Die Qualität der Aufnahme hat mich sehr überzeugt. Bei einem Vergleich von verschiedenen Modellen/Herstellern in einem technischen Kaufhaus, konnte ich mich von der guten Qualität, auch unter schlechten Beleuchtungsbedingungen, überzeugen. Eigentlich wollte ich eine Sony, wegen des Carl Zeiss Objektivs. Die SDR-H250EG-S hat sogar ein LEICA-Dicomar Objektiv f=1:1,8 das offensichtlich über eine noch bessere Lichtausbeute verfügt (minimale Beleuchtung 1,0 LUX). Bei einem Schwenk vom Nah- in den Fernbereich und umgekehrt, synchronisiert sich der automatisch Fokus bei der SDR-H250EG-S wesentlich schneller und zuverlässiger als bei jedem anderen Camcorder dieser Preisklasse - das war für mich ein wesentlicher Entscheidungsgrund. Auch im Makro-Bereich ist die Bildschärfe super.
Mac
Leider aber verfügt dieses Model "nur" über einen USB-2.0 Interface und nicht über FireWire, ist somit für Mac User nur bedingt zu empfehlen. Wer jedoch über einen aktuellen Intel-Mac, nicht PowerPC, verfügt, sollte keine Probleme haben (ausprobiert an meinem MacMini DualCore 2,0 GHz). Mit der aktuellen QuickTime Version und iMovie 7.1.1 wird der Camcorder sofort als solcher gefunden und über ein Auswahlfenster in iMovie können ausgewählte Spots oder alle importiert werden. Nach dem Import in iMovie werden auch Thumbnails, für das schnelle auffinden von Filmsequenzen, erzeugt (das dauert etwas länger da wirklich sehr viele Thumbnails einer Filmsequenz erzeugt werden, bei 30 Minuten Film ca. 15 Minuten!). Die Weiterverarbeitung mit iMovie ist auch nicht schwer und mit ein bisschen Ausprobieren (Hilfreich sind hier die kleinen Schulungsfilme auf der Apple Internetseite) erzielt man ein ganz ordentliches Ergebnis.
Verwackeln
Zur automatischen Bild-Stabilisierung MEGA O.I.S. (Verwackeln vermeiden) muss ich allerdings sagen, das bei schnellen Bewegungen in einem Muster mit vertikalen Streifen, schräge Treppenmuster auftreten können - was man durch deaktivieren dieser Funktion aber vermeiden kann.
Hybrid Camcorder HDD/SD
Da ich zusätzlich eine SDHD Karte (Class 6) mit 8 GB Speicher als Medium für die Filme (nicht nur Fotos) benutze, gibt es auch von der integrierten Festplatte keine Geräusche mehr. Die Geräusche von der internen HD sind jedoch sehr leise und nicht mit einem DV-Mini Bandlaufwerk zu vergleichen. Auf eine 8 GB Karte passen im Modus mit der besten Qualität 1 Stunde und 50 Minuten!
Handling
Mit der Handhabung komme ich leider immer wieder durcheinander. Der Aufnahme-Knopf und der Steuerung-Knopf für die Menüführung liegen dicht bei einander und werden von mir oft verwechselt - was bei "Schnellschüssen" schon störend ist, wenn dauernd auf die falsche Taste gedrückt wird... Eine Schutzkappe für das Objektiv entfällt, das LEICA Objektiv wird durch eine interne Blende geschützt, welche durch einen Dreh am Objektiv auszulösen ist.
Fazit
Mit der Bildqualität bin ich sehr zufrieden, die Farben werden super wieder gegeben, die Bilder sind scharf und brillant. Die Bedienung ist einfach und zum größten Teil selbsterklärend. Die Handhabung der Start-/Stop-Taste ist gewöhnungsbedürftig, das kann aber auch durch meinen Wechsel von einem "prähistorischen" Model auf ein aktuelles Model liegen. Wer keinen Blue-Ray-DVD Rekorder besitzt, benötigt eh keine HD-Auflösung von 1.920 Pixeln und von daher kann ich die SDR-H250EG-S nur empfehlen.