Tucholsky ist viel zu früh gestorben; ach, hätte er uns doch mehr solcher Schätze noch hinterlassen. Hinter "Panter, Tiger & Co." verbergen sich allerlei mehr oder minder kurze Texte des Autors, der sich (daher der Name des Buches) hinter vielen Pseudonymen verbarg - etwa Peter Panter, Theobald Tiger, Kaspar Hauser und Ignaz Wrobel. Versammelt finden sich hier nun Betrachtungen über Deutschland und die Deutschen im allgemeinen ebenso wie Gedanken zum deutschen Spießbürger im besonderen; eine Bemerkung zu Otto Reutter steht neben der Beschreibung eines humoristischen Abends mit Karl Valentin; und so fort. Tucholsky ist (bzw. war) sprachgewandt, bissig und elegant. Das einzige, was sich vielleicht gegen dieses Buch sagen lassen wird, ist, daß es nicht jedem vom Stil her, nicht jedem von seinen politischen Meinungen her gefallen wird (und vermutlich lassen sich noch beliebig viele andere Gründe finden, warum es jemandem nicht gefallen könnte) - aber genau das hätte den Herren Panter, Tiger & Co. vermutlich sehr gut gefallen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)