Der Klappentext bewirbt das Buch als "eines der spannendsten der letzten Jahre". Ich fand es zwar spannend und hatte es auch schnell durchgelesen, aber musste immer wieder den Kopf schütteln, da ich Aufbau und Struktur der Geschichte und Charaktere unausgereift und zweidimensional fand. Teilweise kommt den Figuren der Zufall zuhilfe, so als wenn der Autor an der Stelle selbst nicht mehr wusste, wie es weitergehen konnte. Das ist enttäuschend.
Der Plot an sich ist auch nicht sonderlich originell, da er in weiten Teilen an die Fernsehserie "Alias" mit Jennifer Garner erinnert: Kind von Agenten wird in den Strudel konkurrierender Dienste hineingezogen. Allerdings ist die Serie um Einiges überzeugender und glaubwürdiger, mit besseren, vielschichtigeren Charakteren und interessanteren Wendungen. Das ganze "The Deeps"-Netzwerk wirkt nur wie eine unbeholfene Kopie von "SD-6" der Serie. Schade.
Kurzum: Wer etwas zum schnellen Durchlesen möchte, ohne dass es ihm auf besondere Originalität ankommt, der ist hier gut bedient.