Fitchs eigenwilliger, bilderreicher, recht wortgewandter Schreibstil ist dabei zu Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, schlägt jedoch auf Dauer in seinen Bann. Dabei ist der Titel des Romans,"Paint it black", Programm: In dieser Geschichte geht es nicht nur um die Kunst, sondern man findet auch nichts Aufmunterndes, keine etwas positiveren, sonnigeren Seiten, außer in Josies sehnsüchtiger Erinnerung. Und das wirkt auf Dauer ziemlich bedrückend und macht die Lektüre etwas anstrengend. Trotzdem sind die Charakterportraits außergewöhnlich feinfühlig gezeichnet und auch recht facettenreich. Die Protagonisten dieser Geschichte wirken auf sehr reale Weise unperfekt: nicht liebenswert, aber lebensnah und vielseitig.
Insgesamt ist "Paint it black" recht lesenswert, aber man sollte hier nicht mit einer leichten Lektüre für zwischendurch rechnen. Wer jedoch etwas Anspruch, Spannung, bilderreiche Sprache und viel Emotion schätzt, der liegt hier richtig.