Im Mittelpunkt dieses neuen Psychokrimis von Mark T. Sullivan steht die Software-Entwicklerin Diana Jackman, die sich nach der erst kürzlich vollzogenen Scheidung von ihrem Mann bei einer Hirschjagd in einer abgelegenen Region Canadas erholen möchte. Diana, Tocher eines Indianers und einer Weißen, kennt sich in der Wildnis bestens aus, da sie in früher Kindheit von ihren indianischen Familienmitgliedern mit den indianischen Traditionen und Gebräuchen der Jagd und des Spurenlesens vertraut gemacht wurde. Bereits am ersten Tag der Jagd findet sie die Leiche eines der Wildhüter des Jagdgebiets, die skalpiert und ausgeweidet kopfüber an einem Baum hängt. Nachdem noch weitere Mitglieder der kleinen Jagdgruppe angegriffen und zum Teil ebenfalls getötet werden, und die kleine Jagdgruppe, die in der einsamen Region festsitzt, einige unheimliche Entdeckungen gemacht hat, steht fest, dass ein geheimnisvoller unsichtbarer Killer der Gruppe nach dem Leben trachtet. Aus Jägern werden Gejagde. Die Gruppe muss sich entscheiden, ihrerseits Jagd auf den geheimnisvollen Killer zu machen, um das eigene Leben zu schützen. Es beginnt ein spannender Wettlauf mit der Zeit...
Mark T. Sullivan gelingt es auch in "Panic" wieder, ein enorm hohes Spannungsniveau aufzubauen, das über das gesamte Buch hin erhalten bleibt. Geschickt spielt er mit den Ängsten der Gejagdten und schafft eine beklemmende Atmosphäre, die einzig und allein geprägt ist von dem Wunsch der Jagdgruppe nach dem Überleben. Als Leser war mir oftmals reichlich unheimlich zumute und ich konnte bestens mit den Gruppenmitgliedern fühlen und leiden. Nebenbei vermittelt Sullivan seinen Lesern viele Informationen über die indianischen Traditionen und ihr Verständnis der Jagd und schafft einen in sich stimmigen und runden Plot.
Sehr gute vier Sterne für ein wirklich gelungenes und rasantes Buch!!!