Ich hatte vorher eine Canon Ixus 400. Meine Hobbyfilme hatte ich bisher mit einer miniDV Canon MV20 aufgenommen.
Eigentlich war ein Umstieg nicht noetig gewesen. Aber gereizt hat mich ein Geraet fuer beide Anwendungen zu haben. So habe ich mir dann die TZ7 gegoennt.
Kurz moechte ich auf das Resultat eingehen und versuchen, nicht alles zu wiederholen, was andere bereits kommentiert haben:
- Fotos bei wenig Licht (Innenaufnahmen z.B. zu Hause oder Partybeleuchtung) sind ok, aber nicht unbedingt die Staerke der Kamera. Die Fotos sind aber unter diesen Bedingungen mindestens genauso gut wie bei der Ixus 400.
- BEEINDRUCKEND sind die Weitwinkeleigenschaften (25mm). Idealer Weitwinkel fuer Aufnahmen in den eigenen vier Waenden.
- Ebenso positiv der Zoombereich 300mm! Stativ ist empfehlenswert. (Die TZ7 ist immer noch eine der wenigen Modelle auf dem Markt, die auch fuer Filmaufnahmen einen 12-fach OPTISCHEN Zoom hat!)
- Filmen kann man im altbewaehrten Movie-jpg-Modus (kompatibel mit allem) oder mit dem AVCHD-lite, welches bessere Tonaufnahmen bietet und wesentlich weniger Speicherplatz belegt.
AVCHD laesst sich sehr gut auch mit MAC importieren und weiterbearbeiten. Die Filmaufnahmen sind qualitativ weit besser, als mit der alten MV20 (miniDV). Das Format (MTS) eignet sich auch zum langfrisstigen sichern.
In manchen Foren ist von Rucklern etc. die Rede. Kann nichts dergleichen feststellen. Zum konvertieren der Filmaufnahmen empfehle ich fuer Mac-User iMovie 09 oder VoltaicHD.
Mit der neuen Version von VoltaicHD (ab 2.0) kann man jetzt VOR dem Konvertieren die Filme schneiden. So muss man nicht mehr den gesamten Film konvertieren (Zeitaufwand).
Mit Toast-10 habe ich leider asynchrone Tonaufnahmen!
Ein Freund hat sich die kleine neue Canon Ixus 100 geholt. Die kleine Kamera macht relativ gute Filmaufnahmen, kommt aber lange nicht an die Panasonic TZ7 ran.
- Foto- und Filmkamera sind mit guten bis sehr guten Eigenschaften immer dabei. Die Kamera ist sehr handlich (unegefaehr Zigarettenschachtelgroesse).
- obwohl es fast keine manuellen Einstellungen gibt (ausser Weissabgleich), bietet die Kamera sehr viele Szenenmodi (z.B. Strand, Schnee, Sonnenuntergang, Portraits, Party uvm.), die optimale Bilder bei allen Bedingungen erlauben
- die Kamera gleicht optional starke Kontrastunterschiede (helle und dunkle Motivbereiche) aus und Verwacklungen bis 1/4 Sek. Belichtungszeit gehoeren der Vergangenheit an
- bis ISO 400 sind die Aufnahmen sehr gut. Danach sind bei starker Vergroesserung Stoerungen ("Bildrauschen") zu erkennen. Dafuer sind aber Aufnahmen bei sehr schlechter Beleuchtung immer noch moeglich.
- Vignetierungen und Randunschaerfen sind kein Thema (wer mit der Lupe sucht, wird sicherlich etwas in der Art finden)
- originale Ersatzbatterien sind immer noch zu teuer. Es gibt auch in der Bucht "Billigakkus", die mit der Firmwareversion 1.2 funktionieren! Auf jeden Fall das Update von 1.0 auf 1.1 aufspielen, da es u.a. Zoomgeraeusche stark reduziert.
- fuer die Umschaltung auf Filmaufnahmen gibt es einen extra Schalter. Betaetigt man ihn, bleibt das (hervorragende) Display kurz dunkel (weniger als eine Sekunde). Erst danach startet die Aufnahme. (Kann ich mit leben.)
- Qualitaet und Verarbeitung ist sehr wertig. Lediglich der Deckel fuer die Kabelanschluesse scheint bei falscher Bedienung bruchgefaehrdet zu sein und der Zoomhebel und der Wahlschalter koennten etwas schwergaengiger sein. Aber auch das ist kein eigentliches Problem.
- Fokussierung und Einsatzbereitschaft ist schnell genug, um nicht stoerend aufzufallen.
- Sehr gut ist ferner, dass man wahlweise 3 Aufnahmen parallel mit verschiedenen Belichtungen und verschiedenen Groessenverhaeltnissen aufnehmen kann (16:9, 4:3 und 3:2)
- Nur mit den US-Modellen (ZS3) kann man am Stueck Filmaufnahmen machen, bis die Speicherkarte voll ist. Bei den hier erhaeltlichen Kameras gehen max. 15 Minuten am Stueck, wegen irgendwelchen weltfremden Vorschriften. Danach stoppt die Filmaufnahme und man kann per Knopfdruck fortsetzen, bis die Karte voll ist. (Aber Szenen ueber eine Minute am Stueck sind meistens extrem langweilig!) Das ist also hoechstens ein Nachteil, wenn man ein Konzert filmen will.
- Markroaufnahmen: wer gerne Insekten oder Blumen aus naechster Naehe aufnehmen will, wird staunen, welche Details in gestochener Schaerfe man spaeter auf dem MAC/PC sieht.
- als Fototasche empfehle ich "Lolly Dolly 95" von Crumpler (auch hier bei Amazon. Passt sehr gut, hat ein wenig Platz fuer Zubehoer (Speicherkarte, Batterie etc.) und sieht "anders" aus, als die ueblichen langweiligen Aufbewahrungstaschen.
Fazit: 4,5 Sterne, damit Panasonic noch den Raw-Modus und ein paar mehr manuelle Einstellungsmoeglichkeiten bei kuenftigen Modellen hinzufuegt. Der Umstieg von Canon auf Panasonic hat sich also gelohnt.
Nach 6 Monaten, ueber 2000 Bildern und Urlaubseinsaetzen kann ich meine Kaufempfehlung unterstreichen! 99% der Bilder und Filme kann man kameratechnisch als gelungen bezeichnen. Allerdings: wenn die Motive langweilig sind, kann die Kamera nichts dafuer :-). Da liegt das Problem hinter der Kamera.
Und hier noch ein Forum, in dem man viele nuetzliche Kameravergleiche und Tipps findet: http://www.dslr-forum.de/forumdisplay.php?f=28
Viel Spass mit der Kamera!