- Broschiert: 352 Seiten
- Verlag: rororo (1. August 1994)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3499134934
- ISBN-13: 978-3499134937
- Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 11,8 x 2 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 790.935 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktinformation
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Jeder der drei Männer beschließt, eine andere Strategie anzuwenden, um erfolgreich zu sein. Das Ambiente des Romans bietet Berlin. Ein Berlin, das mit der Mauer bereits der Vergangenheit angehört. Doch nicht nur die heutige Hauptstadt ist antiquiert, auch Eduard, die Hauptperson, ein Molekularbiologe, ist mit seinen 68er-Vorstellungen nicht mehr ganz taufrisch. Nach dem Tod seines Vaters verspürt er den Wunsch, selber Vater zu werden. Bis das klappt, hat Eduard einige Hindernisse zu überwinden. Die Beschreibung, wie Eduard als Naturwissenschaftler sein Problem systematisch anpackt und welcher Hilfsmittel er sich dabei bedient, gehört zum Witzigsten des ganzen Romans.
Peter Schneider hat mit dieser Geschichte eine Liebeserklärung an E.T.A. Hoffmann verfasst. Von ihm hat er nicht nur die Anfangsbuchstaben der Namen seiner Hauptpersonen ausgeliehen (Eduard, Theo, Andre), sondern auch die Idee der Rahmenhandlung. Das ganze Buch gleicht aber trotz der Anlehnung an das große Vorbild eher einer einzigen riesigen naturwissenschaftlichen Versuchsanordnung.
Ursprünglich sollte der Roman den Titel Versuchspersonen tragen, was passender gewesen wäre, denn exakt so sind die Personen geschildert. Es sind keine lebendigen Menschen, die in der künstlichen Atmosphäre des geteilten Berlins unter modellhaften Laborbedingungen agieren, es sind auf dem Reißbrett entworfene, durchkonstruierte Versuchspersonen. Es ist Peter Schneider gelungen, darzustellen, wie die bürgerliche Idee der Kleinfamilie auch den hartgesottensten 68er kleinkriegt. In seinem Fall sind es gleich drei Frauen, die alle von Eduard ein Kind erwarten und mit ihm zusammen die Idylle "Vater, Mutter, Kind" verwirklichen wollen.
Letztendlich beschreibt der Roman aber leider nur das Scheitern einer Idee mit einigen witzigen Anmerkungen. Für einen guten Roman ist das zu wenig. --Manuela Haselberger
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