Man stelle sich folgende Situation vor:
Man steht in einer Gruppe. Da ist der Typ, der durch intellektuellem Hochmut alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Der Rest der Gruppe lauscht interessiert den Ausführungen des Egozentrikers. Um das alles nicht zu einer Ein-Mann-Show ausufern zu lassen, entschließt sich ein anderes Gruppenmitglied, mit einem Grinsen eine scherzhafte Bemerkung zu äußern, die dann auch noch falsch ankommt. Alles ist ruhig. Skeptische, ja fast schon hämische Blicke in allen Gesichtern. Ein verlegenes Husten. Dann die Bemerkung des Egomanen: Ja...wo war ich stehen geblieben?" Eine äußerst peinliche Situation ist entstanden.
Und genau so verhält es sich mit diesem Album. Was McLusky auf diesem Album loskloppt, ist einfach nur peinlich. Stoische Instrumentierung, wackelige Chöre, dazu der spastische, aber frenetische Gesang von Andy Falco" Falkous. Aber genau das wollen die drei Waliser auch, betrachtet man die zynischen, ja gerade schon humorvollen Lyrics.
Ein unkommerzielles, vom Albinismus durchzogenes, dreckiges Garage-Noise-Album mit Punk-und Hardcore-Ausuferungen. Billig, aber durchdacht. Zerfahren, aber durchaus hübsche Melodien.
Insofern sind auch nur Vergleiche zu Shellac oder Sonic Youth möglich.
Ein grandioses Album, welches nur noch "Do Dallas" toppen konnte.
8/10