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Papavera - Der Ring des Kreuzritters
 
 
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Papavera - Der Ring des Kreuzritters [Gebundene Ausgabe]

Ernst W. Heine
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Cbj (1. Februar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570129128
  • ISBN-13: 978-3570129128
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 333.064 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ernst W. Heine
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Bis auf Tassilo und ihre treuen Freunde hat Papavera nahezu alles verloren, und auch ihr treues Pferd hätte sie fast, wie den Rest der Tiere, im Teufelsmoos verloren. Seit ihr Vater im Zuge eines Kreuzzugs im Namen Friedrichs II. ins Heilige Land zog, ist die 15-jährige die Herrin auf Burg Falkenstein, misstrauisch beäugt von ihrer Umgebung und lüstern betrachtet von den älteren Adeligen, vor allem vom mächtigen Gaugraf, der sie gegen ihren Willen zur Frau nehmen will. Dann vermutet Papavera, dass ihr Vater vielleicht gar nicht freiwillig auf den Kreuzzug gegangen ist, nicht zuletzt wegen eines goldenen Rings mit seiner Gravur. Sie beschließt, ihn zu suchen, verleumdet als Hexe, von der Inquisition verfolgt. Aber sie hat ja Tassilo, und Tassilo ist kein gewöhnliches Pferd. „Du bist ein Einhorn“, mutmaßt Papavera. „Es heißt, das ihr Einhörner euch nur ganz besonderen Jungfrauen zu erkennen gebt. Für alle anderen seid ihr unsichtbar. Ich habe dein wahres Wesen erkannt.“ Da kann trotz aller Gefahren auf der Reise eigentlich nichts mehr schief gehen ...

"Ich beschreibe das Vergangene so, wie es wirklich war“, hat der bayerische Autor E. W. Heine, der mit Sammlungen makabrer Geschichten und einer Mittelalter-Trilogie für Erwachsene (darunter Das Halsband der Taube und Der Flug des Feuervogels) bekannt geworden ist: „nicht, wie sie von frühen Historienschreibern oder Mönchen geschönt überliefert wurde.“ Woher der Autor seine Kenntnisse der Wahrheit über das Mittelalter hat, das uns ja eigentlich nur von Historienschreibern und Mönchen überliefert worden ist, bleibt dabei ein Rätsel. Und ob es damals wirklich schon die Formulierung „Du Weichei“ gab?

Sei’s drum: Trotz -- oder gerade wegen -- seiner altertümelnden Sprache ist Papavera ein überaus lebendiger und über weite Strecken überzeugender historischer Roman über eine dunkle, uns heute geheimnisvoll erscheinende, fremde Zeit geworden, in der sich ein mutiges Mädchen zu behaupten sucht. Und, soviel sei verraten: Es gibt auch so etwas wie ein Happy-End. Ab zwölf Jahre. -- Stefan Kellerer

Kurzbeschreibung

Ein goldener Ring mit den Insignien des Vaters ist eines von mehreren Zeichen: Als Papaveras Vater sich vor drei Jahren dem Kreuzzug Friedrichs II. anschloss, trieb ihn ein Geheimnis um. Seither ist die 15-jährige temperamentvolle Papavera mit dem feuerroten Haar Herrin auf Burg Falkenstein. Nun will ihr Nachbar, der Gaugraf von Randersacker, sie zur Frau nehmen und damit die Burg in seinen Besitz bringen. Papavera wehrt sich und wird daraufhin als Hexe verleumdet.
Papavera flieht vor der Inquisition. Sie will ihren Vater finden und das Rätsel um sein Fortgehen lösen. Auf gefährlichen Wegen schlägt sie sich nach Venedig durch, den Inquisitor immer auf den Fersen. David, ein jüdischer Junge, wird ihr Retter und ihre große Liebe. Mit seiner Hilfe gelangt sie ins Heilige Land. Dort hört sie Rätselhaftes über einen Araber, rothaarig wie sie - doch von ihrem Vater keine Spur. Ihre Suche führt Papavera mit dem Kaiser nach Jerusalem, in den Harem des Sultans und zuletzt, mitten in der Wüste, in die Arme ihres Vaters. Doch er ist nicht mehr der, der er einmal war ...

