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Panikpräsident. Die Autobiografie
 
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Panikpräsident. Die Autobiografie [Gebundene Ausgabe]

Udo Lindenberg , Kai Hermann
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 280 Seiten
  • Verlag: Random House Entertainment; Auflage: 2. Aufl. (Februar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3809030228
  • ISBN-13: 978-3809030225
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 147.018 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Stretchlimousine in Gronau! Wer sich da mit Mutter Hermine durch die Gassen seiner Heimatstadt kutschieren ließ wie ein aus dem Exil zurückgekehrter Präsident, war kein geringerer als Udo L., in der Tasche den ersten Scheck seiner Plattenfirma. Daumen im Wind war zwar nicht der große Durchbruch, das allgemeine Urteil jedoch (keine Stimme, schräger Vogel, aber authentisch) hatte ihn richtungsmäßig bestärkt. Mit Andrea Doria war es dann so weit. Was kaum vorstellbar schien -- deutscher Gesang, ohne dass man sich vor Peinlichkeit krümmte. Das Phänomen Udo L. war geboren.

Bitte einzutreten ins noble Hamburger Hotel Atlantik. Hier, genauer, vorwiegend unten an der Bar, logiert der Dauergast. Der Godfather des Deutschrock plaudert aus dem Nähkästchen. Bruder Erich gebührt die Ehre, den Präsidenten auf die Schiene gehoben zu haben, als er den stillen Elfjährigen aus seinem "Onanierzimmer" in eine Dixielandband nötigte. Aus Klein-Udo wurde ein veritabler Drummer. Wer ahnt z. B., dass unser Mann in Klaus Doldingers Tatort-Titelmelodie den nicht unkomplizierten Rhythmus vorantrieb? Doch zu dieser Zeit winkte bereits "Onkel Pö", das damalige Herzzentrum des Deutschrock.

Der Rest ist (nicht nur) Rockgeschichte, erzählt im vertraut-amüsanten Nuscheljargon. "Rudi Ratlos", "Elli Pyrelli", "Gene Galaxo", skurrile Udo-Kopfgeburten marschieren noch einmal auf. Die Legende des Hutes wird gelüftet, der Lederjacken- und Schalmeientausch des etwas anderen DDR-Botschafters mit Honecker ist natürlich ebenso Thema wie Udos Kampfansage gegen die "braune Pest" Anfang der 1990er-Jahre, Alkoholexzesse, Herzinfarkt und Kräuterzigarette. Genüsslich widmet sich der notorische Eheverweigerer und Freigeist seinen amourösen Fingerübungen, in deren Verlauf der unbedarfte Leser einiges aus der heftigen, aber kurzlebigen Liaison mit Nena, einer Sternenkollison der besonderen Art, erfahren darf.

Lindenberg-Land, eine seltsamer, höchst eigener Eierlikörchen- und Schampus-Kosmos. Anfälle von Zaghaftigkeit haben Deutschlands ehemaligen Nummer-eins-Rocker bekanntermaßen noch nie getrübt. Nur gelegentlich gerät sein selbstreferenzieller Ton doch ein wenig ins sprachliche Tiefland eines Dieter Bohlen. Doch dem Mann wird verziehen. Er war und bleibt wichtig! Hut ab! Ey, Alter, jetzt aber locker bleiben. --Ravi Unger

Hörbuch-Rezension

Er ist der bekannteste deutsche Rockmusiker, der als erster die deutsche Sprache songfähig machte. Seit Udo Lindenberg und sein Panikorchester mit Andrea Doria 1973 den Durchbruch schafften, ist es um die „Gronauer Nachtigall“ nicht still geworden. Udo mischt sich ein, engagiert sich und versucht, nicht als „eigene Karikatur zu enden“. Mit seinen kritischen Texten will er ganz einfach die Leute motivieren, „sich selbst zu suchen“. In seiner Autobiografie, die er hier gekürzt zusammen mit Ben Becker zum Besten gibt, lüftet er einige Geheimnisse und gibt überraschend ehrlich Einblick in sein Leben. Z. B. darüber, warum er notorischer Hutträger ist, oder was damals, bei seinem ersten großen Auftritt, der ihn zum Star kürte, tatsächlich passiert ist. Wer scharf auf seine „Exzesse“, in welcher Form auch immer, ist, wird enttäuscht werden. Mit wem, wie oft und wie viel -- Udo Lindenberg bleibt da angenehm diskret und zurückhaltend.

