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Palast der Erinnerungen
 
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Palast der Erinnerungen [Taschenbuch]

Debra Dean , Judith Schwaab
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. Juni 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342663502X
  • ISBN-13: 978-3426635025
  • Originaltitel: The Madonnas of Leningrad
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 830.290 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Debra Dean
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

1995 sah Debra Dean aus Seattle einen Film im Fernsehen. Der Film handelte von der Eremitage in Sankt Petersburg, dem damaligen Leningrad, und von der Evakuierung ihrer Gemälde und Kunstgegenstände während des Angriffs deutscher Truppen im zweiten Weltkrieg. Besonders faszinierte Dean die Geschichte eines angeblichen Mitarbeiters, der Besucher durch die leeren Räume führte und ihnen derart anschaulich von den abgehängten Bildern zu berichten wusste, dass es den Gästen so erschien, als wären sie immer noch an ihrem angestammten Platz. Diese Erzählung hat Dean für ihren Roman Palast der Erinnerungen genutzt. Er erzählt vom harten Winter in Leningrad, während dem die Museumsführerin Marina beim Verpacken der Kunstwerke hilft. Die Leere der Ausstellungsräume macht sie bald schon deprimiert. Da rät ihr eine alte Frau, ihre einstige Pracht im Gedächtnis festzuhalten. Vor allem die Ikonen nimmt Marina aus der Eremitage im Kopf mit auf die Reise -- Bilder, die in ihrem Leben viel später noch einmal eine wichtige Rolle spielen sollen ...

Leser sollten Deans Palast der Erinnerungen nicht mit der grandiosen philosophischen, stark autobiografisch angehauchten Sammlung Palast der Erinnerung des schwedischen Erzählers Lars Gustafsson verwechseln. Warum der Droemer Verlag einen Titel wählte, der so nah an dem von Gustafssons Buch liegt, ist fast schon unverzeihlich. Denn Deans Romandebüt ist eigentlich ganz unverwechselbar, und hätte einen unverwechselbaren Titel mehr als verdient. Dean versteht zu erzählen: so gut, dass der Leser während der Lektüre ihrer Schilderungen fast glaubt, die Welt der Gemälde würde vor seinem geistigen Auge wiederauferstehen. Aber eigentlich handelt Palast der Erinnerungen ganz allgemein vom Zauber des Gedächtnis, von der Macht der Träume, vom Glück und vom Verlust. Ein wundervolles Buch mit dichter Atmosphäre. Sehr lesenswert. --Stefan Kellerer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Die junge Marina ist Museumsführerin in der berühmten Leningrader Eremitage. Früher umgaben sie faszinierende Gemälde und die tiefe Zuneigung des Mannes, den sie liebt. Nun aber, im Winter 1941, ist sie allein und die Museumssäle sind leer. In der Stadt herrschen Hunger, Not und Verzweiflung. Doch Marina hat ihren eigenen Weg gefunden, das Elend zu ertragen: Sie geht von Saal zu Saal und erinnert sich der Meisterwerke, die vor dem Krieg dort hingen. Sie sieht anmutige Gesten, betörende Farben, die Strahlkraft des Lichts. So entsteht in Marina das ganze Museum zu neuem Leben. Vor allem die Erinnerung an die Madonnenbilder und ihre Schönheit lassen sie alles überleben. Jahrzehnte später sind es wieder die Madonnenbilder, die ihr Trost spenden. Marina, deren Gedächtnis sie immer häufiger im Stich lässt, flüchtet sich erneut zu den Bildern und erlebt noch einmal Geborgenheit und Glück.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Einfühlsam und Komplex 8. Januar 2007
Von R. Keite
Format:Gebundene Ausgabe
Mit dem Palast der Erinnerungen hat Debra Dean einen schönen, phantasieanregenden, anspruchsvollen und dennoch leicht zu lesenden Roman geschaffen. Mich hat er gefesselt - in weniger als 2 Tagen habe ich ihn "aufgefressen"

... aber.... mit so einem Erinnerungs - Palast verbringt man auch gerne mal einen Sonntag lesend auf der Couch ;-)

Kunstinteressierte dürften sich über den Roman freuen, Debra Dean hat gut recherchiert, und vor allem sanfte Beschreibungen gefunden, die der Kunst gerecht werden ...

