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Paladin [Gebundene Ausgabe]

Perry Rhodan
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 413 Seiten
  • Verlag: Edel (1991)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3811820559
  • ISBN-13: 978-3811820555
  • Größe und/oder Gewicht: 19,9 x 13,2 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Weiterhin befindet sich die CREST IV mit 5000 Menschen an Bord in der fernen Galaxis M 87, von wo ohne Hilfe der dortigen Herrscher keine Rückkehr in die heimatliche Milchstraße möglich ist. Alle Versuche Perry Rhodans, friedlichen Kontakt aufzunehmen, scheitern an der Forderung, seine beiden halutischen Freunde Icho Tolot und Fancan Teik auszuliefern - was deren Tod bedeuten würde. Rhodan denkt nicht daran, die Haluter zu opfern. Er geht einen anderen Weg und versucht, mit tollkühnen Aktionen und Partisanenkampf an sein Ziel zu gelangen. Er fordert die Mächtigen der fremden Galaxis heraus und weiß, daß jeder Fehler das Ende der CREST und ihrer Besatzung zur Folge haben kann. Im 32 Millionen Lichtjahre entfernten Solsystem bereitet man sich inzwischen auf die erwartete Großoffensive der Zweitkonditionierten vor. Als es dann soweit ist und 500 Dolans Feuer und Venichtung zu speien beginnen, ruht die Hoffnung der Verantwortlichen auf sechs winzigen Menschlein und einem Giganten aus Stahl - dem PALADIN der Menschheit in einem Kampf der Titanen...

Auszug aus Perry Rhodan, Bd.39, Paladin von Perry Rhodan. Copyright © 1991. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Sie verließen den Hangar und gelangten in den Hauptgang, der zum Antigravschacht führte. Die Männer, denen sie begegneten, gingen grußlos an ihnen vorbei und starrten sie mit einer Mischung aus Mißtrauen und Ablehnung an. Der terranische Offizier, der sie begleitete, lächelte etwas verlegen. Vielleicht wurde er von den gleichen Zweifeln geplagt wie viele andere Besatzungsmitglieder der CREST IV.
Unmittelbar vor dem Antigravschacht blieb Fancan Teik stehen.
»Was geht an Bord dieses Schiffes vor?« fragte er.
Captain Atara Kawinati suchte im starren Gesicht des riesenhaften Haluters vergeblich nach einer Gefühlsregung. Er zuckte mit den Schultern.
»Ich verstehe nicht, was Sie meinen«, sagte er.
Teiks monströser Körper wurde von einem lautlosen Lachen erschüttert.
»Sie verstehen mich nicht? Ich bin überzeugt davon, daß Sie mich sehr gut verstehen, Captain, denn Sie bedauern es offenbar auch, daß wir zurückgekommen sind. Sie hätten es wahrscheinlich begrüßt, wenn wir von diesem Erkundungsflug nie zurückgekehrt wären.«
Kawinatis Gesicht rötete sich.
»Ich will nicht abstreiten, daß verschiedene Männer an Bord so denken«, gab er zu. »Für mich sind Sie jedoch unsere Verbündeten, die Loyalität verdient haben. Mir ist bekannt, daß Perry Rhodan eine ähnliche Einstellung vertritt. Sie brauchen sich also keine Sorgen zu machen.«
»Sorgen?« wiederholte Icho Tolot mit dröhnender Stimme. »Die Probleme der Terraner sind im Augenblick größer als unsere. Sie können jedoch nicht abstreiten, daß die Völker dieser Galaxis sie für Verbündete zweier Bestien halten. Aus diesem Grund wird man die CREST gnadenlos jagen. Es entspricht der Vernunft, wenn wir uns trennen.«
Kawinati sagte: »Ich glaube, daß es zu einer Trennung bereits zu spät ist. Man wird uns auf jeden Fall bekämpfen, auch dann, wenn Sie mit Ihrem Schiff einen anderen Kurs einschlagen. Wir können also zusammenbleiben und uns gegenseitig helfen.«
»Wir drängen unsere Hilfe nicht auf«, sagte Fancan Teik.
