Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein gewaltiger Schritt nach vorne, 27. September 2009
Panik haben dazugelernt, die Texte sind um Längen besser als auf Niemand hört dich. Songs wie Wie es ist oder Alles endet hier, die die letzte Platte mit ihren 0815-Texten und den austauschbaren Melodien so nach unten gezogen haben, sind nicht mehr zu finden. Von den 14 Songs sind nur 3 wirklich langsam und diese sind sehr gut gelungen. Nein, diesmal werden die Stärken der Band ausgespielt und die harten Stücke stehen im Vordergrund. Wie damals Revolution sind nun Jeder, Noch nicht tot und das geniale Stück Morgencafe die Höhepunkte der CD, allesamt sehr harte Songs, die keinen Zweifel daran lassen, wo diesmal die Prioritäten lagen. Lieder wie Wollt nur wissen oder Ein letztes Mal sind leider sicher austauschbar, aber allein schon für die ersten 4 Stücke und San Diego lohnt es sich die CD zu kaufen:
1. Jeder
Die Platte beginnt, wie eine gute Rock-Platte beginnen muss. Das Riff haut richtig rein und Refrain und Strophe haben es wirklich in sich. Ein Super-Auftakt
2. Unsere Zeit
Gut, das erinnert dann schon ein bisschen sehr an Jeder. Dennoch ein guter Song, vielleicht noch etwas besser als Jeder, er fährt auf jeden Fall die Schiene weiter.
3. Lass mich fallen
So, jetzt wird es interessant. Der Anfang des Liedes ist ziemlich schwach, das klingt fast wie eine Spieluhr, die eine viel zu fröhliche Melodie spielt. Da hätte man ein bisschen mehr aus dem Synthie rausholen können. Extrem gut ist dann der Refrain, der beim ersten Mal Hören gleich mitreißt und auch dem depressiven Text gerecht wird. Am besten könnte man den Song wohl mit Warum vergleichen.
4. Keiner merkt es
Das Lied beginnt genauso wie die Lied-Anfänge auf Niemand hört dich, die die fürchterlichen Schmuse-Herzeleid-Schnulzen ankündigten. Man ist geneigt, gleich zum nächsten Song zu springen, doch bis zum Refrain wartet man noch und dann steht einem der Mund offen.
Keiner merkt es wenn ich heut Nacht untergeh'
Kaltes Wasser, das mich in die Stille zieht
Niemand da wenn die Ewigkeit mich umgibt
Narben verblassen nie
Panik, die Nachwuchstexter, die bei gefühlvollen Songs bisher immer so kläglich versagt haben, kriegen einen derart verstörenden Song hin? Selbstmord in seinen poetischsten Facetten, ein Super-Text im Refrain und auch die Musik ist nicht zu verachten, auch wenn diese hinter den genialen 3 Startern stark hinterherhinkt.
5. Perfekt
Oh Mann, politisch schön und gut, aber vielleicht muss das am Anfang nicht so klingen wie Die Fantastischen Vier auf Die Da. Nicht besonders stark, auch wenn der Refrain ein wenig für die schwache Strophe entschädigt.
6. Morgencafé
Im Stil von Jeder, nur noch härter. In der Manier, in der Panik ihre Songs benennen, können wir allerdings über den Namen Morgencafe froh sein, denn das Lied hätte genauso gut völlig nichtsagend Wer weiß heißen können. Das Riff fast im Stil von Rammstein, der Text sogar auch, wenn man mal die genaue Wortwahl außer Acht lässt. Sehr gefreut habe ich mich über eine Prise Wortwitz in der ersten Strophe (Jetzt sitz ich im Morgencafe mit Latte)
7. Wollt nur wissen
Ja, das ist doch ganz nett. Nichts wirklich neues, nichts was man schon nicht irgendwo mal gehört hätte. Kein Hit-Garant, aber solider Durchschnitt ist dieses mittelharte Stück.
8. Kinder (ist es nicht krank?)
Dieses Stück verdeutlich am besten die Entwicklung der Musiker und ist für all jene zu empfehlen, die sich von fürchterlichen Songs wie Wie es ist auf dem anderen Album haben abschrecken lassen. Vor der eigentlichen Strophe wird ein wunderbarer Orchestral-Teppich aufgebaut, und der Text ist Perfekt in gut. Ohne Wir retten die Welt-mäßig zu wirken, gehen die Lyrics sehr tief und eignen sich gut, um danach mal eine halbe Stunde über die moderne Gesellschaft nachzudenken und zu einem hoffentlich nicht so sehr pessimistischem Urteil zu kommen, wie der angesprochene Song.
