Dieser in erster Linie für jugendliche Leser geeigenete Roman
spielt in Silencia (=Ruhe, Stille), einer fiktiven Stadt in
Italien. Hauptperson ist die jugendliche Pala (palare = ital.:
sprechen), die eine Leseratte ist und überhaupt eine Vorliebe
für das gesprochene und geschrieben Wort hat. Pala lebt bei
ihren Pflegeeltern, sie weiß nicht, daß sie adoptiert wurde.
Eines Tages scheint eine seltsame Krankheit in Silencia
umzugehen, die Bewohner verlieren einzelne Worte, bzw. Silben.
Am schlimmsten trifft es einen ihrer Freunde, den Geschichten-
erzähler Gaspare, der über Nacht seine komplette Sprache
verloren hat. Pala entdeckt, daß fliegende Geschöpfe,
sogenannte Wortklauber dahinterstecken, die nachts den Leuten
die Worte rauben, doch niemand glaubt ihr.
Gleichzeitig mit dem Ausbruch dieser Krankheit ist Zitto nach
Silencia zurückgekehrt, der die alte Ruine hoch über der Stadt
bewohnt, die sich allmählich auf geheimnisvolle Weise wieder
von selbst zu einer Burg aufzubauen scheint. Pala ahnt, daß die
Ursache der Krankheit auf der Burg zu finden ist und macht sich
auf den Weg, doch Zitto hat den Eindringlingen zahlreiche Rätsel
in den Weg gelegt, die nur jemand lösen kann, der kreativ und
wortgewandt mit der Sprache umgehen kann. Pala nimmt die
Herausforderung an.
Die Geschichte beginnt als mysteriöses Abenteuer und driftet
schließlich ins Märchenhafte und Phantastische ab. Allerdings
hat der Autor es sich damit nicht leicht gemacht, sondern im
Gegenteil viele originelle Ideen rund um das Thema Sprache
eingebaut (so z.B. blühen in Zittos Garten Stilblüten), so daß
der Roman auch dem älteren Leser ein echtes Lesevergnügen
bereitet.