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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Weder historisch phantastisch, noch phantastisch historisch,
Von timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 100 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Der Palast von Avignon (Broschiert)
"Die vorliegende Geschichte ist kein Geschichtsbuch, sondern ein erfundener Roman. Viele Personen, Daten und Ereignisse sind korrekt, und auch vor Ort recherchiert, andere sind R. P., das heißt reine Phantasie."(aus dem Epilog) Das relative Paradoxon von Historizität und Fiktion des letzten Teils der Avignon-(Smaragdus) Trilogie bestätigt sich nicht nur im Epilog, sondern zieht sich durch die gesamte Handlung, die im Jahre 1342 mit der Wahl Kardinals Pierre Roger zum Papst Clemens VI. einsetzt. Obwohl er kein Geschichtsbuch sein soll, zeichnet sich gerade "Der Palast von Avignon", auch gegenüber seinen Vorgängerbänden "Die Brücke von Avignon" (2004) und "Die Rose von Avignon" (2005), durch eine gesteigerte Überfrachtung, teils falscher oder unvollständiger historischer Details aus. Positiv zu bewerten sind ein "Dramatis Personae", das die historisch authentischen Personen gegenüber den erdichteten Akteuren besonders kennzeichnet, sowie jeweils eine historische Karte Avignons und ein Grundriss des Papstpalastes..... ......ein recht peinlicher Schnitzer im Introtext sorgt bereits auf Seite 2 für Irritationen, denn er verlegt die Romanhandlung um 106 Jahre später ins Jahr 1448. Der Roman wird jenem Anspruch, den er durch die Vielfalt seiner "auch vor Ort recherchierten Fakten" postuliert, nicht immer gerecht. Denn auch bei einer erfundenen Geschichte, der man wohlweislich nicht das Attribut historischer Roman verliehen hat, lassen sich übersehende geschichtliche Inkorrektheiten nicht mit einem Hinweis auf die literarische Fantasie erklären. Hier einige reizende Paradebeispiele für den sorglosen Umgang mit historischen Fakten: Der rothaarige Monsignore Mel Comyn wird als Vetter des schottischen Thronprätendenten John Comyn vorgestellt, der vom späteren schottischen König Robert I. The Bruce in Dumfries eigenhändig ermordet worden sein soll. Auf die tatsächlichen Ereignisse, die zum Tode "Red Comyns", Lord of Badenoch am 10.02.1306 in der Franziskanerkirche Greyfriars geführt hatten, sowie die Rolle Sir Rogers de Kirkpatrick ("I mak sikkar") geht der Autor jedoch ebenso wenig ein, wie auf die Bedeutung Schottlands für das Vermächtnis der Templer, obwohl jenes gerade Gegenstand von "Der Palast von Avignon" ist. Die wiederholte Titulierung des Kronprinzen Johann (der spätere König Jean II. de France, genannt "le Bon") als Graf der Normandie (S. 41, 380) ist unrichtig, denn seit Richard I. "Sans Peur" (943 - 996) wurden die Nachfolger des einstigen Wikingerjarls Rolo und Grafen von Rouen als Herzöge (!) bezeichnet. Recht perplex ist die Schilderung, dass es viele Jahre her sei, als der 68jährige Waffenschmied Antonio Brazzi "mit dem deutschen Kaiser Friedrich nach Rom gezogen" wäre (S. 199). Um welchen Monarchen es sich dabei gehandelt hat, bleibt offen. Friedrich II. war bereits 92 Jahre zuvor, Anno 1250, verstorben, der Tod seines Großvaters Friedrich I. Barbarossa, der mehrmals nach Rom gezogen war, lag sogar 152 Jahre zurück. Auch der Habsburger Friedrich III. (der Schöne) konnte es nicht gewesen sein, denn er war lediglich Herzog von Österreich und zeitweilig Gegenkönig von Kaiser Ludwig IV. Auch der, laut Umschlagtext "Abschluss der erfolgreichen Avignon-Trilogie" ist geprägt von einer konstruierten, wenig überzeugenden Handlung in einem fragwürdigen Szenario. Gelegentliche Zahlenmystik und Allegorien sind gute Ansätze, die sich jedoch recht schnell und ohne weitere Spannung verlaufen. Auch Mielkes Version des Templergeheimnisses macht den Roman nicht phantastisch in der Bedeutung von großartig, sondern eher zu einer unglaublichen Phantasmagorie, die den Lesern nicht empfohlen werden kann und mit 2 Amazonsternen zu bewerten ist. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Krönender Abschluss,
Von Heidi Zengerling "Bücherfreak" (Heyerode) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Der Palast von Avignon (Broschiert)