9. Was würdest Du tun
Gab's schon vorher als Single. Durchaus ein sehr starkes Lied, guter Text, mit viel Energie nach vorne getragen.
10. Noch nicht tot
Nach dem Hören dieses Songs wird klar, was Panik für ein Opener-Problem gehabt haben müssen. Das Lied ist vom Text her der perfekte erste Song und der auch die Musik hat es wirklich in sich. Da werden Flammen in Tonform ins Ohr gesprengt, das Riff ist super und der Refrain ein Ohrwurm, der seinesgleichen sucht. Für mich der beste Song der Platte.
11. Ein letztes Mal
Gut, jetzt stellt sich vielleicht langsam der Zeitpunkt ein, an dem man an Lückenfüller denkt. Das hier ist echt nichts einiges, sicherlich nicht schlecht, aber auch nicht wirklich innovativ, da die Melodien einem schon unendlich bekannt vorkommen. Musikalisch eine härtere Rock-Ballade.
12. Wir geben's zu
Jetzt gibt es wieder einen ruhiger Song, der aber die ganze Zeit vor sich hin plätschert, ohne wirklich aufzuregen. Andererseits einer der wenigen Songs des Albums, bei dem man sich nicht an andere Songs erinnert fühlt. Guter Durchschnitt.
13. Bevor Du gehst
Panik haben endlich verstanden, dass man für ne Ballade nicht unbedingt ein Klavier braucht. Gerade durch den alleinigen Einsatz der Akustik-Gitarre wird das Stück sehr gefühlvoll.
14. San Diego
Und schon wieder ein Song nur mit Akustik-Gitarre, aber der einzige auf dem Album, der was GANZ Anderes ist. So was hat man von denen noch nie gehört und wird es wahrscheinlich auch nicht noch einmal hören. Ein 1A-Abschluss mit Super-Humor und einer Kehrtwende nach oben, nachdem die Songs zuvor eher depressiv waren.
FAZIT: Endlich ist der Name Programm. Panik schaffen es zu verstören, aufzurütteln, zeigen so viele Facetten ihrer Musik. Die Band ist nach Niemand hört dich erwachsen geworden. Jedem Rock-Fan ist diese Platte ans Herz zu legen und man lasse sich von der vielleicht allzu Teenie-haften Aufmachung nicht abschrecken. Das hier ist Super-Musik!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Viel Licht aber auch ein bisschen Schatten, 25. September 2009
Was beim ersten hören des neuen Albums auffällt ist, dass die Texte deutlich erwachsener geworden sind und auch wieder politische Themen ansprechen, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Musikalisch haben die Jungs erfreulicherweise nicht viele Kompromisse gemacht und sind ihrem Stil größtenteils treu geblieben: kraftvolle Songs zum richtig abgehen wechseln mit langsamen, nachdenklichen Songs.
Meine Bewertung der einzelnen Songs:
Jeder: 5/5
Unsere Zeit: 3/5
Lass mich fallen: 4/5
Keiner merkt es: 5/5
Perfekt: 5/5
Morgencafe: 5/5
Wollt nur wissen: 3/5
Kinder: 4/5
Was würdest du tun: 5/5
Noch nicht tot: 4/5
Ein letztes Mal: 4/5
Wir gebens zu: 2/5
Bevor du gehst: 5/5
Allgemein ein sehr gelungenes Album, vor allem wenn man bedenkt, dass das zweite Album immer das schwerste ist^^
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die inoffiziellen Nachfolger von Such a Surge, 29. September 2009
Es kommt wirklich nicht oft vor dass mich eine Crossover/Nu Metal band mit deutschen Texten überzeugen kann, aber bei PANIK passt es einfach wie die Faust aufs Auge. Dabei erinnern sie mich oftmals an die guten alten Such a Surge. Sowohl musikalisch, als auch von den kritisierenden Lyrics her. Aber auch den ein oder anderen Linkin Park Einfluss findet man hier wieder, was ja ganz bestimmt nichts negatives darstellt.
Wieso 5 Sterne? Antwort: Einige "ganz fiese" Ohrwürmer drauf, dazu ne Menge starker Songs und nicht ein einziger der auf den Sack geht bzw. bei dem man das Gefühl bekommt man müsste weiter skippen. Somit ein Album welches sein Geld definitiv wert ist. In Zeiten in denen Musik fast nur noch in Richtung Singles produziert wird ist sowas echt ne Ausnahme!
Anspieltipps: Lass mich fallen, Keiner merkt es, Wollt nur wissen, Was würdest Du tun
Totalausfälle: KEINE!
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