance zwischen bittersüßen Harmonien und entspannten Rhythmen so perfekt herstellt, wie man es sonst nur von Popgrößen wie Air oder den Pet Shop Boys gewohnt ist. Man muss nur die respektlosen Eurodisco-Zitate in „King Kong Is Not Dead“ hören. Oder Songs wie „Option“, eine Ballade über die unvermeidliche Konsequenz der Entscheidungsunfähigkeit, welche von Soulpiano-Akkorden und Synthesizer-Ostinati getragen wird, die Popstreber an den späten Les McCann oder den frühen Manuel Göttsching und alle anderen eben an Airs Musik für Sofia Coppolas Filme erinnern werden (...)

Triggerfish.de 19.02.2004

Selbst das französische Duo Air würde in die Luft springen. (...) Das Berliner Pop/Elektronik Duo sind Bernd Lechler und Nico Tobias, welche 2002 erstmals großen Erfolg mit der Verwendung ihres Songs ‚Go‘ für einen bundesweit ausgestrahlten TV- und Kinospot von Amnesty International feiern konnten. Selten habe ich so ein kompaktes, reifes und warmes Werk zu Ohren bekommen. Ein großartiges Album, welches geschickt ideenreiches Songwriting mit den elementaren Strukturen feiner, zeitgenössicher Electronica verschmälzen lässt. Sanfte Vocals begrüßen eine wunderschön agierende akustische Gitarre und auf der Reise durch die Pappellallee trifft man immer wieder spannende und perfekt inszenierte Kulissen moderner elektronischer Popmusik. Selbst das französische Duo Air würde an einigen Stellen in die Luft springen. Ich bin gespannt auf die Resonanz des Publikums und sage diesem Werk (...) einen großen Erfolg vorraus, der sicherlich auch mit einer Platzierung in den deutschen Charts belohnt werden könnte. In den USA konnte sich das Album bei Apple iTunes auf Anhieb in den Album Top 50 platzieren, in einigen Elektronik Album Charts ist es schon auf den vorderen Plätzen zu sichten.

Das Label über die CD

Auf ihrem zweiten Album "Pappelallee" liefert das Berliner Duo Bernd Lechler und Nico Tobias 11 zauberhafte Songs, die zwischen Pop und anspruchsvoller Elektronik liegen. Der warme Sound schmiegt sich sofort angenehm in die Gehörgänge und lässt das das Album sofort vertraut wirken. Wer tiefer in das Naomi Universum eintaucht, wird jedoch eine große Vielfalt an Einflüssen und kontrastierenden Elementen entdecken. Selten war Pop so abgründig und eingängig, so melancholisch und freundlich zugleich. und mit "King Kong Is Not Dead" gibt es noch einen feinsinnig-verschmitzten Gutelaunesong dazu.

(Mole Music)

Biographie der Mitwirkenden

Naomi ist das Berliner Pop/Elektronik Duo Bernd Lechler und Nico Tobias. Nach ihrem Debütalbum „Everyone Loves You“, das u.a. den Song „Go“ aus dem Amnesty International TV und Kinospot enthält, ist „Pappelallee“ erneut ein sehr zugängliches und liebevoll produziertes Album, das die Pole großer Pop und anspruchsvolle Elektronik harmonisch vereint. Was 1996 durch eine Zufallsbekanntschaft zweier Songwriter auf einem Indie/Alternative Musikworkshop begann, hat sich über die Jahre zu einem unverwechselbaren warmen und deepen Sound entwickelt: hintergründig, sehr erwachsen und mit viel Humor. Während Bernd noch als Musikredakteur und Moderator bei einem großen süddeutschen Radiosender tätig ist, veröffentlicht Nico Kurzgeschichten und Romane. Unter seinem Pseudonym Tobias Königshausen erscheint im Januar 2004 bei Knaur Lemon der Roman „Treibsand. Eine Liebesgeschichte.“ (im Autorenduo mit dem Kölner Thomas Mersch). Zum Glück hat Nico Tobias vom Berliner Duo Naomi sehr lebhafte Träume. Als ihm eine Stimme im Schlaf einflüstert: “Übrigens, King Kong ist nicht tot!“, ist er so happy, dass er am nächsten Tag einen Song darüber schreibt: “King Kong is Not Dead“, ein ebenso anrührendes wie witziges Stück Elektropop, das typisch ist für das ganze neue Naomi-Album "Pappelallee": Ernst, aber nie schwermütig; dramatisch, aber mit leichter Hand; melancholisch, aber humorvoll. Alles wird gut. “Pappelallee“ ist sofort zugänglich, enthüllt bei wiederholtem Hören aber eine Fülle von Details. Das Album klingt warm und deep, kreuzt elektronische Strukturen mit akustischer Gitarre, Vocoder-Vocals mit handgespielter Melodika, Beatbox-House mit Jazzbesen-Ballade, computerisierten Reggae mit Singer-Songwritertum. Naomis Sound-Universum ist groß. Die Gitarre im Opener “Astonsilicon“ hat was von Pink Floyds Hymne “Wish You Were Here“, die obskuren Stimmen-Samples im “Exit Song“ erinnern an die englischen Kultbands Lemonjelly und Bent, während das düster schleppende "Paravent" atmosphärisch eher mit Mogwai verwandt ist. “Three Stars No Match“ verströmt eine romantische Ruhe wie seinerzeit Airs "Moon Safari". (Hier hat übrigens auch Sängerin Selda Kaya, bekannt vom ersten Album und dem amnesty-international-Kinospot mit Naomis “Go“, wieder einen herzerwärmenden Gastauftritt.) Nimmt man alles zusammen, hinkt aber jeder Vergleich. "Pappelallee" klingt nach Naomi. Diesmal noch geschlossener und klarer als auf dem Debütalbum. Und dann die Texte. “Rainfall“ kommt mit sieben Städtenamen und einem einzigen Wort aus und erzählt trotzdem eine Geschichte; "October" ist beklemmendes Endzeit-Kino - und "Option" handelt vom Fluch der Unentschlossenheit und ist tanzbar und philosophisch zugleich (“I can’t say no and I can’t say yes - It's just another way of saying no, i guess.“). Jetzt noch mal schnell “King Kong Is Not Dead“ ansteuern und lächelnd mitsingen. Naomi bieten auf “Pappelallee“ großen Pop - mit Herz, mit Witz, mit Abgründen.
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