Schon früh zeigte sich das Trommler-Talent des Zweitgeborenen der Lindenberg. Wahrscheinliche hatte ihm Vater Gustav die musikalische Begabung einfach vererbt. Nicht nur, dass der Vater wegen allzu viel aufgegebner Träume zum Alkohol griff und öfters auf dem Tisch mit dem Kochlöffel dirigierte, die Familie Lindenberg war überhaupt außergewöhnlich, für die spießigen 50er Jahre allemal. Udo, der Rebell, geht in seinen Lebenserinnerungen mit Gutstav und Hermine, seinen Eltern, ungewöhnlich liebevoll und zärtlich um. Auch mit Frauen, die ihm wirklich wichtig waren, scheint er ‚anständig’ umgegangen zu sein. Z. B. Manu, die Göttin aus Ost-Berlin. Er wollte sie rausholen, war zutiefst verletzt, als er von ihrer IM-Tätigkeit erfährt.

Lindenberg ist hat immer wieder mit der DDR Kontakt aufgenommen. Die Neugierde führte ihn regelmäßig ins „Experiment der anderen Gesellschaftsordnung“. Sein Song „Sonderzug nach Pankow“ ermöglicht ihm 1984 einen Auftritt im Palast der Republik in Ost-Berlin, allerdings nicht vor seinen Fans, sondern vor „Blauen Hemden“. Die versprochene Tournee wurde ihm verweigert. Neben dem Engagement für die „Freiheit“ in der DDR, unterstützt er Greenpeace, Amnesty International, die UNICEF, die Drogen- und Aids-Hilfe und Aktionen gegen die Rechte Gewalt. 2000 gründete er sein Projekt „Rock gegen Rechte Gewalt“. Und dann ist er auch noch Vollblut-Musiker, Rock’n Roller mit Hang zum Perfektionismus und zum Suff. Die Zusammenbrüche, der Herzinfarkt und der Absturz wundern deshalb wenig, waren sozusagen vorprogrammiert.

Charakteristisch für den Allrounder scheint auch eine schier unerschöpfliche Abenteuerlust, das Suchen nach Neuem zu sein. Nach seiner ‚musikalischen’ Rock’n Roller-Periode machte er sich daran, das großartige, musikalische Erbe der 20er Jahre neu zu entdecken. Eine Telefonfreundschaft mit Marlene Dietrich gehört genauso in dieses Kapitel wie die „Atlantic Affairs“-Tournee (2002) mit neu vertonten Liedern von deutschen Emigranten. Im Laufe der Jahre hat Udo Lindenberg mit vielen Musikern und Künstlern zusammengearbeitet: Mit Peter Zadek machte er 1978 die „Dröhnland Symphonie“, mit Eric Burdon, David Bowie oder Gianna Nannini ist er aufgetreten.

Fazit: Eine neue Autobiografie! Dieses Mal erfreulicherweise von einem, der wirklich was zu sagen hat. Der Blick hinter die Legende macht eines deutlich: Udo Lindenberg ist nicht richtig einzuordnen, er lässt sich nicht vereinnahmen. Und es klingt gut, wenn er verkündet als Kontrastprogramm zur allgemeinen Dummdreistigkeit weiter machen zu müssen.

Gekürzte Autorenlesung/Lesung, Spieldauer: ca. 200 Minuten, 3 CD. Auch als MC erhältlich. --culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.



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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
GELUNGEN 18. Februar 2004
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch ich kein Buch wie man es erwartet hat. Es zeigt eine kindliche Nachkriegsgeschichte auf und ist spannend,traurig,witzig und macht zugleich Mut. Es zeigt auf wie schwer es Udo L. aus Gronau hatte ,der zu werden den inzwischen ein jeder kennt. Man sieht den Menschen Lindenberg nachher ganz anders,viel normaler und ist doch beeindruckt mit welchem Willen er seinen oft steinigen Weg gegangen ist. Hut ab und fünf Sterne für Udo und den Autoren Kai Herrmann.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lindenbergs bestes Buch 17. Februar 2004
Von H., Ronny
Format:Gebundene Ausgabe
Tatsächlich: dieses Buch hält, was der Werbetext des Verlages versprach:
Udo Lindenberg gewährt in seinen Memoiren Blicke hinter die Fassade, an der er selbst seit über 30 Jahren feilt.
Jeder weiß, dass Lindenberg nicht frei von Peinlichkeiten ist und in seiner Selbstinszenierung oft übers Ziel hinausschießt:

Dieses Buch aber ist anders: möglicherweise liegt es am Aufschreiber Kai Hermann.
„Panikpräsident" ist in seinen besten Momenten eine bewegende Lebensgeschichte, kein Blödelbuch mit Wahrheitsgehalt wie es noch „El Panico" war.
Trotzdem kommt der typisch Lindenbergsche Humor zum Tragen und sorgt für Lacher.
Man lacht aber nicht über sondern mit ihm.

