Eines vorab: Mir gefällt der Film. Alles schön überzogen dargestellt, mit beißender Selbstironie.
Was macht ein Neuling namens Bo Laramie (köstlicher Name) im Showbiz, der sich mit den Gepflogenheiten Hollywoods noch nicht auskennt? Er macht das, was Sie und ich auch tun würden.
Es ist gut vorstellbar, dass ein mittelmäßig begabter B-Movie-Darsteller, der mit seinem ersten Film namens Adrenalin Force beim Publikum Erfolg hat, seine Neider findet. Und wie heißt sein weiterer Erfolgsfilm? Klar: Adrenalin Force 2. Michael Dudikoff und Chuck Norris lassen schön grüßen.
Wer dies wirklich bierernst nimmt, ist selber Schuld.
"Schön den dreckigen Paparazzi eins auf die Nuss." Habe ich mir schon immer gewünscht. Endlich mal keine Bösewichte aus dem nahen und fernen Osten oder Südamerika. Fehlen darf auch nicht die gnadenlos heile Familienwelt, die es zu erhalten gilt. Und das unter allen Umständen.
Bereits als der erste Paparazzo dran glauben muss, amüsierte sich mein Zwerchfell: Er hängt an der Klippe und ist auf die Hilfe von Bo Laramie angewiesen. Jeder normale Sterbliche würde nun um Hilfe flehen. Aber es kommt natürlich anders.
Es wird weiter furios. Nicht dass die restlichen Foto-Jäger ihre Anwälte einschalten und sich ein wenig locker machen. Nö: Sie legen noch eins drauf.
Und so peitscht sich die Geschichte zu immer weiteren Kapriolen. Natürlich geht es Bo Laramie und seinen Liebsten am Ende bestens, denn der Weltfrieden äh, Familienfrieden wurde wieder hergestellt.
Der Streifen hat uns gut unterhalten. Ein schöner Seitenhieb auf allzu ernst gemeinte B- und C-Movies.