Der Captain antwortete nicht. Es gab genug Besatzungsmitglieder, die sich offen für eine Trennung von den beiden Halutern ausgesprochen hatten. Die Blicke, die man Tolot und Teik zuwarf, zeigten deutlich die Stimmung an Bord der CREST IV.
Kawinati versuchte, seine eigene Einstellung zu dieser Sache zu ergründen. Er konnte nicht bestreiten, daß auch er immer wieder an die Möglichkeit einer Trennung von den beiden Halutern dachte. Solche Überlegungen entsprangen dem menschlichen Selbsterhaltungstrieb und waren nur dann zu verurteilen, wenn sie über die Vernunft siegten.
Während Kawinati mit den beiden Halutern durch den Antigravschacht schwebte, dachte er über die Lage des Flaggschiffs und seiner Besatzung nach. Seit dem Verschwinden der Festung waren fünf Tage verstrichen. Die Kalender an Bord der CREST IV zeigten den 10. März 2436, ein Datum, das in über dreißig Millionen Lichtjahren Entfernung von der Erde nur eine relative Bedeutung besaß.
Die CREST IV umkreiste den äußersten Planeten des Truk-Systems. Auf Truktan, dem
Farmplaneten, herrschte Schweigen. Kawinati war sicher, daß irgendwo innerhalb der Kugelgalaxis M 87 bereits Vorbereitungen im Gange waren, um die CREST IV zu vernichten.
Die beiden Haluter, die vor einer halben Stunde unverhofft von einem Erkundungsflug zurückgekehrt waren, brachten sicher beunruhigende Nachrichten.
Die Gedanken des Captains wurden unterbrochen, als er zusammen mit Icho Tolot und Fancan Teik die Zentrale des großen Schiffes betrat. Als Chef des Robotkommandos kam Atara Kawinati oft hierher, so daß ihm die Bedeutung der Anlagen innerhalb dieses riesigen Raumes vertraut war.
Wie der Captain erwartet hatte, wurden Tolot und Teik auch in der Zentrale mit Schweigen begrüßt.
Perry Rhodan, Atlan sowie fast alle Offiziere und Mutanten waren anwesend. Tolot hatte seine und Teiks Rückkehr bereits über Funk angekündigt, ohne nähere Angaben über wichtige Entdeckungen zu machen.
Perry Rhodan kam den beiden Halutern entgegen.
»Sie sind schneller zurückgekommen, als wir erwartet haben«, sagte der Großadministrator. »Ich nehme an, daß Sie besondere Gründe dafür hatten, Ihren Erkundungsflug zu unterbrechen.«
Wie immer, wenn er in Rhodans Nähe war, fühlte Kawinati die Entschlossenheit und Ruhe dieses Mannes: Rhodans Verhalten ließ unschwer erkennen, daß er an einem Fortbestehen des Bündnisses mit den Halutern interessiert war.
»Wir sind zurückgekommen, um Sie zu warnen«, sagte Tolot. Er beobachtete die Offiziere, die langsam einen Kreis um ihn und Fancan Teik bildeten. Von irgendwoher kam ein gleichmäßiges Summen.
»Was ist geschehen?« erkundigte sich Perry Rhodan.
»Wir haben tausend Raumschiffe geortet, die von einer fliegenden Festung begleitet werden«, berichtete Fancan Teik. »Unsere Kursberechnungen haben ergeben, daß das Ziel dieser Flotte das Truk-System ist.«
Es war Atlan, der die nächst liegende Frage stellte: »Wann werden diese Schiffe hier eintreffen?«
»In viereinhalb Stunden Ihrer Zeitrechnung«, sagte Tolot.
»Ich habe damit gerechnet, daß wir früher oder später aus dem Truk-System fliegen müssen«, sagte Perry Rhodan. »Abgesehen davon gibt es für uns in diesem Raumsektor nichts mehr, was unser Interesse verdient hätte.«
Captain Kawinati erinnerte sich daran, daß die Wissenschaftler und Spezialisten an Bord der CREST IV in den letzten Tagen pausenlos damit beschäftigt gewesen waren, die Sternenkarten und positronischen Diagramme der Skoars auszuwerten. Der Captain war sicher, daß Perry Rhodan unter den zahlreichen Sonnensystemen, die in den Karten der Skoars verzeichnet waren, bereits einige ausgesucht hatte, die als neues Ziel für das Flaggschiff in Frage kamen.