Was mich noch mehr als die Beschreibung der Erinnerungen an die Kunstwerke fasziniert, ist Dean´s Umgang mit der Alzheimer Krankheit. Sie beschreibt sowohl die Gedanken der alten Dame, Ängste, das "Wissen" von der eigene Krankheit, als auch den Umgang der Familie mit ihr, in realistisch - einfühlsamer Weise - ohne dabei die Probleme, die diese Krankheit auch für Angehörige mit sich bringt, aus den Augen

zu lassen.

Debra Dean dürfte es mit diesem Roman aber schaffen, auch Leser in den Bann zu ziehen, die sich bislang weder mit Kunst oder mit der Alzheimer Krankheit beschäftigt haben. Der Roman ist derart komplex, dass wohl

jeder Leser ein anderes Thema für sich gewinnt.. Denn neben der Kunst und der Alzheimer Krankheit beschäftigt sich Debra Dean auch mit der Kriegssituation in Leningrad, der Flucht, die Angst um den Geliebten Mann, dem Alltag im Krieg und nicht zuletzt dem Umgang mit dem Tod in Kriegszeiten.

Auch von mir gibt es die volle Punktzahl... 2-3 Kritikpunkte fallen mir zwar auch ein, aber die gewichten einfach nicht und bleiben daher unerwähnt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
zart und hart zugleich 21. Juli 2006
Format:Gebundene Ausgabe
ein buch dass man weiterschenken und immer wieder empfehlen möchte: selten so eindringliche schilderungen von hunger und angst gelesen - und selten eine so schöne, stimmige idee gesehen, sich dem thema alzheimer zu nähern. bestimmt nicht nur für menschen, die sich mit der krankheit irgendwie auseinandersetzen müssen - ein buch über liebe, schönheit und über kraft der imagination. volle punktzahl, gerade für die übersetzung
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Heike Geilen HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Im Winter 1941, die Deutschen stehen kurz vor Leningrad, packt die junge Museumsführerin Marina in der Eremitage die Kunstschätze für den Abtransport zusammen. Die Menschen bleiben zurück in der belagerten Stadt und mit ihnen der Hunger und der Tod.

Sie lebt mit ihrem Onkel und dessen Familie in den Kellern unter dem Museumsschloss, hält nachts auf dem Dach Wache, um Brandbomben möglichst schnell zu entdecken und zu entfernen. Um Kraft zu schöpfen, geht Marina durch die leeren Säle und ruft sich jedes Bild ins Gedächtnis - sie baut sich "Gedächtnispaläste". Es ist ihre Obsession. Die Erinnerung an die Gemälde helfen ihr gegen Kälte und Trauer.

Als sie über sechzig Jahre später an Alzheimer erkrankt und die Gegenwart um sie herum ins Dunkel gleitet, stellt Debra Dean dies jedoch nicht als "Katastrophe" dar. Marinas Aufmerksamkeitsspanne wird zwar geringer, aber dadurch kann sie sich - wie durch eine Lupe - besser auf die kleineren Freuden und Genüsse des Lebens konzentrieren und... Es sind die Bilder der Eremitage, die in ihrem Gedächtnis weiterleuchten.

Marina verwebt die Erinnerung der Bilder mit der Wirklichkeit.

Die Romanhandlung verläuft in zwei parallelen Szenarien: einerseits das von den Deutschen belagerte Leningrad, in dem die hungernden Menschen versuchen, ihre Menschlichkeit zu bewahren. Andererseits die USA heute, wo die an Alzheimer erkrankte Marina in ihrer eigenen Erinnerungswelt lebt, teilweise ihre Kinder nicht mehr erkennt.

Es ist ein erstaunlich reifes Buch. Liebevoll, romantisch, anrührend und realistisch in der Schilderung des Krieges wie der Schönheit der Bilder, die ihre Heldin Marina sich zu bewahren versucht. Es ist eine erstaunliche Collage aus Liebes-Kiegs-Überlebensroman.

Debra Dean sendet einen tröstlichen Gedanken in ihrem Romandebüt:

Es ist die Schönheit der Kunst, die jede Finsternis erhellt.
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