Da ist es nun, nach über 20 jahren depeche mode, das erste solo-album von dave gahan. nachdem schon martin gore (counterfeit 1 + 2) und damals auch alan wilder (recoil) die dm-fans mit solo-projekten erfreute, hat sich nun endlich auch der front-mann zu einem alleingang durchgerungen. viel zu spät eigentlich, wenn man sich das werk anhört! im kleinen wettbewerb mit seinem band-kollegen und super-songwriter martin gore, der ja fast gleichzeitig sein neues solo-album counterfeit2 auf den markt bringt, hat dave meiner meinung nach, auch wenn man die musik der beiden, obwohl sie aus der selben band stammen nur schwer vergleichen kann, ein klein wenig die nase vorn! er besinnt sich auf seine stärken, so wie man ihn von dm kennt: ausdrucksstarke stimme, druckvolle begleitung, soulige balladen und rockige stampfer geben sich auf diesem recht abwechslungsreichen album die klinke in die hand. womit man am ende gar nicht mehr rechnet ist der hammer 'goodbye', mit dem das album für seine verhältnisse fast zu schon zu genial abgeschlossen wird. hier wächst dave bei seinem debüt als solo-artist wahrlich über seine verhältnisse hinaus, und man wünscht sich insgeheim, dass dm doch liebend gerne wieder zu so einer alten stärke zurückfänden. insgesamt erinnert mich das album vom sound ein klein wenig an 'ultra', ohne natürlich so viele perlen zu enthalten, wie auf dem 97er meisterstück von dm. mit 'exciter', dem letzten und eines der 'schwächeren' (falls es so was überhaupt gibt) alben von dm, kann es aber auf jeden fall mithalten und schneidet für mich eindeutig besser ab, als counterfeit2 von martin gore, obwohl man hier von der stimmung her schwer einen vergleich ziehen kann.