Vorweg: Ich bin ein großer Jason-Starr-Fan, habe alle seine Romane gelesen und war immer von Anfang an gefesselt.
Obwohl "Panik" hervorragend geschrieben ist, empfand ich die ersten einhundert Seiten als zähflüssig. Adam Blooms ewigen Streitereien mit seiner Ehefrau Dana, der Tochter Marissa oder auch die Sitzungen mit seiner Therapeutin Carol nerven und bremsen die Handlung. Auch die Technik, in den jeweiligen Figurenperspektiven die Szenen teilweise noch mal zu erzählen, fand ich gewöhnungsbedürftig, um nicht zu sagen, langweilig. Ein bisschen hatte ich auch das Gefühl, der Autor hält den Leser für unfähig, der Story folgen zu können und wiederholt sich deshalb.
Aber ab Seite 116, wenn Johnny Long auftaucht, gewinnt die Story an Fahrt. Und da ich sehr gerne Roman aus der Ich-Perspektive lese, finde ich es schade, dass Jason Starr die Geschichte nicht vollkommen aus Johnnys Sicht erzählt hat.
Trotz der Längen durch sehr ausführliche Beschreibungen, kann ich den Roman weiterempfehlen.