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von elfirina
Format:Gebundene Ausgabe
Papavera  Der Ring des Kreuzritters ist ein historischer Roman für Jugendliche. Die Hauptprotagonistin Veronika von Falkenstein, oder von allen nur Papavera genannt, ist ein 15jähriges Mädchen, das sich nicht den üblichen mittelalterlichen Sitten beugen will und gerne ihren Kopf durchsetzt. Ihre Mutter stirbt, ihr Vater begibt sich auf den Kreuzzug und verschwindet. Nun liegt es an Papavera, das heimische Burg zu leiten. Das tut sie auch sehr erfolgreich und wäre eine hervorragende Burgherrin gewesen, wenn da nicht die vielen Neider sie gestürzt hätten.
Als Hexe angeklagt, muss sie fliehen. Ihre einzige Hoffnung ist, den Vater zu finden. Doch unterwegs findet sie viel mehr: Freundschaft, Liebe, aber auch Grausamkeit und Intrigen.

Das Buch ist flüssig geschrieben. Ich fühlte mich ein wenig an die Abenteuerromane erinnert, die ich alles Jugendliche verschlungen habe. Sehr gut werden historische Daten eingeflochten und man lernt auch etwas beim Lesen dazu. Das Mittelalter wird nicht verschönert dargestellt und das Buch ist vermutlich nichts für sensible Gemüter. Aber auch das würde ich einem Jugendlichen ruhig zumuten, sofern er solche Art von Büchern mag. Mich hätte es damals nicht abgeschreckt.

Der Roman weist allerdings einige Schwächen auf. Zum einen ist der Schluss leicht vorhersehbar, genauso wie einige Wendungen. Am Ende hat man das Gefühl, das Buch wäre abgebrochen, nicht bis zuletzt erzählt, denn einige Fäden blieben lose.
Auch fehlte mir einwenig an Gefühl im Roman. Alles wird recht sachlich beschrieben. Man fiebert zwar mit der Protagonistin mit, aber man weint und lacht nicht mit ihr.
Das größte Manko in meinen Augen sind aber die häufigen Gefahr-Rettung-Konstellationen. Die Protagonistin wird andauernd von irgendjemandem entführt, überwältigt und festgehalten. Die Momente sind recht kurz und die Rettung kommt oft von Außen. Einige Situationen bedienen sich eines Deus ex Machinas  also Rettung aus heiterem Himmel.
Nur einmal kann ich mich erinnern, wo Papavera eigenen Grips verwenden musste, um zu entkommen.
In dieser Hinsicht wäre weniger mehr gewesen.

Fazit: Ein kurzweiliger Abenteuerroman mit einigen Schwächen. Eine nette Lektüre für Zwischendurch.
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Veras Papa

Papavero war der früh verwaiste Sohn des grausamen Burgherren Ritter Randolph von Falkenstein. Seinen Spitznamen, „Der Ohrenabschneider“, hatte er, weil er „allen Räubern, die sich auf sein Gebiet wagten, und allen Händlern, die den geforderten Wegzoll nicht zahlen wollten“, die Ohren abschneiden lies. Vielleicht jedoch rührte seine Vorliebe gerade für diese Strafe daher, dass ihm selber im Krieg mit den Mamelucken ein Ohr abgetrennt wurde.
Randolph und seine Frau Isabelle kamen bei einem Brand des Schlosses ums Leben und nur Papavero wurde gerettet, weil ihn seine Amme in einen Kupferkessel setzte und aus dem Fenster warf. Obwohl die Vorzeichen nicht gut standen, wuchs und gedieh der junge zu einem gerechten Herrscher heran, baute die Burg wieder auf, heiratete und wurde Vater der kleinen Vera. Da auf Burg Falkenstein alle einen Spitznamen hatten, erhielt Vera „Papavera“ als den ihren, da sie die roten Haare ihres Vaters besaß und zwischen den beiden ein besonders inniges Verhältnis herrschte.