Fast alle Männer an Bord hatten inzwischen durch intensive Hypnoschulung das Zentrumsidiom erlernt.
Perry Rhodan deutete zum Kartentisch neben der Hauptpositronik.
»Folgen Sie mir«, forderte er Tolot und Teik auf. »Ich will Ihnen zeigen, welches System wir jetzt anfliegen wollen.«
Kawinati hielt sich dicht hinter den beiden Halutern.
Auf der Projektionsfläche des Kartentisches war eine dreidimensionale Sternenkarte eingeblendet.
Perry Rhodan beugte sich über den Tisch. Zwischen den beiden Halutern wirkte er wie ein Zwerg.
Rhodan deutete auf einen besonders markierten Punkt der Karte.
»Dies ist das Truk-System«, erklärte er. »Wir sind uns darüber einig, daß wir hier nicht bleiben dürfen. Die CREST kann sich nicht in einen Kampf mit tausend Schiffen und einer Festung einlassen. Trotz der gegenwärtigen Lage bin ich nach wie vor dazu entschlossen, Kontakt mit den Völkern dieser Galaxis aufzunehmen.«
Tolot und Teik blickten sich an. Captain Kawinati glaubte zu spüren, wie die beiden Haluter sich lautlos verständigten. Auch die anderen Männer erkannten, daß zwischen Tolot und Teik eine stumme Zwiesprache stattfand. Einer der Offiziere räusperte sich durchdringend.
»Wir haben nachgedacht«, sagte Tolot schließlich. »Es bestehen keine Zweifel, daß der Haß der Völker in M 87 sich vor allem gegen Teiktos und mich richtet. Wenn wir erreichen, daß sich alle Gegner nur noch mit uns beschäftigen, haben Sie genügend Zeit, Kontakte mit fremden Intelligenzen aufzunehmen.«
»Sie wollen uns also verlassen«, sagte Rhodan.
»Davon kann nicht die Rede sein«, gab Tolot zurück. »Es ist eine Frage der Vernunft, wie wir uns jetzt verhalten.«
»Wir werden zusammenbleiben«, sagte Rhodan fest. »Niemand soll uns nachsagen, daß wir unsere Freunde im Augenblick der Gefahr im Stich gelassen hätten.«
Tolot bewegte sich unruhig.
»Es mag sein, daß Sie so denken, Perry Rhodan. Wie aber sieht es mit den vielen Männern und Frauen aus, die sich an Bord dieses Schiffes aufhalten? Sind Sie sicher, daß alle Ihren Standpunkt teilen?«
»Wahrscheinlich nicht«, gab Rhodan zu. »Aber das dürfen Sie diesen Menschen nicht zum Vorwurf machen.«
Icho Tolot straffte sich. Er schien noch größer zu werden.
»Wir trennen uns«, knurrte er.
»Einen Augenblick!« mischte sich Atlan ein. »Seit wann lassen sich unsere halutischen Freunde von falschem Stolz leiten? Die Vernunft gebietet, daß wir zusammenbleiben. Wir brauchen Sie, Tolot. Gerade hier in dieser fremden Umgebung sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen. Gefährdet sind wir in jedem Fall, auch wenn Sie sich mit Ihrem Schiff in eine andere Richtung entfernen.«

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3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Parallele Handlung 6. Januar 2001
Im ersten Teil des Buches werden Rhodans Kontaktaufnahmeversuche mit den Führern der Galaxis M87 geschildert. Dies geschieht letztlich durch den althergebrachten Einsatz seiner Mutanten und bietet daher anfangs wenig neues. Überraschend ist dann jedoch der Ausgang des Planes. Daher unbedingt lesenswert! Im letzten Drittel des Buches wird dann wieder auf die Abwehrkämpfe Bulls gegen die Zweitkonditionierten eingegangen. Der Schnitt ist ziemlich abrupt und man benötigt Zeit um sich in die neue Problematik einzulesen. Da der Leser jedoch weis, dass noch mehr als 20 Bände folgen, ist der Ausgang der Kämpfe von vornherein klar und bietet wenig Spannung - Daher Abwertung.
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