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Paganinis Fluch: Die Geschichte einer Legende
 
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Paganinis Fluch: Die Geschichte einer Legende [Taschenbuch]

Werner Fuld
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 2 (1. April 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499233053
  • ISBN-13: 978-3499233050
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 11,4 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 443.641 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Werner Fuld
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Aufgrund der fürchterlichen Geschichten, die über Paganini kursierten, machte sich Padre Caffarelli auf den Weg zu dem Todkranken, in der Hoffnung, den Besessenen für die Kirche retten zu können. Nicht zuletzt konnte solcher Exorzistenruhm auch einen Karrieresprung auf der Himmelsleiter bedeuten. Da Caffarelli wusste, dass Paganini keine Pfaffen um sich duldete, tarnte er sich als Bewunderer der Geigenlegende. Der an Kehlkopfkrebs Erkrankte aber roch den klerikalen Braten; auf die scheinheilige Frage nach dem Geheimnis seines Instrumentes, krächzte Paganini dem Priester mit letzter Kraft entgegen: "In ihr steckt der Teufel!" Die Legende besagt, dass ein schockierter Padre überstürzt und ohne weiteren Segenstrost den unreinen Ort floh. Paganini starb, sein Ruf war gewahrt, der Fluch lebte weiter.

Obwohl der 1782 in Genua zur Welt gekommene Nicolo Paganini nicht gerade als Sympathieträger galt und sein Leben manch dramatische Wendung erfuhr, schafft Werner Fuld das Kunststück, aus sonst staubtrockener Biomasse eine veritable Burleske zu zaubern, ohne den Wahrheitsgehalt des Geschehenen auch nur einen Hauch zu verfälschen. Allein das Gezerre der Stadtoberen von Genua und Nizza, die den notdürftig konservierten Leichnam des Teufelsbündlers nicht in geweihtem Boden beerdigt sehen wollten, erinnert sowohl an eine Shakespearesche Komödie als auch an Hitchcocks Immer Ärger mit Harry. Im Streit um die letzte Ruhestätte, wurde der Saitenteufel aufgrund starker Geruchsentwicklung sogar kurzzeitig in einem Ölfass zwischengelagert. Eines kennzeichnete Paganini im Tode wie im Leben: Er wurde überall gefeuert.

Was hatte dieser Mann, der von einem despotischen Vater zum Geigespielen geprügelt wurde, keine ordentliche Bogenführung beherrschte, aber sämtliche Tierstimmen imitieren konnte? Allein in Ferrara fand sein berühmter Eselsschrei kein wohlwollendes Ohr, da die Bewohner dieser Stadt als geistig minderbemittelt galten. War die G-Saite seiner Geige, wie man munkelte, aus dem Darm der ermordeten Geliebten gefertigt? Seine Fingerfertigkeit jedenfalls, dies ist verbürgt, schickte Hoheiten und Fürstinnen reihenweise in die Ohnmacht. Ob das düstere Genie, das niemand je lachen sah, nun einen Pakt mit dem Teufel einging -- dieses vergnügliche Werk schließt die Akte. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Paganini stammte aus einfachsten Verhältnissen, er kränkelte sein Leben lang. Ein Sonderling, dem die Menschen mit Abneigung begegneten bis zu dem Moment, an dem er zur Geige griff und sie zur Raserei brachte. Sein Spiel hinterließ einen so ungeheuerlichen Eindruck, dass dem "Teufelsgeiger" jahrzehntelang ein kirchliches Begräbnis verweigert wurde. Dieser Musiker hatte auf die Menschen seiner Zeit eine Wirkung, vor der die Popstars unserer Tage verblassen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Einfach klasse! 31. Juli 2002
Format:Gebundene Ausgabe
In "Paganinis Fluch" schildert Werner Fuld nicht nur das Leben des Genies Paganini, sondern auch das des Menschen, der hinter diesem Genie steckt. Gleichzeitig räumt er mit den Gerüchten um den Virtuosen, der angeblich vom Teufel besessen war, auf. Ausgiebig geht der Autor auf die Konzertreisen des Meisters ein, ohne dass die Biografie langweilig wird. Vielmehr erhält der Leser eine Vorstellung von Paganinis Beliebtheit, aber auch von seiner dämonischen Wirkung auf sein Publikum.

Zusammenfassend kann ich dieses Buch allen wärmstens empfehlen, die sowohl eine interessante, als auch eine spannende Lektüre suchen. Es sollte jedoch ein gewisses Interesse für Musik vorhanden sein.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der erste Popstar 16. Mai 2002
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ein tolles und sehr aktuelles Buch. Paganini war zu seiner Zeit ein Popstar, gefeiert von den Medien, die Damen fielen reihenweise in Ohnmacht, um ihn herum bildeten sich die verrücktesten Legenden. In diesem Buch wird der Mensch, den seine Zeitgenossen als mit dem Teufel im Bund sahen, deutlich. Dieses Gerücht verfolgt ihn bis nach seinem Tod, weil die Kirche sich weigert, den "Teufelsgeiger" zu beerdigen. Sorgfältig recherchiert, brilliant geschrieben, räumt dieses Buch mit vielen Vorurteilen auf, die noch heute in den Köpfen spucken, wenn der Name Paganini als Synonym für brilliantes Geigenspiel verwendet wird. Eine spannende Biographie, gerade weil der Autor es vermeidet zu psychologisieren, sondern die Fakten für sich sprechen lässt.
Ich kann das Buch nur weiterempfehlen.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von MarkusR
Format:Gebundene Ausgabe
Werner Fuld beleuchtet aus heutiger Sicht das Phänomen des Niccólo Paganini.

Ausfürhliche Berichte über seine Konzerte und Konzertreisen runden das Bild ab. Hervorragend recherschiert erfährt man auch die Details über den Verbleib der Leiche.

Ein unbedingtes Muss für den ernsthaft an der Wahrheit interessierten Leser!

Dazu spannend und fließend geschrieben!
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