Als Papavera 15 Jahre alt ist, befindet sich ihr Vater bereits drei Jahre auf dem Kreuzzug ins Heilige Land gemeinsam mit dem Kaiser und vielen weiteren Edelleuten. Obwohl er versprochen hatte, spätestens nach einem Jahr zurückzukehren, fehlt immer noch jede Nachricht von ihm. Papaveras Mutter verstarb vor kurzem an Fleckfieber. Doch Papavera war davon überzeugt, dass sie an gebrochenem Herzen starb.

Grausames Mittelalter

Der Roman spielt ca. 200 Jahre nach Beginn der ersten Kreuzzüge, also ungefähr im 14. Jahrhundert. Zu dieser Zeit hatten Frauen keinerlei Rechte. Ganz im Gegenteil; es gab Vorschriften darüber, wie sie sich zu kleiden und zu frisieren hatten. Eine eigene Meinung wurde allenfalls geduldet und eine Schulbildung hielt man nicht für nötig. Unsere Heldin Papavera ist ledig, vermutlich Vollwaise und Burgherrin und denkt gar nicht daran, zu heiraten. Als sie auch noch in diplomatischen Dingen Geschick beweist, bringt ihr dies überwiegend keine Hochachtung, sondern Neid ein. Als der böse Gaugraf Rudolf von Randersacker sie zur Frau begehrt, lehnt sie ab. Der beleidigte Gaugraf schwört Rache und lässt überall verbreiten, dass Papavera eine Hexe ist. Sie flieht um ihren Vater zu suchen. Doch ihre Feinde bleiben ihr dicht auf den Fersen.
Bei der Beschreibung der mittelalterlichen Welt in „Papavera – Der Ring des Kreuzritters“ von E. W. Heine geht der Autor nicht gerade zimperlich zur Sache. Bekanntermaßen war das Leben im Mittelalter kein Zuckerschlecken, doch stellt sich die Frage, ob man in einem Kinderbuch derart dezidiert auch die Schattenseiten darstellen muss oder ob nicht eine sublimere Sprache für das Genre angebracht gewesen wäre. Von diesem Lapsus abgesehen liest sich der Roman flüssig. Allerdings darf man keinen poetischen Minnegesang oder lyrische Landschaftsbeschreibungen erwarten. Der Autor bleibt in seiner Sprachwahl eher schroff und karg und überträgt damit die damaligen Lebensverhältnisse in ein literarisches Stilmittel. Gut gefällt, dass Heine in den Text historische Fakten einfließen lässt, was erheblich zur Verständlichkeit so manchen Sachverhaltes beiträgt.

Fazit: Obwohl ein Mädchen die Protagonisten ist, handelt es nicht um ein weichgespültes Szenario. Tendenziell erinnert „Papavera“ eher an den Stil früherer Ritterromane als an heutige Standards á la „Tintenblut“, „Stravaganza“, „Ich, Coriander“ oder „Magyk“. Fans eines dieser Bücher werden sich vermutlich mit „Papavera“ schwer tun.

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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gut, besser - E.W. Heine! 19. Februar 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Ich bin seit über 10 Jahren ein großer Fan von E.W. Heine. Ich habe noch kein Buch von ihm gelesen, das mir nicht gefallen hat. Jedes Buch von ihm ist gut recherchiert und wunderschön erzählt. Viele seiner Bücher habe ich schon mehrmals gelesen. Auch dieses Buch hat wieder meinen Geschmack getroffen. Jeder Fan von historischen Romanen und von Kurzgeschichten sollte ein Buch dieses Autoren lesen. Seine Bücher sind romantisch aber nicht schmalzig. Die Personen werden genau beschrieben, aber trotzdem werden nicht alle Geheimnisse offenbart. Beim Lesen von Büchern dieses Autoren habe ich immer das Gefühl, als würde ich die handelnden Personen bei ihrem Tun beobachten und begleiten. Man ist hautnah dabei, aber nicht mittendrin.

Das Ende der Bücher ist oft sehr überraschend. Bei diesem Buch war mir allerdings schon vorher klar wie es enden würde. Vielleicht habe ich im Laufe der Jahre und viele E.W. Heine Bücher später auch gelernt, das Ende besser vorauszuahnen. Dieses Buch ist für Jugendlich, aber auf jeden Fall auch für Erwachsene sehr empfehlenswert.
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