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Palinurus von Mexiko [Gebundene Ausgabe]

Fernando del Paso
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Kurzbeschreibung

1992
Fernando del Paso, zur Zeit mexikanischer Botschafter in Paris, erzählt die Geschichte des gescheiterten Medizinstudenten Palinurus, der gegen Ende der sechziger Jahre die Kneipen, Bars und Bordelle Mexiko Citys unsicher macht und dort auf die merkwürdigsten Menschen trifft. Mit der blutigen Niederschlagung des Studentenaufstands von 1968 werden seine Ideale und Träume zerstört. "Grotesk, makaber und dionysisch, del Paso ist ein großer und unorthodoxer Schriftsteller." (Le Monde.)

Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 818 Seiten
  • Verlag: Frankfurter Verlags-Anst.; Auflage: DEA, (1992)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3627102150
  • ISBN-13: 978-3627102159
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,2 x 5,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.441.400 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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4.0 von 5 Sternen Obsession der Sprache 29. August 1999
Von Ein Kunde
Die Lektüre von Fernando del Pasos Mammutwerk "Palinurus von Mexiko" erfordert höchste Konzentration. Der mexikanische Student Palinurus liebt seine Kusine Stephanie, beginnt Medizin zu studieren, nimmt im August 1968 an den Studentendemonstrationen teil, wird von einem Panzer angefahren und stirbt. Diese knappe Handlung ist das Unwesentlichste in dem knapp 900seitigen Roman. Der eigentliche Schauplatz ist die Sprache. Palinurus monologisiert. In teilweise seitenlangen Sätzen versucht er, seine Geliebte und Kusine Stephanie zu beschreiben. SeineWorte haben ihre alltägliche Signifikanz verloren. Auch seine zweite Leidenschaft, die Medizin, ist ihm bloß ein phonetisches Abstraktum, der Körper eine Anhäufung von Fachtermini. Palinurus beherrscht sie im Schlaf und übersteht dennoch nicht die erste Vorlesung im Seziersaal der Universität von Mexiko-Stadt. In einer Endlosschleife läßt del Paso Sprache um sich selbst kreisen, hypothetisch, indirektiv, ein Experiment, das zuweilen amüsant, meist aber sehr mühsam zu lesen ist. Dennoch ist es schlüssig: Für Palinurus haben die Begriffe ihre Erscheinungen verloren. Die Fülle der Möglichkeiten, Realität in Worte zu fassen, verschwimmt in seiner Phantasiezu einer Kolportage der Bezüglichkeiten, die Welt dissoziiert in Sprache. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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