Vor knapp achtzehn Jahren erwähnte ein Schulfreund 'Papillon' beiläufig in einem Gespräch. Er erzählte, dass dies eines seiner Lieblingsbücher sei, da er es äußerst spannend fände. Da der Roman zufällig bei meinen Eltern im Bücherschrank herumstand, begann ich ihn kurz darauf zu lesen. Nach zwei langen Nächten hatte ich das Buch vollständig verschlungen. Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen! Dieses Buch kann süchtig machen. Die Geschichte lässt sich dank des unverschnörkelten Schreibstils recht flüssig lesen und die sehr dichte Handlung ist so spannend und abwechslungsreich erzählt, dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen möchte. Dabei ist es völlig egal, wenn Autobiographie und Roman so miteinander verschmelzen, dass Dichtung und Wahrheit nicht mehr auseinander zu halten sind. Tatsache ist jedoch, dass Henri Charriere vieles von dem, was er beschreibt, wirklich durchlebt bzw. durchlitten hat. Ob er nun wirklich unschuldig nach Französisch Guyana verbannt wurde, wie er es im Verlauf der Geschichte immer wieder betont, wird wohl immer ein Geheimnis bleiben. Viel wichtiger ist jedoch, dass 'Papillon' ein großes Abenteuer ist, welches seinen Leser völlig in den Bann zieht.
Da ich ein ausgesprochener Vielleser bin, komme ich nur selten dazu, Bücher mehr als einmal zu lesen; zu groß ist die Zahl der Bücher, die noch ungelesen auf meiner Warteliste stehen. 'Papillon' habe ich inzwischen aber dreimal gelesen und werde es mit Sicherheit irgendwann mal wieder zur Hand nehmen - Das Buch ist es wirklich wert und hat schon seit Jahren einen festen Platz in meinen 'ewigen Top Ten'.