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am 19. Februar 2012
Der PCTV Broadway S2 speist das über Satellit empfangene Fernsehprogramm in das heimische Netzwerk ein. Mehrere Satelliten (Diseq) werden unterstützt. In meinem Fall ASTRA und HOTBIRD. Senderlisten werden komfortabel über das Internet geladen und brauchen nicht per Sendersuchlauf langwierig ermittelt werden. Ein Sendersuchlauf ist aber möglich und findet dann doch noch einige Sender mehr....ob man die benötigt mal dahin gestellt.

Die allgemein gebräuchlichen Sender werden in einer Favoritenliste abgelegt, die man auch selbst editieren kann.

Die Inbetriebnahme der Clients ist äußerst einfach: iPod Touch, iPhone, iPad1, iPad2 und iPad3 sowie MAC und PC zeigen die Senderlisten übersichtlich und gerätespezifisch im Browser an, den Broadways S2 als Server bedient. Die Auswahl der Sender ist einfach. Bis zur Anzeige der Sender dauert es jedoch immer locker 10 Sekunden - hier ist also (noch) etwas Geduld erforderlich. Aber vielleicht ändert sich das ja mit den kommenden Frmware Aktualisierungen.

Aktuelle Firmware wird auf einer Supportseite zur Verfügung gestellt. Diese muss jedoch erst auf den heimischen PC geladen werden und kann dann über die entsprechende WEB Seite des Broadway per Upload aktualisiert werden. Eine Aktualisierung ohne diesen Umweg wäre wünschenswert. Der aktuelle Weg ist aber kein Beinbruch.

Das kleine Kästchen steht bei mir auf dem Dachboden direkt am SAT-Switch uns speist sein Programm über einen Devolo Strom-Netzwerkadapter ein. Das ginge theoretisch auch per WLAN - habe ich aber nicht getestet, weil der WLAN Empfang auf dem Dachboden schwach ist.

In jedem Fall braucht der Broadway S2 einen Anschluss an den heimischen Router über den die Clients dann das Fernsehprogramm erhalten.

Einen Programmguide (EPG) sucht man leider vergebens - für ein Gerät, das 200€ kostet ist das schwach. Aber vielleicht kommt da noch etwas.

Da der Broadways S2 nur ein Empfangsteil hat kann auch immer nur ein Client das Fernsehprogramm empfangen. Auch wenn zwei Clients versuchen das gleiche Programm (z.B. ZDF) zu empfangen ist das nicht möglich. Der zweite Client erhält eine entsprechende Meldung.

Weiterhin sind nur frei empfangbare Programme zu sehen. SKY Kunden müssen weiterhin auf ihren Receiver zurückgreifen, den man aber mit einem Infrarot Sender, der bei Broadway mitgeliefert wird auch über letzteren steuern könnte. Das ist m.E. aber eine Bastellösung, die ich auch nicht ausprobiert habe.

Alles in allem also eine solide Lösung ohne große Komfort-Features und aktuell noch etwas langsam. Die noch nicht aktivierten USB Ports lassen ebenfalls auf Weiterentwicklung hoffen (Anschluss USB Stick oder Festplatte zur Aufnahme).

01.04.2012 (Nein, kein Aprilscherz... :-)

PCTV hat eine neue Beta Firmware bereit gestellt, die unter

[...]

geladen werden kann. Damit ist nun auch die Unterstützung der USB Buchsen aktiviert und man kann Sticks oder Festplatte zur Aufnahme anschliessen. Weiterhin werden jetzt die EPG Daten der laufenden und der kommenden Sendung angezeigt.
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TOP 500 REZENSENTam 2. Juli 2015
Die Einrichtung ist wirklich supereinfach :
- Gerät ans LAN anstecken und mit dem Multischalter verbinden (oder einem Ausgang am Single-, Twin- oder Quad-LNB)
- http (doppelpunkt slash slash) distan (dot) tv (DANKE AMAZON FÜR EURE AUTOMATISCHE AUSBLENDUNG VON ECHTEN URL's) mit einem Browser im gleichen Netzwerk aufrufen
...schon gehts los mit dem Assistenten. Und am Ende funktioniert wirklich im Browser schon das TV gucken !

Auf allen Geräten ausser iOS kann man mit dem Browser TV schauen (also keine App nötig), bei Apple gibts eine kostenlose App.

