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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
So schön kann Erzählung sein, 26. August 2003
Die Geschichte beginnt als Intermezzo von Vergangenheit und Gegenwart. Sie führt uns durch vieler Herren Länder bis ins heutige Zeitalter und handelt, neben der Erreichung ewigen Lebens und der Liebe, von einem Parfum. Oder besser gesagt, von dessen Herstellung.Der Autor besticht in diesem Buch durch eine gut durchdachte Story, die oberflächlich betrachtet wohl dem Genre Fantasy zuzuordnen ist. Abseits der betretenen Pfade anderer Romanciers, kann man jedoch sehr wohl eine Menge Kritik an der allgemeinen Lebensauffassung und den Dogmen der Kirche herauslesen, die maßgeblich mit der rührenden Darstellung des Hirtengottes Pan als Widerpart personifiziert wurde. Pan Aroma hat mich wirklich gefesselt, aber der eigentliche Grund der mich hier veranlaßt hat fünf Sterne zu geben, war die Message zwischen den Zeilen... glaube an dich selbst.
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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mein Lieblingsbuch von Tom Robbins, 19. April 2007
"Eine Geschichte, die mit einer roten Beete beginnt, endet meistens mit dem Teufel." So beginnt Tom Robbins eine einzigartige Tour de Force durch Zeit und Raum, durch Jahrhunderte und über Kontinente ...
Angefüllt ist dieses einzigartige Universum mit skurrilsten Gestalten, angefangen natürlich bei Alobar und Kudra, die sich beide auf ihre ganz eigene Art der in ihrer jeweiligen Gesellschaft vorgeschriebenen Art zu sterben entziehen, um sich auf eine neue Reise zu begeben, die sie nach Tibet zu in Höhlen lebenden lachenden Mystikern, nach Griechenland zum alternden Gott Pan und nach Paris zu einem berühmten Parfumeur sowie an viele andere bizarre Orte führt. Nun wäre allein die Geschichte um den böhmischen König und die indische Seilerin schon genug Stoff für einen Roman, doch Robbins wäre nicht Robbins, wenn er nicht dieser Geschichte noch mehrere weitere knackige Handlungsstränge einflechten würde. So gerät eine Kellnerin auf der Suche nach dem perfekten Taco in den Bannkreis eines einäugigen Unsterblichkeitsforschers, ein ungleiches Brüderpaar aus der Parfumeurszene ist auf der Suche nach neuen Düften und Gehirnfunktionen und am Ende werden die Handlungsstränge dann in einer Weise zusammengeführt, die ein wahres Feuerwerk an Lebensfreude und Skurrilität ausstrahlt.
Dies ist eines der Bücher, bei denen ich es bedauert habe, als es vorbei war und mir ausgemalt habe, wie die jeweiligen Geschichten wohl weiter gehen könnten. Auch eine Verfilmung des Stoffes fände ich ungemein reizvoll, dürfte aber auf Grund der Unzahl an Locations einer großzügigen Budgetierung bedürfen, wovor vermutlich viele potentielle Financiers nach dem Flop der Verfilmung von Robbins' "Even Cowgirls get the Blues" (der trotzdem kein wirklich missratener Film ist) mit Uma Thurman zurückschrecken dürften.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Lebe lieber ungewöhnlich, 14. November 2005
Der Roman "Pan Aroma" gibt im wahrsten Sinne des Wortes eine Antwort auf die großen Fragen: Wo kommen wir her und wo gehen wir hin? Mit viel Phantasie, Witz und einer gehörigen Portion gesundem Menschenverstand erzählt Tom Robbins die Geschichte eines frühmittelalterlichen, böhmischen Stammesfürsten, der nach seiner Bestimmung sucht. Goethes Faust nicht unähnlich, läßt dieser, nach der Begegnung mit dem gehörnten heidnischen Gott Pan, Raum und Zeit hinter sich und begibt sich auf die Suche nach der Unsterblichkeit. Nebenbei gelingt es Robbins mit spielerischer Leichtigkeit über die Geschichte unserer Zivilisation zu philosophieren und die verschlungenen Pfade der Liebe zwischen Mann und Frau sinnlich und manchmal auch etwas schlüpfrig zu beleuchten. Die Tatsache, dass der Leser zum Nachdenken angeregt wird und auch noch auf fast jeder Seite was zu schmunzeln hat, macht das Buch zu einem meiner liebsten. Wer allerdings mit der Aussage "Lieber klein, bunt, sexy, sorglos und friedfertig als groß, konservativ, unter Druck, ängstlich und aggressiv" nichts anfangen kann, sollte vielleicht lieber die Finger von dem Werk lassen.
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