Zwei Teile dieser mittelalterlichen Trilogie über die Templer und Avignon habe ich schon vorgestellt und besprochen. Heute nun habe ich den dritten Band gelesen und möchte euch meine Meinung dazu nicht vorenthalten.Inhalt und Gliederung: ================ Bertrand de Comminges ist, wie auch schon in den beiden vorhergehenden Teilen der Hauptcharakter, um den es geht. Immer 14 Jahre liegen zwischen den einzelnen Romanen der Trilogie, so beginnt dieser Man schreibt während des dritten Bandes mittlerweile das Jahr 1448, als Bertrand diverse Abenteuer bestehen muss. Der Verbleib des Templerschatzes und auch Salomons Tempel stehen zur Debatte. Mielke lässt zahlreiche interessante Figuren mit einfließen, die den Stoff noch interessanter machen. So z.B. eine Vorfahrin der heutigen Grimaldis oder aber Dichter (Petrarca) und der Inquisitor Orlando Scintilla. All diese Figuren werden top charakterisiert, sodass man sie sich als Leser sehr gut vor Augen führen kann. Sie beleben den Romanstoff genauso wie die bildhaften Darlegungen der Zeit, Landschaften und Abenteuer. In 25 Kapiteln wird erzählt, wie und ob es möglich ist, dass Bertrand das gehütete Geheimnis um die Templer bewahren kann. Schon in den ersten beiden Teilen wird die Spannung von Mal zu Mal aufgebaut und gehalten sowie erweitert, jetzt nun endlich im letzten Teil zum Ende hin wird die Auflösung gegeben, die den Leser so lange f´gefangengehalten hat. Ich war so froh, muss ich ehrlich zugeben, dass ich endlich Zeit gefunden habe, den dritten Teil zu lesen, weil es mich brennend interessierte, wie die Geschichte um die Templer und Bertrand endet, wobei es eigentlich auch wieder Schade ist, weil ich die Charaktere und die Zeit auch gern noch weiter verfolgt hätte. Die einzelnen Kapitel sind mit passenden Überschriften versehen. Man erfährt während des Lesens sehr viel über die Zeit des Mittelalters, sehr viel über das Leben der Menschen und das Tun und Handeln rund um Avignon. Der Bau des mächtigen und noch immer existierenden Papstpalastes in Avignon und die Inquisition spielen in diesem dritten Band eine große Rolle. Ob Bertrand seine Geheimnisse hüten kann, werde ich nicht verraten, das müßt ihr selbst lesen. Jedenfalls sei so viel verraten, dass es sehr spannend wird, dass die Spannung bis ins Unermäßliche aufgebaut wird, und im Ende des Buches und der Trilogie gipfelt und für den Leser nachvollziehbar aufgelöst wird. meine Meinung: =========== Entgegen mancher Meinung, dass nicht alle Fakten im Buch der Realität entsprechen muss ich sagen, dass es sich ja um einen roman handelt, der das Mittelalter zwar darstellen soll, aber der nicht als Sachbuch gtewertet werden sollte. Ich habe mich sehr tief in den Stoff eingelsen und habe es genoßen, die Geschichte zu verfolgen, die Geschichte des Romans, die der Autor erfunden hat und die historischen Daten und Fakten, die er in die romanhandlung hat einfließen lassen. Ich denke, es ist nicht negativ zu werten, dass nicht alle Fakten korrekt historisch hinterlegt werden können. Die Charaktere und Landschaften und Szenen und Details werden vom Autor faszinierend beschrieben. Das Buch ist ein Genuß für Mittelalter-roman-Fans und ich empfehle es daher wärmstens. Ich war begeistert, wie Mielke es schafft, diesen krönenden Abschluss der Trilogie erschaffen zu haben. Eine rundum gelungenes Werk, welches für Mittelalterfans unbedingt empfehlens wert ist. Das Buch ist unterhaltsam, flüssig zu lesen, spannend und zu Herzen gehend. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein gelungener Abschluß der Avignon-Trilogie,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Palast von Avignon (Broschiert)
Jetzt ist die Avignon-Trilogie komplett. Der "Palast" krönt mit Theorien über den Verbleib des Templerschatzes und Salomons Tempel die Trilogie und erzählt detail- und kenntnisreich vom Leben im mittelalterlichen Avignon und im Papstpalast:Nur Bertrand de Comminges besitzt noch den Schlüssel zu den Geheimnissen der Templer und damit zu ihrem Schatz. Jedoch droht ihm die Inquisition dieses Wissen zu entreißen. Der römische Dichter Petrarca und seine Geliebte Laura spielen dabei genauso eine wichtige Rolle wie eine Vorfahrin der heutigen Grimaldis. In Fontaine de Vaucluse, einem Dörfchen, dessen Tourismusindustrie heute noch von der Liebschaft zwischen dem Dichter und seiner Laura lebt, finden in den Cours d'Amour geheimnisvolle Zusammenkünfte statt, die nur nach außen hin der Liebe dienen. 352 Seiten Vergnügen für den historisch interessierten Leser. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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