Die Box hat auch einen FBAS Eingang, diesen kann man zusätzlich an seinen sky-Receiver anschliessen, dann kann man auch unterwegs sky gucken (und zwar OHNE die Beschränkung von sky Go, dass man im deutschen Internet sein muss, also ohne VPN nix im Ausland). Wer keinen Sat Port frei hat, kann über seinen normalen Receiver und dem beiliegenden IR-Sender schauen - das ist dann so wie die slingbox.

TIPP: Wer unterwegs TV schauen will, muss nur folgendes machen :
- In den Admin Einstellungen die IP Adresse fest einstellen
- im Router ein Port-Forwarding (eventuell mit Portumsetzung) auf diese IP Adresse einrichten
- eine DynDNS Adresse im Router einrichten
- schon kann man unterwegs durch aufrufen dieser URL TV schauen.
- Aber Achtung : bei Internet über 3G/4G nur bei Zugängen ohne Volumenlimit sinnvoll, ansonsten ist schon nach Minuten das Monatslimit verbraucht.
- man kann die Bitrate im Zugangsprofil "lokal" zwischen 400kbit und 8500kbit einstellen, beim Profil "Internet" zwischen 150kbit und 2200kbit. Das sollte dann auch bei langsamen Links noch ein Bild liefern, wenn auch dann pixelig. Bei internem Zugang und 8500kbit hat man wirklich noch HD.
- Wenn der Heimanschluss parallel genutzt wird, sollte man im Router eine Priorisierung für die Box einstellen. Bei der Fritzbox geht das unter "Internet-Filter-Priorisierung". Wenn man absolut sicher sein will, dass man ungestört im Ausland schauen kann, sollte man den Filter unter "Echtzeitanwendungen" einrichten, sonst reicht "Priorisierte Anwendungen". Dann einfach die Box auswählen und "Netzwerkanwendung: Alle" auswählen.
- für einigermaßen Qualität sollte der Uplink zuhause mindestens 800kbit haben, und zwar auch abends, wenn alle Nachbarn auch online sind ! Hier könnte die übliche Mogelei bzw Überbuchung der Leitungen seitens der Provider ein Problem sein. Der Downlink im Zielland ist normal kaum ein Problem, ausser man hat ein (üblicherweise) total überlastetes Hotelnetz.
- Wenn ihr mehr Infos braucht, bitte einen Kommentar schreiben, dann schreib ich mehr dazu.

TIPP : Da die pctv nur eine ausgehende Verbindung auf einem eigentlich beliebigen Port (je nachdem was man im Port Forwarding seines Heimrouters einstellt) braucht, kann ein Systemadmin zB in der Arbeit auch das Signal in der Firewall nicht sperren. Wer also auf seinem Arbeitsplatz-PC ins Internet kommt, und im Browser Flash eingeschaltet hat, kann auch pctv schauen ;-)

TIPP : Es kann immer nur einer mit der pctv TV schauen. Der nächste bekommt die Meldung "Sender nicht verfügbar. Alle Resourcen des Servers sind in Gebrauch".

TIPP: Wenn diese Meldung kommt, ohne dass noch jemand wirklich auf die Box zugreift (ich hatte es auch schon, dass nach Ansehen einer Aufzeichnung kein LiveTV mehr möglich war), hilft meist ein Neustart der Box über's Admin-Menü.

NICHT SO SCHÖN :
- Unschön ist die sehr lange Umschaltzeit. Das liegt prinzipbedingt daran, dass das Bild erstmal einige Sekunden im Voraus gepuffert wird, bevor es angezeigt wird. Auf diese Weise können Paketverluste auf dem Übertragungsweg übers Internet ausgebügelt werden, weil verlorene Pakete nochmal angefordert werden.

- Videotext geht nicht (im Gegensatz zu einer slingbox - aber da kann man es auch vergessen, weil die Bedienung extrem zäh ist). Wer Videotext braucht, muss halt zusätzlich auf die Videotext URLs der Sender gehen.

Für alle, die im Ausland deutsches TV live gucken wollen, und die zuhause eine permanente Internetverbindung und einen freien Port am Multischalter haben, die günstigste UND beste Lösung (gibts auch nicht oft). Ich habe auch die slingbox und den eyetv netstream sat, und der pctv, speziell seine Software, ist einfach deutlich besser.