Da wird die Geschichte eines kleinen Jungen erzählt, den alle nur Matz nennen und der im muffigen Nachkriegswestdeutschland aufwächst, das schwierige Elternhaus, Alkoholprobleme, Liebesleid und natürlich deutsche Musikgeschichte werden lebendig.
Von den Anfängen als angesehener Jazz-Trommler bis zum Aufstieg des Udo L. mit dem Panikorchester in den deutschen Rock n Roll Himmel.

Mit viel Witz und Fähigkeit zur Selbstkritik erzählt Lindenberg die Geschichte seines Erfolges, offen aber diskret den anderen Beteiligten gegenüber.
Ein interessantes, unterhaltsames und überraschendes Buch, das nebenbei noch deutsche Kultur- und Zeitgeschichte erzählt.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von "mhachen"
Format:Gebundene Ausgabe
Jetzt hat es also auch unser Udo geschafft. Nur nicht abschrecken lassen von dem etwas platten Titel. Der Inhalt ist dafür um so origineller, wenn auch für hartgesottene Fans vieles schon bekannt sein dürfte. Vor allem hat so einer wie Udo wirklich das Recht seine Autobiografie zu veröffentlichen, weil der Mann eigentlich schon längst hätte tot sein müssen. Wer Ihn allerdings auf der aktuellen Jubiläumstour live erlebt hat, kann es kaum glauben, wie fit sich der 57-jährige körperlich und stimmlich präsidentierte. Hoffentlich hat er den Kampf gegen den Alkoholzombie endgültig gewonnen. Dann könnte die Geschichte noch eine Fortsetzung bekommen, denn die Welt braucht viel mehr authentische Menschen wie Udo, die ihre Seele nicht um jeden
Preis verkaufen, um sich dem totalen Kommerz hinzugeben. Er macht Texte, von denen die besten das sagen, was man selbst nicht beschreiben kann. Und dieses Gefühl wird man auch beim Lesen des Buches permanent nicht wieder los. Danke Udo, für 30 Jahre panische Zeiten!
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Die neuesten Kundenrezensionen
Leicht und bekömmlich
Interessantes Leben das der Udo da beschreibt. Der Schreibstil ist bekömmlich und dieses Buch ist auch für, nicht Leseratten geeignet.
Veröffentlicht am 7. Februar 2010 von D. Pogrzeba
"Alles klar,ganz cool,liebe Leute!"
Dieses Buch wurde von mir in einem Rutsch durchgelesen.Lindenberg hat als Drummer angefangen wie ich,mit selbstgebauten Trommeln etc. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Februar 2009 von Der Leser und Hörer
Udo Lindenberg Der Panikpräsident
Alles, was man schon über Udo Lindenberg gehört hat, steht in diesem Buch. Ausführlich erzählt, mit jeder Menge Bildmaterial. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Januar 2009 von K. Richter
Überraschend und kurzweilig!
Das hätte ich dann doch nicht gedacht: Udo Lindenberg ein eifersüchtiger und klammernder Liebhaber. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. September 2007 von Christoph Dietrich
Der Player ist kaum auszuschalten!!
Als ich im Internet entdeckte, dass es ein Hörbuch über uns Udo L. gibt, war es für mich keine Frage es mir zu zulegen. Brannte ich doch als alter Udo L. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. April 2006 von R. Nowak
Super Hörbuch, auch für nicht Udo-Fans
Um mich gleich zu Anfang zu Outen: ich gehöre nicht zu den Lindenberg-Fans, fand aber die Persönlichkeit hinter den schrägen Songs und Ideen immer Faszinierend. Lesen Sie weiter...
Am 11. Dezember 2005 veröffentlicht
Deutschlands populärster Rockmusiker
Dieses Hörbuch von dem sich immer treu gebliebene Udo Lindenberg handelt von den 70er, 80er Jahren, von Udos Kindheit in der kleinen Stadt Gronau in Westfalen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. September 2004 von Carl-heinrich Bock
Lindenbergs bestes Buch
Tatsächlich: dieses Buch hält, was der Werbetext des Verlages versprach:
Udo Lindenberg gewährt in seinen Memoiren Blicke hinter die Fassade, an der er selbst... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Februar 2004 von H., Ronny
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