Ein tolles Buch. Wer die Insel kennt, wird es lieben. Vor allem die Art der Schreibweise hat es mir angetan. Man spürt förmlich, wie der Autor in seiner Zeit auf der Dominikanischen Republik die Lebensart der Dominikaner verinnerlicht hat und - fast aus deren Sicht erzählend - seine Anekdoten zum Besten gibt. Das ganze nicht ohne sich selbst und damit alle "gringos" auch mal kritisch zu betrachten.
Durch die subjektive Schreibweise wird einem klar, dass der dominikanische Alltag in seiner liebenswerten Unperferktion eben doch perfekt funktioniert - wenn man eben nicht alles auf die Goldwaage legt.
Trotz allem kriegen auch die Dominikaner hier und da ihr Fett weg, zum Beispiel da, wo sie sich selbst im Weg stehen mit ihrer typisch dominikanischen Lebensphilosophie. Das alles wie gesagt liebevoll geschrieben und garniert mit "Fachwörtern" aus dem dominikanischen Slang, der mittlerweile allerdings etwas überholt erscheint - trotzdem finden Sie diese Worte in keinem Reiseführer - "que vaina!"
Wichtiger Nebenaspekt: Wer sich auf das Buch einlässt, muss erkennen, dass das Leben auf der Karibikinsel kein Leben im Paradies ist! Allein schon desshalb sollte das Buch zum Pflichtprogramm für jeden gehören, der beabsichtigt, in die Dominikanische Republik auszuwandern, um ein paradiesisches Dasein im selbstgebauten Strandlokal zu fristen...
...um einen kleine Einblick in die Mentalität der Dominikaner zu bekommen, eignet sich dieses Buch also bestens, leider sind mir keine weiteren Publikationen dieser Art bekannt - que pena!
Mein Buchtipp für alle Fans der Dominikanischen Republik und die, die es werden wollen.