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Pans Labyrinth


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Produktinformation

  • Darsteller: Sergi Lopez, Maribel Verdú, Ivana Baquero, Doug Jones, Álex Angulo
  • Komponist: Javier Navarrete
  • Künstler: Reyes Abades, Eugenio Caballero, Lala Huete, Bernat Vilaplana, Alvaro Agustin, José Quetglas, Alfonso Cuarón, Guillermo Navarro, Miguel Polo, Pilar Revuelta, Martín Hernández, Blanca Sanchez, Everett Burrell, Bertha Navarro, David Marti, Eward Irastorza, Guillermo Del Toro, Montse Ribe, Emilio Ruiz, Frida Torresblanco
  • Format: PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS ES 6.1), Spanisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.85:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Universum Film GmbH
  • Erscheinungstermin: 30. Juli 2007
  • Produktionsjahr: 2006
  • Spieldauer: 115 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (444 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000UV61UC
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.692 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

"Pans Labyrinth" ist die Geschichte der kleinen Ofélia, die mit ihrer Mutter zum Stiefvater, einem hochrangigen Militäroffizier, in eine ländliche Gegend Nordspaniens ziehen muss. Durch die Brutalität und Unberechenbarkeit des Stiefvaters tief erschüttert, findet Ofélia Zuflucht in einer Fantasiewelt, die von wundersamen, schaurigen und mythischen Fabelwesen, wie dem geheimnisvollen PAN, bevölkert ist. Sie hat nur eine Chance, in diesem neu erschaffenen Kosmos zu bestehen: Sie muss sich ihren tiefsten Ängsten und schlimmsten Träumen stellen. "Pans Labyrinth" wurde von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences mit dem Oscar in drei Kategorien ausgezeichnet: "Beste Kamera", "Beste Ausstattung" und "Beste Maske".

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Inspiriert von den zusammengetragenen Geschichten der Gebrüder Grimm, von Jorge Luis Borges und nicht zuletzt von Guillermo del Toros eigener, scheinbar grenzenloser Phantasie, ist Pan´s Labyrinth, auf den Punkt gebracht, ein Märchen für Erwachsene.

Ofelia (Ivana Baquero) mag zwar erst 12 Jahre alt sein, aber ihre Welt ist mindestens so dunkel und bedrohlich wie alles was del Toro bislang in seinen Filmen erforscht hat. Die Geschichte spielt mitte der vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts im ländlichen Spanien. Ofelia und ihre verwitwete Mutter Carmen (Ariadna Gil aus Belle Epoque) haben gemeinsam mit Carmens neuem Mann - Captain Vidal (Sergi López aus Harry meint es gut mit dir) -eine verlassene Mühle bezogen. Während die kränkelnde Carmen erneut schwanger ist, bleibt die verträumte Ofelia sich selbst überlassen. Daran ändert die Anwsenheit des freundlichen Hausmädchen Mercedes (Maribel Verdú aus Y Tu Mamá También) genausowenig wie ihr Stiefvater, ein ausgesprochen grober, brutaler Kerl, der für das Mädchen keinen Sinn hat und viel zu beschäftigt damit ist, mutmaßliche Informanten zu foltern. Ofelia findet bald heraus, dass sich unter der Mühle ein komplett andere Welt befindet. Ihr Führer wird der charismatische Faun (Doug Jones aus Mimic). Als ihre Mutter von Tag zu Tag schwächer wird, verbringt Ofelia immer mehr Zeit in Fauns Labyrinth. Faun bietet Ofelia seine Hilfe an. Sie muss im Gegenzug drei tückische Aufgaben erfüllen. Ofelia willigt ein, aber existiert die Parallelwelt unter der Mühle wirklich oder ist sie nur ein Hirngespinst? Del Toro trifft darüber keine abschließende Aussage. Der Film ist eine wundervolle, wenn auch brutale Variante seines früheren Werkes The Devil´s Backbone, der wie Pans Labyrinth von den Nachwehen der spanischen Diktatur unter Franco erfüllt ist. Auch wenn der Film del Toros Humor aus Hellboy vermissen lässt, befindet sich der Regisseur erneut auf der Höhe seines Könnens. --Kathleen C. Fennessy -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

