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PLAQUE 02. Magazin für Wort und Bild
 
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PLAQUE 02. Magazin für Wort und Bild [Broschiert]

Johann Ulrich , Kai Pfeiffer
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Broschiert: 160 Seiten
  • Verlag: Avant-Verlag; Auflage: 1., Aufl. (September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3980772594
  • ISBN-13: 978-3980772594
  • Größe und/oder Gewicht: 24 x 16,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.466.130 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"PLAQUE" ist der Titel des "Magazins für Wort und Bild" aus dem avant-verlag. Mit Plaque wird dem internationalen Autorencomic im deutschsprachigen Raum ein Forum geboten. Plaque ist ein Comicmagazin in dem neben der Präsentation von Geschichten auch die Künstler selbst zu Wort kommen, darüber hinaus runden Beiträge zu den Bereichen Kunst und Illustration das Themenspektrum von Plaque ab.
Mit Beiträgen von Anke Feuchtenberger, David B., Nicolas Mahler, Ulli Lust, Horus und Matt Broersma.

Der Verlag über das Buch

Alle Geschichten sind in sich abgeschlossen und deutsche Erstveröffentlichungen! Auch in der 2. Ausgabe des "Magazins für Wort und Bild" lässt PLAQUE den Leser mit den abgedruckten Comics nicht alleine - immerhin ein Viertel des Magazins ist reiner Text - sondern bietet die Möglichkeit, die eigene Leseerfahrung mit der Selbstwahrnehmung der Künstler abzugleichen; ein für den deutschen Markt ungewöhnliches Konzept.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Experten wie Comicanalphabeten werden gleichermaßen angesprochen, denn PLAQUE funktioniert als Vertiefung vorhandenen Wissens ebenso wie als Einstieg in ein unterrepräsentiertes Medium. Das ist bemerkenswert und notwendig. Auch wenn man in Rechnung stellt, dass sich in den letzten Jahren einiges getan hat - noch immer findet nur ein schmales Segment des internationalen Autorencomics auf dem deutschen Markt eine angemessene Plattform. PLAQUE versucht, dieses Segment ein wenig zu verbreitern.
Wer sich für inhaltlich und formal anspruchsvolle Comics interessiert, muss einen dringenden Blick in PLAQUE 02 werfen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gelungene Mischung 24. September 2008
Neben Graphic Novels hat der Verlag aber auch ein Magazin für Wort und Bild" im Programm, von dem im September 2007 die zweite Ausgabe erschienen ist und das von dem Avant-Verleger Johann Ulrich und dem Künstler Kai Pfeiffer herausgegeben wird. Comicanalphabeten, so der Verlag, sollen genauso angesprochen werden wie Experten, denn das Konzept sieht vor, neben Comics verschiedener Autoren auch Essays, Interviews oder ähnliches in das Magazin aufzunehmen. So beginnt Plaque 2" mit einem Essay von Horus über die Definition des Comics. Für die genannten Comicanalphabeten auf jeden Fall ein interessanter, wenn auch kein wirklich gut geschriebener Essay, der den Blick des Lesers auf die unendlichen Möglichkeiten des Mediums Comic richten will, indem er sich mit verschiedenen Definitionen von Comic, dem Verhältnis von Wort und Bild auseinandersetzt und beides im Allgemeinen als zu eng kritisiert. Für Experten wird diese Diskussion nicht neu sein, für alle anderen jedoch ist es ein gelungener Einstieg in die Comics der hier vertretenen Autoren.

So verzichtet der Comic des Österreichers Nicolas Mahler vollständig auf Text, während die einzelnen Panels zum Teil wirken, als wollten sie den Leser auffordern, Unterschiede zu finden. Es folgt ein Comic des Franzosen David B., der 2005 mit dem Ignatz Award ausgezeichnet wurde. Im ersten Band seiner Serie Die Ereignisse der Nacht", der hier veröffentlicht ist, sieht sich der Protagonist mit traumhaften Begegnungen konfrontiert, in denen Bücher und Buchstaben eine herausragende Rolle spielen. Der Comic selbst verbindet Wort und Bild auf eher klassische Weise. Das gilt für Die Überfahrt" der Hamburger Professorin Anke Feuchtenberger nicht. Großformatige Bilder mit sehr wenigen oder auch gar keinen beigefügten Worten erzählen die Geschichte der Reise, in der der Leser die großen Leerstellen zwischen den Bildern alleine füllen muss. Alle, die Feuchtenbergers Arbeiten bisher nicht kannten und sich vielleicht fragen, was ihre Arbeit überhaupt mit Comic zu tun hat, wird das anschließende Interview bei der Auseinandersetzung unterstützen. Auch wirkt ganz besonders bei diesem Comic Horus` Essay nach. So gibt man dem ersten Impuls, diese Arbeit als fehl am Platz und nicht in ein Comicmagazin gehörig zu betrachten, nicht gleich nach. Die gebürtige Österreicherin Ulli Lust erzählt die wahre Geschichte der Julia Pastrana, die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts als Affenfrau" bekannt wurde. Dem Comic des in den USA geborene Matt Broersma wird ein kurzer Text von Paul Gravett vorangestellt, in dem Broersma sagt, dass seine Geschichten die Intimität eines handgeschriebenen Briefes oder einer Zeichnung aus dem Skizzenbuch" haben sollen. Ob ihm das in seinem Comic Hawaii" über den heruntergekommenen Journalisten Tobias Grimm gelingt, muss dann jeder Leser selbst entscheiden.

Fest steht, dass der Avant-Verlag mit seinem Anspruch, ein Magazin für Comicanalphabeten und Experten gleichermaßen zu schaffen, nicht zu hoch gegriffen hat und mit Plaque 2" tatsächlich beiden Gruppen gerecht wird. So präsentieren fünf ganz verschiedene Künstler ihre Arbeiten - als deutsche Erstveröffentlichungen übrigens. Der unbedarfte Leser wird durch die Textbeiträge motiviert, sich auf die Arbeiten einzulassen, selbst wenn sie auf den ersten Blick nicht allzu leicht verdaulich erscheinen. So wird eine Form der Auseinandersetzung forciert, die über bloßen Konsum hinausgeht, dadurch vielleicht anstrengender, im Gegenzug aber auch wesentlich interessanter ist. Auch die Experten werden in den zusätzlichen Texten die ein oder andere neue Information beziehungsweise Idee finden. Ihnen werden hier vor allem qualitativ hochwertige Comics internationaler Autoren geboten.

Eine gelungene Mischung aus tollen Comics und zusätzlichen Informationen. Mehr kann man sich von einem Comic-Magazin nicht wünschen.
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