Wenn man "Der Palast von Alhambra" das erste Mal spielt, fällt der Einstieg durch die übersichtliche Anleitung sehr leicht. Die verschiedenen Möglichkeiten, die man während seinem Zug alternativ hat, sind sehr ausführlich und verständlich erklärt. Außerdem erleichtern Abbildungen das Verständnis, beispielsweise bei den Bauregeln. Alles in allem ist die Spielanleitung wirklich gelungen, Unklarheiten oder Streitigkeiten wegen schwammiger Formulierungen, wie sie leider oft in Spielregeln zu finden sind, gab es bisher nie.
Das Spiel an sich ist dann sehr spannend: Stets wird darum gewetteifert, wer die meisten Gebäude einer Art hat, und damit die meisten Punkte absahnt. Zu großen Teilen kommt es bei diesem Spiel auf Strategie an. So muss man immer darauf achten, was die Mitspieler für Gebäude haben, und ob sich eine Investition in eine bestimmte Gebäudeart überhaupt noch rentiert. Oft ist es dann sinnvoller, abzuwarten und in einem Zug einfach nur seinen Geldvorrat aufzufüllen. Dies hat dann später den Vorteil, dass man leichter passend bezahlen kann, besonders wenn man auch mal kleinere Beträge nimmt. Und wenn man passend zahlt, darf man gleich noch mal, was einem dann wieder Vorteile bringt.
Ein Kritikpunkt ist für mich, dass man bei diesem Spiel leider viel zu wenig mit den Mitspielern interagiert. Zwar muss man die Gebäudeplättchen der anderen stets im Auge behalten, aber sonst hat man mit den anderen Spielern nicht viel zu tun. Dies ist auch der Grund, weshalb das Spiel für mich nicht die volle Wertung erhält.