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Paladin (Perry Rhodan Silberband) Gebundene Ausgabe – 1991


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 413 Seiten
  • Verlag: Pabel-Moewig; Auflage: Lizenzausgabe (1991)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3811820559
  • ISBN-13: 978-3811820555
  • Größe und/oder Gewicht: 13,2 x 4,3 x 19,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Sie verließen den Hangar und gelangten in den Hauptgang, der zum Antigravschacht führte. Die Männer, denen sie begegneten, gingen grußlos an ihnen vorbei und starrten sie mit einer Mischung aus Mißtrauen und Ablehnung an. Der terranische Offizier, der sie begleitete, lächelte etwas verlegen. Vielleicht wurde er von den gleichen Zweifeln geplagt wie viele andere Besatzungsmitglieder der CREST IV.
Unmittelbar vor dem Antigravschacht blieb Fancan Teik stehen.
»Was geht an Bord dieses Schiffes vor?« fragte er.
Captain Atara Kawinati suchte im starren Gesicht des riesenhaften Haluters vergeblich nach einer Gefühlsregung. Er zuckte mit den Schultern.
»Ich verstehe nicht, was Sie meinen«, sagte er.
Teiks monströser Körper wurde von einem lautlosen Lachen erschüttert.
»Sie verstehen mich nicht? Ich bin überzeugt davon, daß Sie mich sehr gut verstehen, Captain, denn Sie bedauern es offenbar auch, daß wir zurückgekommen sind. Sie hätten es wahrscheinlich begrüßt, wenn wir von diesem Erkundungsflug nie zurückgekehrt wären.«
Kawinatis Gesicht rötete sich.
»Ich will nicht abstreiten, daß verschiedene Männer an Bord so denken«, gab er zu. »Für mich sind Sie jedoch unsere Verbündeten, die Loyalität verdient haben. Mir ist bekannt, daß Perry Rhodan eine ähnliche Einstellung vertritt. Sie brauchen sich also keine Sorgen zu machen.«
»Sorgen?« wiederholte Icho Tolot mit dröhnender Stimme. »Die Probleme der Terraner sind im Augenblick größer als unsere. Sie können jedoch nicht abstreiten, daß die Völker dieser Galaxis sie für Verbündete zweier Bestien halten. Aus diesem Grund wird man die CREST gnadenlos jagen. Es entspricht der Vernunft, wenn wir uns trennen.«
Kawinati sagte: »Ich glaube, daß es zu einer Trennung bereits zu spät ist. Man wird uns auf jeden Fall bekämpfen, auch dann, wenn Sie mit Ihrem Schiff einen anderen Kurs einschlagen. Wir können also zusammenbleiben und uns gegenseitig helfen.«
»Wir drängen unsere Hilfe nicht auf«, sagte Fancan Teik.
Der Captain antwortete nicht. Es gab genug Besatzungsmitglieder, die sich offen für eine Trennung von den beiden Halutern ausgesprochen hatten. Die Blicke, die man Tolot und Teik zuwarf, zeigten deutlich die Stimmung an Bord der CREST IV.
Kawinati versuchte, seine eigene Einstellung zu dieser Sache zu ergründen. Er konnte nicht bestreiten, daß auch er immer wieder an die Möglichkeit einer Trennung von den beiden Halutern dachte. Solche Überlegungen entsprangen dem menschlichen Selbsterhaltungstrieb und waren nur dann zu verurteilen, wenn sie über die Vernunft siegten.
Während Kawinati mit den beiden Halutern durch den Antigravschacht schwebte, dachte er über die Lage des Flaggschiffs und seiner Besatzung nach. Seit dem Verschwinden der Festung waren fünf Tage verstrichen. Die Kalender an Bord der CREST IV zeigten den 10. März 2436, ein Datum, das in über dreißig Millionen Lichtjahren Entfernung von der Erde nur eine relative Bedeutung besaß.
Die CREST IV umkreiste den äußersten Planeten des Truk-Systems. Auf Truktan, dem
Farmplaneten, herrschte Schweigen. Kawinati war sicher, daß irgendwo innerhalb der Kugelgalaxis M 87 bereits Vorbereitungen im Gange waren, um die CREST IV zu vernichten.
