Endlich mal eine Kamera, die zu einem vernüftigen Preis auch Hobby-Fotografen mit gehobenen Ansprüchen zufriedenstellen kann.
Ein Zoom von bis zu 32,1 im optischen Bereich und ein Weitwinkel von 27mm ergeben 27- 886 mm (27-486mm normal bei 10MP).
CCD-Sensor mit 1:2,33 Zoll und 10 MP.
ISO-Einstellungen: 100, 200, 400, 800, 1600 Hochempfindlichkeit bis 6400 und Automatik.
Belichtungskorrektur: -2 bis +2 in Schritten zu 1/3
Eine Vielfalt von Einstellmöglichkeiten runden das Bild ab.
So gibt es neben einem Macro-Zoom auch eine Umschaltung von manuellem zu automatischem Focus und eine rasche Umschaltung von Sucher auf Display, getrennt für Aufnahme und Wiedergabe.
Der Sucher kann dazu noch für Brillenträger auf die individuelle Sehschärfe justiert werden.
Dazu noch zwei extra Einstellungen (C1 und C2) für rein persönliche Bildeinstellungen bei zum Beispiel zwei Nutzern, damit nicht jeder Nutzer immer wieder seine Einstellungen neu einprogrammieren muß.
Gut ist auch ein Filtergewinde zum Aufschrauben von Filtern und Vorsatzlinsen.
Überhaupt nicht gut ist die wackelige Konstruktion mit der manuell festzuschraubenden Sonnenblende.
Hier war die Lösung mit dem Bajonettgewinde bei der DMC-FZ schon wesentlich besser: Aufgesetzt, gedreht und das Ding saß immer korekkt.
Bei der FZ28 muß man die Sonnenblende immer von Hand auf einem extra Einstellring mit einer Schraube einjustieren. Bei einem Aufenthalt in einer Fototasche kann es schon mal passieren, daß diese sich ungewollt dreht und dann bei Weitwinkelaufnahmen ins Bild ragt.
Stände Kontrolle des richtigen Sitzes ist also angesagt.
Bestechend dagegen ist die Möglichkeit, die Weißabgleiche nicht, wie früher, nur in Richtung (Cyan) blau und (magenta) rot, sondern auch gleichzeitig noch in Richtung grün und A (Amber?) zu verschieben.
So ergeben sich völlig neue Möglichkeiten bei Farbaufnahmen!
Die Bildqualität ist also, soweit ich es beurteilen kann, hervorragend. Fotoformate: 4:3, 3:2 und 16:9
Dazu noch verschiedene Motivprogramme und eine intelligente Automatik iA.
Das Abspielen der aufgenommenen Bildder ist mit einer eingebauten Diaschau (mit Musik!) möglich.
Bei Filmaufnahmen hat es mich gestört, daß bei 4GB-SD-Chips immer nur genau 15 Minuten aufgenommen werden können.
Es besteht keine Möglichkeit, mehrere kürzere Aufnahmen zu machen und diese dann nacheinander abzuspielen.
Die Kamera zeigt bei einer eigelegten Chipkarte immer 15 Minuten an und schaltet nach genau 15 Minuten ab.
Allerdings sieht man nachher am Computer bei der Bildbearbeitung, daß nur etwa 30% der Kapazität der 4GB genutzt wurden. Also gibt es hier entweder konstruktiven oder erklärenden Nachholbedarf.
Auch die Bedienungsanleitung ist mehr als knapp gehalten.
Wünscht man weitere Informationen, muß man eine Datei der beiliegenden CD auf dem eigenen Computer und auf eigene Kosten (Papier und Farbe) ausdrucken.
Die Videoaufnahmen erfolgen im .mov-Format, welches mit dem Bildbearbeitungsprogramm MOVAVI in andere Formate (z.B. .avi) konvertiert werden kann.
Filmformate: 4:3, 16:9 und HD 16:9 (Pixel: 1280x720) Tonqualität ist o.k.
Die eigene Software ist, wie bei Panasonic üblich, sehr umständlich und wahrlich nicht jedermanns Sache.
Für Filmaufnahmen empfiehlt es sich, SDHC-Chipkarten mit einer höheren Übertragungsrate zu verwenden wie etwa Class4, Class6 oder die "Gold" von Panasonic.