Eine reine IPTV-Providerlösung wie "Magine TV" ist zwar die ersten 3 Jahre vermeintlich billiger, aber auch damit kann man im Ausland nicht ohne zusätzliches VPN gucken, sonst kommt die Meldung "Wo bist du ? Dort bieten wir unseren Dienst nicht an" (oder so ähnlich...)

Im aktiven Betrieb braucht die Box 8,5W, im Standby Modus 3,5W. Wem das noch zuviel ist, kann die Box an eine fernschaltbare Steckdose (einfache IP-Steckdose oder irgendwas "SmartHome") anschliessen. Wenn man den Strom einschaltet, geht die Box automatisch an, man muss also keinen Taster oä. drücken.

UPDATE: Plötzlich konnte ich kein TV mehr schauen. Alles liess sich bedienen, EPG wurde upgedatet, aber es kam immer die Fehlermeldung "Alle Resourcen des Servers in Gebrauch". Der pctv Support kam nach einigen Tests zur Schlussfolgerung, dass die Box kaputt sein muss. OK, von amazon kam 2 Tage später im Vorabaustausch Ersatz. Und ? Selbes Problem !!!
Die echte Ursache war der Firefox. Möglicherweise durch irgendeine Inkompatibilität nach einem der automatischen Updates verursacht.
Chrome, IE und Opera funktionieren korrekt. Wer weiss wie lange, bis zu welchem Update.

NACHTRAG: Gestern wollte ich über das neue iPhone TV schauen. Also im App-Store gesucht - nichts. Nach einigem erfolglosen Recherchieren hat es in meinem heimischen WLAN funktioniert, indem ich nur http (dot slash slash) distan (dot) tv im Safari eingegeben habe, schon kam die Benutzeroberfläche der Box im Heimnetz. Wie das funktioniert, ist mir nicht klar - egal. Ich habe dann einfach einen Link auf dem Desktop erzeugt und voila! schon hatte ich mein Icon zum Schnellzugriff.

Ich freue mich über "Hilfreich" Bewertungen, das zeigt mir dass das auch jemand liest und spornt mich zum Weiterschreiben der Rezension an.
44 Kommentare|19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Februar 2012
Ich habe bisher vergeblich nach einer Möglichkeit gesucht Satellitenfernshen ins Internet zu streamen. Man ist ja doch hin und wieder im Urlaub bzw. dienstlich unterwegs und möchte doch auf sein gewohntes TV-Programm nicht verzichten. Die TV-Box "Broadway HD-S2" soll dies bewerkstelligen können, so bestellte ich mir als "Early Adapter" dieses Gerät.

Kurz und knapp: Die Box macht was sie soll.

Der Lieferumfang:

Ist großteils in Ordnung. Anstatt einer Bedienungsanleitung liegt nur ein kurzes und mehrfach gefalltetes Quick-Start-Blatt bei. Dies sollte auf alle Fälle geändert werden, da im Moment selbst auf der Homepage des Herstellers PCTV keine Bedienungsanleitung im PDF-Format erhältlich ist. Das sollte seitens des schnell geändert werden, denn für das terrestrische Modell "Broadway 2T" ist eine Anleitung vorhanden. Weiterhin liegt keine CD oder DVD mit Software bei, um das TV-Programm auch mit einer Windows-Applikation anschauen zu können.

Anschlüsse: Die Anschlüsse befinden sich bis auf den Ein-/Ausschalter (leuchtet durchgehend weiß) und einer USB-Buchse alle auf der Rückseite. Zwei weiteren befinden sich auf der Rückseite, welche aber im Moment ohne Funktion sind. Hier wäre der Anschluss eines externen USB-Speichermediums bzw. der Anschluss eines USB-Cardreaders zum Empfang von Pay-TV sicherlich eine sinnvolle Ergänzung und würde die kleine Box zu einem Multitalent machen.

Betrieb: Auf alle Fälle sollte vor dem Regelbetrieb ein Update der Firmware vorgenommen werden. Bei Erstellung des Artikels war dies Version 2.7.442 vom 01.02.2012. So ist ein stabiler Betrieb gewährleistet. Abstürze oder andere Ungereimtheiten traten bisher nicht auf, alles läuft stabil.

