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Produktinformation
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Papillon ist die Geschichte eines Gefangenen auf der berühmt-berüchtigen Teufelsinsel, auf die die Franzosen einst ihre Straftäter verbannten. Erzählt wird das Leben Papillons (Steve McQueen) vom Moment seiner Verbannung bis zu seiner Flucht als alter Mann. Dabei handelt es sich nicht einmal um ein übertrieben brutales Werk, das mit Blut und Tränen dem Zuschauer den Schrecken der Teufelsinsel zu erklären versucht. Der von Dalton Trumbo (Johnny zieht in den Krieg) und Lorenzo Semple (Drei Tage des Condor) geschriebene Film weiß vielmehr aufgrund seiner Einzelszenen zu bestechen, beispielsweise jene Sequenzen, in denen sich Henri in einer Lebra-Kolonie wiederfindet, eine Hungersnot über die Häftlinge hereinbricht oder Papillon nach einem seiner zahlreichen Fluchtversuche in Einzelhaft gesteckt wird. Steve McQueen überzeugt in der Hauptrolle schließlich ebenso wie Dustin Hoffman in der Rolle seines ängstlichen, wehrlosen Freundes Louis Dega. --Tom Keogh
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1. DIE HANDLUNG
Das Drehbuch ist genauso Oskarverdächtig wie alles in diesem Film wofür es Oskars geben könnte: Sie ist eine perfekt harmonierende Mischung aus Drama, Abenteuer und einer ordentlichen Portion Kritik an den (natürlich nur damals) unmenschlichen Haftbedingungen in Französisch Guyana. In dieser Hinsicht sind besonders die Szenen zu erwähnen, die besonders beispielhaft sind (aber keineswegs einzigartig, da der ganze Film gewissermaßen eine einzige meisterhafte Szene ist) etwa wenn McQueen nach 2 jähriger Einzelhaft seine 5 Meter große Zelle verlässt und nach dem 5. Meter zusammenbricht, und ganz besonders die Dramatische Schlusszene die einem (zusammen mit der absolut rührenden Musik auf die ich noch zu sprechen komme)
die Tränen in die Augen treibt.
2. DIE SCHAUSPIELER
Man muss kein Fan von McQueen oder Hoffman sein, um die beiden Hauptdarsteller für diesen Film zu lieben! Das die schauspielerischen Leistungen in diesem Film von den Haupt- bis zu den Statistenrollen einfach enorm sind und der Film von der ersten bis zur letzten Rolle perfekt besetzt ist, ist hinreichend bekannt (dass es auch hier nicht einen einzigen Oskar gab, ist eigentlich ein riesen Skandal denn davon dass Newmans Leistungen in "Der Clou" - der statt Papillon unverschähmterweise 1973 die meisten Oskars absahnte - ebenfalls sonderlich gut wären hat nie jemand gesprochen). Besonders die Schauspieler sind es somit, die die Dramatik und Tragik dieses Films am meisten tragen, und die ohnehin unheimlich gut rekonstruierte Lageratmosphäre weiter verdichten.
3. DIE MUSIK
Die Filmmusik von Jerry Goldsmith ergänzt sich perfekt zur Dramatischen Handlung des Films, und ist meiner Meinung nach neben der von Doktor Schiwago die beste, die je geschrieben wurde. Sie ist einfach ein totaler Angriff auf die Tränendrüse, nicht zuletzt weil sie sparsam und gezielt eingesetzt wird (also anders wie bei Doktor Schiwago). Es ist müßig zu erwähnen dass die Oskarjury auch hier wieder anscheinend bestochen wurde, und die unoriginellerweise okkupierte Musik von "Der Clou" wieder einmal auszeichnete.
Kurz: Hier stimmt einfach alles! Der Film ist einfach perfekt, um nicht zu sagen der Volltreffer, einfach so wie ein Film dieses Genres sein muss. Es ist wie gesagt unmöglich die genialität dieses Films in Worte zu fassen, da hilft nur ANGUCKEN! 5 Sterne sind einfach zu wenig da, lohnt sich selbst blind kaufen.
Steve McQueen spielt den unschuldig verurteilten Papillon fanatstisch. Die Unmenschlichkeit des französischen Strafsystems wird mit diesem Film dargestellt, wobei wohl niemals wirklich ermessen werden kann, was damals den Gefangenen angetan wurde.
Jahrelange Einzelhaft im Dunklen liess die meisten Psychen zerbrechen, nicht so Papillon. Er überlebte alle Schikanen, beseelt von dem Wunsch frei zu sein. Sein Freund Dega, gespielt von einem sehr jungen Dustin Hoffman, versucht sich lieber mit der Situation anzufreunden, hilft aber Papillon bei seinen Fluchtversuchen und wird so selbst zur Zielscheibe der Wärter.
Ich empfehle trotzdem die beiden Bücher zu lesen, die Papillons Geschichte erzählen. Denn filmisch kann die Hölle in Französisch Guayana nicht wirklich dargestellt werden.
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