509 von 548 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von medien-queen am 24. August 2007
Format: DVD
Vorab: Die Erfahrung, dass hochkarätige und ambitionierte Filme unter dem Zwang, sich bezahlt machen zu müssen, gnadenlos falsch vermarktet werden, macht man leider häufig. Brutale Szenen, die zweifelsohne kompromisslos krass dargestellt werden, missbraucht man dann, um den Film mit "SAW" oder ähnlichem zu vergleichen. Mit einer so produzierten Erwartungshaltung kann der Film nur enttäuschen. Das Label "Fantasy" ist im Prinzip auch nicht wirklich passend und somit wundern viele Negativ-Rezensionen in diesem Forum nicht.
Ich habe diesen Film gesehen, ohne eine Rezension, Werbung oder ähnliches vorher mitbekommen zu haben und für mich stellte er sich so dar: Zwei Welten, eine grausame, reale Welt (spanischer Bürgerkrieg im faschistischen Spanien) und die Phantasiewelt der 12jährigen Protagonistin verschmelzen hier zu einem beeindruckenden Szenario. Egal, was der Regisseur sich nun wirklich dabei gedacht hat oder tatsächlich sagen wollte - wer mit Menschen zu tun hatte, die tatsächlich traumatische Erlebnisse hatten oder selbst Grausamkeiten erleiden musste weiß, dass die Flucht in eine Phantasiewelt oft die einzige Möglichkeit darstellt, so etwas seelisch zu überleben. Dies wird meinem Eindruck nach in diesem Film visionär großartig umgesetzt. Die brutalen Folterszenen sind schwer auszuhalten und wurden dementsprechend in vielen Reszensionen stark kritisiert. Meiner Meinung nach sind sie jedoch nicht um des Ekeleffektes willen eingesetzt worden oder um ein gewaltlüsternes Publikum zu bedienen. Der Horror im Faschismus war real. Er ist auch heute bei allen aktuellen Kriegsschauplätzen real.
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66 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Thomas Knackstedt am 9. Dezember 2007
Format: DVD
-Pans Labyrinth- kommt anders daher, als die meisten Filme des gängigen Fantasy-Genres. In kaum einem anderen Film, der uns ins Reich der Elfen und Fabelgestalten entführt, ist die Realität so kompromisslos, hart und unbarmherzig zu spüren. Ist es sonst so, dass die Fantasie die Wirklichkeit überflügelt, so ist in Pans Labyrinth die Traumwelt lediglich eine Zuflucht, um der Realität für geraume Zeit zu entkommen. Und das aus gutem Grund.

Spanien, 1944. Das Land liegt in den letzten Zügen des zweiten Weltkrieges. Das Franco-Regime ist an der Macht und herrscht mit unnachgiebiger Härte. Die Armee spürt Rebellen nach und tötet sie gnadenlos. Die kleine Ofelia reist mit ihrer schwangeren Mutter in die spanischen Berge. Dort besuchen sie den neuen Lebensgefährten der Mutter, einen Hauptmann der Armee, der die Aufständischen bekämpfen soll. Ofelias richtiger Vater war Schneider und ist bereits gestorben. Ofelias Mutter möchte, dass der Hauptmann seine Rolle einnehmen soll. Aber das kann Ofelia nicht dulden. Der Hauptmann ist grausam, unnahbar und rücksichtslos. Ein Teufel in Uniform, den seine Gegner fürchten und der nur einen Wunsch hat: Seine Frau soll ihm einen Sohn gebären. Als der Krieg mit den Rebellen sich zuspitzt und Ofelias Mutter schwer erkrankt, entdeckt Ofelia eine Zauberwelt im Wald. Ihr erscheint eine Fee und führt sie in ein uraltes, steinernes Labyrinth. Dort trifft sie Pan, eine atemberaubende Märchengestalt. Pan eröffnet ihr, dass sie die Prinzessin eines verschollenen Reiches ist und, dass ihr richtiger Vater, der König, auf sie wartet. Um zu ihm zu kommen, muss Ofelia allerdings drei Prüfungen bestehen.
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von David Beck am 10. September 2010
Format: DVD
Pans Labyrinth. Ich hatte den Film oft in der Hand, war mir aber nie sicher ob ich wirklich ansehen soll, was vor allem an der Darstellung der Fantasiewesen lag, die mir nachwievor nicht gefällt. Nun habe ich ihn gesehen und ich weiß ehrlich gesagt nicht so recht was ich davon halten soll.

Ich denke ein Problem des Films ist seine, meiner Meinung nach fehlerhafte Klassifizierung. In der Regel wird Pans Labyrinth als "Fantasyfilm" oder "Märchen" vermarktet. Das ist auch grundsätzlich nicht falsch, denn schließlich zeigt der Film fantastische Welten aus der Sicht eines jungen Mädchens. Trotzdem wecken die Begriffe "Fantasy" und "Märchen" bei vielen Menschen eher Assoziationen, die wenig mit diesem Film zu tun haben: leichte, eher friedliche Unterhaltung, vielleicht auch dezenten Grusel, bisweilen gar Epik (wobei man denke ich hier eher nicht an epische Schlachten und strahlende Helden denken muss). Was Pans Labyrinth aber wirklich zeigt ist eher verstörend, nachdenklich stimmend und bisweilen gewollt abstoßend.

Der Gewaltgrad des Filmes ist erstaunlich hoch und durch die realisitische, nie ins Ironische gezogene oder überstilisierte Gewaltdarstellung hätte ich eine Einstufung ab 18 Jahren durchaus nachvollziehen können. Menschen die mit expliziter Gewaltdarstellung also Probleme haben sollten diesen Film definitiv meiden. Die Diskussion ob die hohe Gewaltdarstellung dem Film gerecht wird oder nicht halte ich für müßig, da sich hier schlicht die Geister scheiden. Meines Erachtens erfüllt sie zwar ihren Zweck, um die schiere Grausamkeit des Bürgerkrieges und die damit einhergehende Verrohung und Abstumpfung der Menschen überdeutlich zu machen.
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