Software: Diese nennt sich "TV Center" und muss von der Homepage des Herstellers heruntergeladen werden. Das Paket für die TV-Software ist ca. 560MB groß, man benötigt aber nur einen Bruchteil der darin enthaltenen Anwendungen. Zu installieren ist lediglich das Programm "TV Center" mit der Versionsnnummer 6.4.1.858 oder höher. Leider benötigt man für die Nutzung des vollen Programmumfanges einen Seriencode, welcher aber nicht in der Verpackung mitgeliefert wird. So lässt sich nur eine Demoversion installieren (Laufzeit: 15 Tage). Weiterhin ist ein Patch (TVCenter_Hotfix_2) notwendig, sonst erkennt das "TV Center" die "Broadway HD-S2" Box nicht. In der Software lassen sich im Moment noch nicht die analogen Anschlüsse aktivieren, so dass das Anschauen von Zuspielungen eines externen Gerätes nur über die Streaming-Oberfläche möglich ist.

Streaming: Das Streaming funktioniert tadellos, sowohl im Heimnetz als auch via Internet. Das Umschalten dauert aber sehr lange und lässt sich nicht mit normalen Sat-Receivern zu vergleichen. Geduld wird auf alle Fälle benötigt. Folgende Testgeräte wurden benutzt:

- Windows 7 (32bit und 64bit) mit Mozilla Firefox und Google Chrome
- iPhone4S
- iPad
- Amazon Kindle Fire

Die Mobile-Devices wurden jeweils mit den jeweiligen Standardbrowser getestet. Auf jedem Gerät lassen sich zwei individuelle Einstellungen für die Viedoqualität speichern, je nachdem, ob man sich über das Heimnetz oder via Internet mit der Box verbindet. Die einstellbaren Bitraten liegen dabei im Bereich von 150kBit/s bis 8.500 kBit/s.

Z.Zt ungelöste Probleme: An die Box lassen sich externe Zuspieler via Composite oder S-Video anschließen. Bei mir ist dies eine Dreambox. Leider lassen sich keine Dreambox-Fernbedienungscodes für die "Broadway HD-S2" TV-Box anlernen. Umschaltungen funktionieren daher nur, wenn man den Umweg über eine separate App für iPhone (z.B. DreamOn) oder Android nutzt. Dazu muss die Dreambox aber ebenfalls via Internet erreichbar sein. Also eher eine Sache für "Experten".

Fazit: Klasse Box für das Empfangen aller seiner gewohnten Heim-TV-Programme weltweit. Wie in meiner Überschrift schon gesagt macht diese was sie soll, hat aber viel Potential nach oben. Vom Hersteller wünsche ich mir:

- schnellere Umschaltzeiten
- Auslieferung der Box mit einer Vollversion der TV-Software
- separate Apps für iOS und Android
- Freischaltung der USB-Anschlüsse für Speichermedien und Cardreader (erledigt: April 2012!)
- Unterstützung der Dreambox IR-Codes

Update 08.02.2013:

- Umschaltzeiten sind trotz Updates geblieben
- TV Software lässt immer noch nicht das Schalten auf die externen Eingänge zu
- App für iOS gibt es, aber auch dort können keine externen Eingänge ausgewählt werden
- Speichermedien und Aufnahme funktionieren
- immer noch keine Codes für die GigaBlue 800, auch das Anlernen funktioniert nicht
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am 16. März 2012
Nach dem Auspacken fällt erst mal auf dass das Typenschild "BROADWAY 2T" lautet. Die Schnellstartanleitung und Verpackung verspricht aber BROADWAY HD-S2. Tatsächlich ist in der Packung auch eine HD-S2 nur für ein neues Typenschild hat es offenbar noch nicht gereicht :-) Das die HD-S2-Version noch sehr neu ist sieht man auch daran dass sie derzeit auch noch nicht in der Tabelle mit den Quick-Start-Guides auf der Homepage des Herstellers zu finden ist. Man muss also noch mit der Papierversion Vorlieb nehmen. Das gilt leider auch für das ausführliche Handbuch das derzeit nur für die 2T-Version verfügbar ist. Dürfte aber nur eine Frage der Zeit sein, bis diese Dinge nachgeholt sind.