Die beiden Haluter, die vor einer halben Stunde unverhofft von einem Erkundungsflug zurückgekehrt waren, brachten sicher beunruhigende Nachrichten.
Die Gedanken des Captains wurden unterbrochen, als er zusammen mit Icho Tolot und Fancan Teik die Zentrale des großen Schiffes betrat. Als Chef des Robotkommandos kam Atara Kawinati oft hierher, so daß ihm die Bedeutung der Anlagen innerhalb dieses riesigen Raumes vertraut war.
Wie der Captain erwartet hatte, wurden Tolot und Teik auch in der Zentrale mit Schweigen begrüßt.
Perry Rhodan, Atlan sowie fast alle Offiziere und Mutanten waren anwesend. Tolot hatte seine und Teiks Rückkehr bereits über Funk angekündigt, ohne nähere Angaben über wichtige Entdeckungen zu machen.
Perry Rhodan kam den beiden Halutern entgegen.
»Sie sind schneller zurückgekommen, als wir erwartet haben«, sagte der Großadministrator. »Ich nehme an, daß Sie besondere Gründe dafür hatten, Ihren Erkundungsflug zu unterbrechen.«
Wie immer, wenn er in Rhodans Nähe war, fühlte Kawinati die Entschlossenheit und Ruhe dieses Mannes: Rhodans Verhalten ließ unschwer erkennen, daß er an einem Fortbestehen des Bündnisses mit den Halutern interessiert war.
»Wir sind zurückgekommen, um Sie zu warnen«, sagte Tolot. Er beobachtete die Offiziere, die langsam einen Kreis um ihn und Fancan Teik bildeten. Von irgendwoher kam ein gleichmäßiges Summen.
»Was ist geschehen?« erkundigte sich Perry Rhodan.
»Wir haben tausend Raumschiffe geortet, die von einer fliegenden Festung begleitet werden«, berichtete Fancan Teik. »Unsere Kursberechnungen haben ergeben, daß das Ziel dieser Flotte das Truk-System ist.«
Es war Atlan, der die nächst liegende Frage stellte: »Wann werden diese Schiffe hier eintreffen?«
»In viereinhalb Stunden Ihrer Zeitrechnung«, sagte Tolot.
»Ich habe damit gerechnet, daß wir früher oder später aus dem Truk-System fliegen müssen«, sagte Perry Rhodan. »Abgesehen davon gibt es für uns in diesem Raumsektor nichts mehr, was unser Interesse verdient hätte.«
Captain Kawinati erinnerte sich daran, daß die Wissenschaftler und Spezialisten an Bord der CREST IV in den letzten Tagen pausenlos damit beschäftigt gewesen waren, die Sternenkarten und positronischen Diagramme der Skoars auszuwerten. Der Captain war sicher, daß Perry Rhodan unter den zahlreichen Sonnensystemen, die in den Karten der Skoars verzeichnet waren, bereits einige ausgesucht hatte, die als neues Ziel für das Flaggschiff in Frage kamen.
Fast alle Männer an Bord hatten inzwischen durch intensive Hypnoschulung das Zentrumsidiom erlernt.
Perry Rhodan deutete zum Kartentisch neben der Hauptpositronik.
»Folgen Sie mir«, forderte er Tolot und Teik auf. »Ich will Ihnen zeigen, welches System wir jetzt anfliegen wollen.«
Kawinati hielt sich dicht hinter den beiden Halutern.
Auf der Projektionsfläche des Kartentisches war eine dreidimensionale Sternenkarte eingeblendet.
Perry Rhodan beugte sich über den Tisch. Zwischen den beiden Halutern wirkte er wie ein Zwerg.
Rhodan deutete auf einen besonders markierten Punkt der Karte.
