Eine rundum gute kompakte Digitalkamera bekommt man mit der Panasonic DMC-FX 12 für sein Geld. Immerhin noch made in Japan, statt wie bei sehr vielen Kameras heute - made in China.
Jedoch, für die Preislage darf man auch nicht zu viel erwarten. In dem beliebten Preissegment (das der Kunde vorgibt!)von 150 bis 250 Euro kann ein Hersteller nicht alles bieten, was technisch machbar wäre. So kann man in dieser Preisklasse lediglich zwischen den verschiedenen Nachteilen der Kameras der verschiedenen Hersteller wählen. So ist es auch hier mit der Panasonic DMC-FX 12.
Es empfiehlt sich daher folgende Einstellungsänderungen vorzunehmen um zu besseren Bildern zu kommen:
1. Änderung des Weißabgleiches auf die Einstellung "Tag"
(heute ist bei fast allen angebotenen Kameras die Farbtemperatur über die Software sehr kühl voreingestellt. Das führt zu unatürlichen Farben, wie man das von chinesischen bzw. asiatischen Aquarellen kennt mit giftigem Grün und bonbonfarbenen überhöhten Farben)
2. Änderung der Bildgröße auf 5M oder auch auf 3M
(Damit verbessert sich die Schärfe des Bildes und die Bilder haben ein geringeres Datenvolumen zwischen 350 und 750 KB und nehmen nicht gleich 2 MB weg)
3. Änderung der Farbe auf "Vive"
(Die Bilder werden dadurch kontrastreicher, glasklar und haben eine lebendige Farbigkeit)
4. Die Bildschirmhelligkeit muss um 2 Stufen abgedunkelt werden
(ansonsten ist das Motiv bei Tages-Außenaufnahmen zu hell angezeigt)
Mit diesen Einstellungen hat man die Bidergebnisse am besten optimiert.
Da ich zwei Kameras von diesem Typ (zum Weiterverschenken) kaufte, konnte ich auch die Produktidentität beurteilen. Hier gibt es keine wesentlichen Streuungen in den Qualitätsmerkmalen - eben made in Japan und was man auch von Panasonic an sich erwartet.
Die Kamera ist, wie viele andere dieser Kompaktklasse, etwas zu klein geraten. Für Frauenhände aber sehr handlich. Da auch keine rutschfesten Oberflächen an den Griff-Flächen verwendet wurden, muss man etwas mehr aufpassen.
Der Einsatz des Zooms verschlechtert die Bildqualität.
Insgesamt eine rundum ausgewogene Kamera ohne wesentliche Schwächen und für den allgemeinen Knipser bestens geeignet (Bei Start automatisch immer Standardeinstellung mit Weitwinkel 35 mm). Eben für die typischen Anlässe ein Foto zuschießen, ohne große Überlegungen und Einstellungen vorzunehmen.
Man sollte sich trotzdem in Ruhe einen Tag Zeit nehmen, um die Einstellungen der Kamera zu lernen, auszuprobieren und die Motivprogramme zu testen, denn generell leisten die Einstellungen der Kompakten nicht immer das, was sie sollten (z.B. Verwacklungsschutz,Gesichtserkennung oder Partyflair).