In meinem Fall wurde am 16.3.2012 eine Box mit Firmware V2.7.431 geliefert. Ein Blick auf die Firmware Download Seite des Herstellers pctvsystems.com zeigt dass inzwischen ein Fix am Kanalsuchlauf durchgeführt wurde und damit 2.7.442 aktuell ist. Der Update läuft vorbildlich und platformunabhängig. Keine EXEs,ZIPs oder sonstige unnötige Hürden. Einfach die Firmware auf die Platte herunter laden und im Admin-Bereich der Box auswählen und starten. Das könnte man problemlos mit jedem Smartphone aus der Hosentasche erledigen. Bei den vielen Windows-Only-Geräten ist so etwas ein echter Pluspunkt.

Hecktisches blinken verrät emsige Betriebsamkeit beim Speichern der neuen Firmware. Wie bei derartigen Vorgängen üblich sollte man jetzt tunlichst nichts an der Stromversorgung der Box ändern. Auch dieses Gerät durchlebt beim Speichern neuer Firmware instabile Zustände, die im Fall einer Stromunterbrechung ein lebloses Gerät hinterlassen können.

Die Anleitung verlangt zur Inbetriebnahme den Anschluss mit einem Netzwerk-Kabel an einen Router mit Zugang zum Internet. Da stellt sich natürlich gleich die Frage, was da wieder aus dem Haus kommuniziert wird ohne es dem Kunden zu verraten? Des Rätsels Lösung ist recht einfach. Die Box meldet sich wie jedes andere Gerät auch im Netzwerk an, indem es per DHCP eine Adresse erfragt. Da man die aber nicht kennt ist es oft schwierig bei der ersten Inbetriebnahme das Gerät zu finden. Wer jetzt nicht mit Netzwerk-Monitor oder IP-Scannern hantieren will braucht Hilfe. Genau dazu hat sich pctv-systems die Adresse distan.tv einfallen lassen. Über diesen Umweg wird der eigene Browser auf die Adresse der Box geleitet. Das ist zwar etwas mit Kanonen auf Spatzen geschossen, aber recht komfortabel. Wer keinen Internet-Zugang hat oder diesen Ausflug in den Rest der Welt aus anderen Gründen nicht mag, der kann auch einfach in der DHCP-Client-Liste seines Routers nachsehen und findet dort die Box und die Adresse mit der sie ohne Umwege erreichbar ist.

Ansonsten holt ein NTP-Klient noch Datum und Uhrzeit aus dem Internet. Auch das kann man ohne Internet später selbst einstellen. Der nächste Ausflug ins Internet kommt mit der Erstellung der Senderliste. Voreingestellt ist der Download der Senderliste aus dem Internet. Hier kann man aber auch den zwar deutlich langsameren aber ohne externe Hilfe möglichen Weg nehmen und die Senderliste durch Scannen am Satellit suchen lassen. Die letzte Seite der Schnellanleitung gibt dann auch Hinweise, wie man die Außenaktivitäten der Box abstellen kann. Einfach das Gateway auf IP 0.0.0.0 stellen. Auch ganz ohne Router und DHCP kann man die Box unter der Adresse 10.20.30.50 finden. Am besten stellt man gleich am Anfang eine statische IP-Adresse ein und speichert in den verwendeten Geräten eine passende Bookmark.

Der Ausflug über distan.tv hat aber noch einen anderen Vorzug. Man kann die Heimische pctv-Box auch unterwegs nutzen, ohne gleich DynDNS und dergleichen einrichten zu müssen. Wer also in Sachen digitaler Privatspeere nicht so empfindlich ist, kann seine Box bei distan.tv anmelden und danach bequem unterwegs über die eigene Sat-Antenne fernsehen. Interessant ist in dem Zusammenhang auch der Audio/Video-Eingang der damit auch erreichbar ist und zum Beispiel als IP-Babyphon mit Bild verwendbar ist wenn man statt eines Receivers eine passende Kamera mit Mikrophon anschließt. Leider wurden da die SW-Hausaufgaben noch unvollständig gemacht. Der theoretisch bequemste Weg, einfach eine USB-Web-Cam an einen der USB-Anschlüsse zu stecken geht leider nicht. Mal sehen was zukünftige Firmware-Updates da noch bringen werden. Auch Aufnahmen auf externen USB-Festplatten sind noch nicht möglich. Die USB-Anschlüsse sind derzeit noch komplett ohne Funktion.