»Dies ist das Truk-System«, erklärte er. »Wir sind uns darüber einig, daß wir hier nicht bleiben dürfen. Die CREST kann sich nicht in einen Kampf mit tausend Schiffen und einer Festung einlassen. Trotz der gegenwärtigen Lage bin ich nach wie vor dazu entschlossen, Kontakt mit den Völkern dieser Galaxis aufzunehmen.«
Tolot und Teik blickten sich an. Captain Kawinati glaubte zu spüren, wie die beiden Haluter sich lautlos verständigten. Auch die anderen Männer erkannten, daß zwischen Tolot und Teik eine stumme Zwiesprache stattfand. Einer der Offiziere räusperte sich durchdringend.
»Wir haben nachgedacht«, sagte Tolot schließlich. »Es bestehen keine Zweifel, daß der Haß der Völker in M 87 sich vor allem gegen Teiktos und mich richtet. Wenn wir erreichen, daß sich alle Gegner nur noch mit uns beschäftigen, haben Sie genügend Zeit, Kontakte mit fremden Intelligenzen aufzunehmen.«
»Sie wollen uns also verlassen«, sagte Rhodan.
»Davon kann nicht die Rede sein«, gab Tolot zurück. »Es ist eine Frage der Vernunft, wie wir uns jetzt verhalten.«
»Wir werden zusammenbleiben«, sagte Rhodan fest. »Niemand soll uns nachsagen, daß wir unsere Freunde im Augenblick der Gefahr im Stich gelassen hätten.«
Tolot bewegte sich unruhig.
»Es mag sein, daß Sie so denken, Perry Rhodan. Wie aber sieht es mit den vielen Männern und Frauen aus, die sich an Bord dieses Schiffes aufhalten? Sind Sie sicher, daß alle Ihren Standpunkt teilen?«
»Wahrscheinlich nicht«, gab Rhodan zu. »Aber das dürfen Sie diesen Menschen nicht zum Vorwurf machen.«
Icho Tolot straffte sich. Er schien noch größer zu werden.
»Wir trennen uns«, knurrte er.
»Einen...

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Kucher Wolfgang am 24. Oktober 2013
Format: Gebundene Ausgabe
"Woraus wieder einmal zu folgern wäre, daß nur Anstand, ethische Reife, Toleranz und Intelligenz bewertet werden sollten. Die äußere Erscheinungsform eines Lebewesens ist demgegenüber absolut unbedeutend." (S.340)

Zum Inhalt: Die großen Schwierigkeiten welchen sich die Terraner der CREST IV in M-87 gegenüber sehen haben ihren Ursprung nicht zuletzt in der bedingungslosen Loyalität zu den beiden Halutern Icho Tolot und Fancan Teik, die ebenfalls in M-87 gestrandet sind. Dies bedrückt die beiden Giganten zusehends, was sie den Entschluss fassen lässt, den Terranern durch ihre Abreise helfen zu wollen. Die Crew der CREST IV spricht ihnen jedoch in einer Abstimmung über diese Entscheidung in überwältigender Mehrzahl ihr Vertrauen aus, was die Haluter von ihrer Entscheidung abbringt.
Die wichtigste Währung in M-87 ist für Rhodan im Moment Information. Diese versucht der auf dem Erholungsplaneten Geegival zu erlangen. Zu diesem Zweck wird ein Raumer der Blauen gekapert und eine Truppe aus Getreuen statt der ruhig gestellten Besatzung nach Geegival entsandt. Dem dortigen Personal fallen die Terraner absichtlich dermassen auf die Nerven, dass ihre ständigen Nörgeleien über Unterbringung, Verpflegung usw. dazu führen, dass sie für die Zeit ihres Urlauber als Entschädigung für die Unannehmlichkeiten in das "Tal der Glückseligkeit" übersiedeln dürfen. Immer noch ahnt auf Geegival niemand, dass sie den als Blaue verkleideten Terranern damit in die Hände arbeiten, da sie sie in die Nähe eines Stützpunktingenieurs mit Namen Agen Thrumb gebracht haben.
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Von Gerhard Mader am 10. Juli 2014
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Wie immer eine spannende Lektüre , beinahe von Anfang an bis zum Ende . Ich habe schon den nächsten Band angefangen .
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Von Michael Gödecke am 29. November 2012
Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
Als Perry Rhodan-Leser der ersten Stunde macht es Spaß die Geschichten noch einmal zu Lesen. Jetzt in elektronischer Form mit einem Kindle
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