Die Videowiedergabe erfordert ein Flash-Plugin im Browser und läuft leider nicht unter dem freien GNASH. Man hat sich zwar im Vergleich zum Mitbewerber Elgate deutlich mehr Mühe gegeben auch die Anhänger freier Software zu bedienen, aber hier stößt man dann doch an die Grenzen. Nach der Installation des Flash-Plugins von Adobe läuft das Fernsehbild dann. Allerdings ist eine unschönen Einblendung von flowplayer.org in der rechten oberen Ecke sobald man in den Vollbild-Modus schaltet.

Ein Portscan offenbart neben dem HTTP-Zugang auch einen offenen Telnet-Port. Mit dem Usernamen "admin" und dem Passwort dass auch schon für das Web-Interface genutzt wurde erhält man Zugriff auf eine BusyBox. Hier ist größte Vorsicht angebracht weil man tatsächlich als Root (UID=0 auch wenn das hier admin heißt) im Linux-System der Box ist. Damit ist auch schon geklärt, dass rooting/jailbreaking o.ä. nicht nötig ist (Dank an pctv-system). Dieser Weg öffnet für passend interessierte Zeitgenossen auch allerlei Bastelmöglichkeiten. So sind z.B. unter /etc_ro/pctv/settings die Sender und Favoriten-Listen abgelegt.

Die Box läuft mit einem Linux-Kern Version 2.6.21 auf einer MIPS 24K CPU die Teil eines Ralink RT3052 ist. Ein Samba-Daemon und ein USBFS in der Mount-Liste geben Grund zur Hoffnung dass zukünftige Firmware (vom Hersteller oder einer Comunity) aus diesem Gerät noch deutlich mehr herausholen werden. Eine interne Console ist als ttyS1,57600n8 zu finden. Das Root-Filesystem liegt in einer von sechs Partitionen eines Falsh-Speichers, der das einzige Block-Device realisiert. Vermutlich ist ein RT3662 SoC mit Ratlinks neuer Video Turbine Technik verbaut. Für den DVB-S-Empfang sind em28xx-Module geladen. Alles in allem sehr aussichtsreich für offene Softwareprojekte.

Das Sahnestück an dem Gerät ist der integrierte H.264-Kompressor-Chip, der es erlaubt das empfangene Video-Signal besser zu komprimieren als es vom Satellit ausgestrahlt wird. Vor allem ist es damit möglich die Bandbreite selbst vorzugeben. Mit Abstrichen bei der Qualität kann man damit auch über schmalere Netzwerkverbindungen fernsehen. Erst diese Funktion ermöglicht den sinnvollen Gebrauch über normale IP-Verbindungen außerhalb des eigenen LANs. Die Box beherrscht derzeit nur HTTP-Streaming und bietet dafür nur flowplayer, aber man kann den gesendeten flv-Stream natürlich auch mit Applikationen wie z.B. vlc abspielen.
vlc "<LINK>"
Der LINK besteht aus dem üblichen HTTP, der IP-Adresse der Box gefolgt von
/TVC/Preview?channel=79&profile=flv.1000k
die Anführungszeichen sind auf der Kommandozeile wegen der &-Zeichen nötig.
Das spielt den Kanal 79 mit 1Mb/s ab. Leider geht das immer nur für einen Klienten auch wenn man das gleiche Programm ansehen möchte. Jeder weitere erhält einen "400 Page not found". Auf diesem Weg konnte ich auch schon auf meinem Nokia-N900 flüssig über WLAN Fernsehen, was mir über Flash und flowplayer leider nicht gelungen ist. Es wäre wünschenswert dass die Web-Oberfläche optional auch den Stream-Link für einen externen Player zur Verfügung stellt.

Fazit: Eine sehr attraktive Hardware mit verbesserungswürdiger Software. Wer einfach nur auf einem Adobe-Flash fähigen Browser Satellitenfernsehen ansehen will, ist mit dem Gerät gut bedient. Die H.264-Kompression und die durchgängige platformunabhängige Bedienung über das Web-Interface sind deutliche Vorteile gegenüber dem Mitbewerber eyetv netstream sat DVB-S2.
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am 14. Juni 2015
Ich wollte das Gerät schon zurückschicken, auf Grund größerer Schwierigkeiten mit der Aufnahmebildqualität. Dank langer Rücksendefrist habe ich ein wenig länger experimentiert und bin jetzt ziemlich begeistert und würde mich freuen, wenn das Gerät noch lange aktualisiert wird und ein Erfolg bleibt . Daher folgende Tips :
- Verbindung über WLAN trotz n Standart hat bei mir schlecht funktioniert, daher verwendung von PowerLine (die Endgeräte zum Streamen können natürlich über WLAN am Router angeschlossen sein)
- Router muss für IPTV geeignet und eingestellt sein
- Das Gerät braucht den Kontakt zur Abschirmung des DVB-S Kabels, also F-STECKER RICHTIG MONTIEREN (Digitale SAT Anlage richtig ein- und ausrichten versteht sich von selbst)
- Sowohl bei einem USB 2.0 Stick als auch USB 3.0 Stick kam es nach ca. 10-15 min zu heftigen bleibenden Bildaussetzern in der Aufnahme. LÖSUNG : eine gewöhnliche externe USB 2.0 Festplatte FAT32 formatiert MIT EIGENER STROMVERSORGUNG.
-Für das formatieren einer externen größeren Festplatte mit WIN 7 braucht es ein Tool z.B. FAT32FORMATTER (höllisch aufpassen, dass man die richtige Platte formatiert, denn alle Daten sind weg)
-Damit die lokalen Einstellungen für die Streamauflösung gespeichert bleiben, muss in Firefox der Private Modus ausgeschaltet sein und die Chronik darf nicht gelöscht werden, andernfalls muss man in jeder Sitzung evtl. schnell die lokale Streamqualität anpassen, die anderen globalen Einstellungen bleiben aber immer gepseichert.
- Ja, die Umschaltzeiten sind lang, vermutlich weil die Streamqualität adaptiert werden muss, also nichts zum Zappen, aber tadellose Bildqualität bei gezieltem TV-Konsum egal auf welchem Endgerät im LAN (WAN habe ich noch nicht verwendet)
- die Aufnahmefunktion mit EPG ist sehr praktisch, weil alle Computer ausbleiben können.
- Nun hoffe ich, dass es lange hält
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am 26. Februar 2013
Nachdem mein TV Streming Provider seinen Dienst eingestellt hat, brauchte ich dringend eine Alternative, da es ja so ganz ohne deutsches Fernsehen auf Reisen gar nicht geht. Ich habe lange verschiedene Alternativen geprüft und mich letztendlich für die Broadway HD-S2 entschieden. Der Hauptgründe waren:

- Der Sat Tuner ist bereits integriert
- Man kann einen zweiten Tuner (DVB C, DVB T oder DVB S) anschließen, wenn man Pay TV streamen möchte. (Habe ich nicht getestet, da ich kein Pay TV habe)
- Anschluss für Vide
- Einfaches Setup

Al ich die Broadway auspackte machte sie einen qualitativ hochwertigen Eindruck. Die WLAN Antennen sind innenliegend und sie macht daher auch optisch einen gutes Bild. Die Installation nach Quickstart Guide ist problemlos und schnell. Ich hatte allerdings ein paar Probleme beim Sendersuchlauf. Zuerst fand die Box keine Sender, was aber definitiv an meinem Kabel lag. Mit einem neuen Kabel wurde Alles sofort gefunden. Mir scheint es so, als wenn die Broadway sehr empfindlich auf schlechte Verbindung zum LNB reagiert. Sehr praktisch finde ich, dass man Sendelisten direkt downloaden kann. Ich habe als nächstes ein Softwareupdate auf die neueste Version gemacht, um alle Funktionen wie Aufnehmen nutzen zu können (habe ich aber noch nicht ausprobiert. Nachdem das innerhalb von 20 min getan ist, kann man bereits im heimischen LAN / WLAN fersehen. Ich betreibe die Broadway über Kabel verbunden mit einer FritzBox7390, die auch als WLAN Router dient. Besonders gut ist, das man die Streaming Geschwindigkeit in Wlan und für's Internet separat festlegen kann. Ich nutze für's WLAN die max. Geschwindigkeit und habe ein erstaunlich gutes Bild :-))))

Um übers Internet fernzusehen, muss man vorher Ports im Router freigeben. Ich habe das vorher noch nie gemacht, mit Hilfe der Anleitung auch der Internetseite von PCTV kein Problem. Danach kann man sogar über 3G fernshen :-) Man braucht auch keinen DynDNS Service oder Ähnliches. Einfach die Box registrieren bei Distan.tv und ein Lesezeichen im Browser, fertig und geht.
Meine upload Geschwindigkeit ist vom Provider auf 1000 MB/s limitiert, so dass ich die Broadway mit Upload speed 900 MB/S betreibe. Das reicht aber locker aus für eine gute Bildqualität, natürlich nicht in HD Qualität. Generell dauern die Umschaltzeiten ziemlich lange, so dass Schnell Zapper wahrscheinlich eine Krise beim Warten bekommen werden. Ich dachte zuerst, dass sei nur beim Internet Streaming so, aber auch im heimischen LAN/WLAN dauert es lange.

Sehr entäuscht war ich von der App Win Extend im Appstore. Sie funktioniert zwar, macht aber auf dem Iphone 5 Probleme beim Wechseln der Ansicht von horizontal auf vertikal. Auch sonst hat sie einige andere Macken, so dass ich mich nicht weiter mit ihr beschäftigt habe. Mein Tip lasst die App im Store, auch wenn sich gratis ist und nutzt die Broadway über den Browser. Macht Euch einen Link auf den Home Bildschirm zum Lesezeichen und man erhält als Icon sogar das PCTV Logo.

Nachfolgend noch kurz die Nachteile der Broadway:

- Win Extend App nicht empfehlenswert
- Es kann immer nur ein Client die Broadway nutzen, unabhängig ob per LAN/WLAN oder Internet
- Sehr anfällig für schlechte Verbindungen zum LNB
- Lange Umschaltzeichen
- EIn CI wäre klasse für Diejenigen, die Pay TV haben (man spart sich den Umweg über den zweiten Tuner)

Fazit: Ich kann die Broadway S2 nur jedem empfehlen, der viel Reisen muss und nicht auf's heimische TV verzichten möchte. Der Preis ist angemessen und die Bildqualität ist auch übers Internet mehr als OK und das überall. Ganz wichtig für mich ist auch, dass man auch ohne tiefgehende IT Kenntnisse die Box zum Laufen bekommt und zwar ohne großes Theater. Trotz der Kritik an der App gibt's dafür auf jeden Fall 5 Sterne von mir.
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am 19. März 2015
Ich habe "diese" Box nun schon seit Jahren und bin von der Funktionalität voll zufrieden:
- Live-TV aus der Satelitendose direkt ins Netzwerk. Und dann von jedem Gerät entweder über die Browser Oberfläche oder per DLNA anschauen.
- EPG Übersicht für alle Lieblingssender, die sich automatisch aktuelisiert. Aufnahmen direkt darüber programmierbar.
- Die Aufnahmen können schon während der Aufnahme angesehen werden.
- Regelmäßige Firmware Updates, und die Funktionen werden jedes mal besser.
- Man kann die Datenrate der Übertragung wählen, und kann so zuhause in HD und unterwegs auf dem Handy im Mobilfunknetz schauen.

Leider ist mir inzwischen schon die zweite PCTV Broadway HD-S2 gestorben. Irgendwann wird sie unzuverlässig, und kurz darauf funktioniert das Fernsehen nicht mehr. In der Administration kommt im Menü "Sender" nur noch in rot der Hinweis "Kein Empfänger vorhanden". Da die Alternativen zur PCTV Broadway HD-S2 jedoch allesamt nicht so überzeugend sind, werde ich mir wohl oder übel die dritte davon kaufen.

Zur Bewertung: Eigentlich klare 5 Sterne, die Haltbarkeit ist leider eigentlich ein No-Go.
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am 20. Juni 2014
Generell bin ich vom Konzept des Gerätes überzeugt. Es macht auch was es soll, aber es gibt einige Dinge die zu verbessern sind.

1. Umschalten auf einen anderen Kanal dauert ewig. Wer mit dem Teil zappen möchte, sollte die Finger davon lassen. Der Kanalwechsel dauert mindestens 10 Sekunden. Hier hilft allerdings das EPG, das man sich parallel mit der Senderliste zum Bild anzeigen lassen kann. Hilft zwar nicht beim zappen, aber zumindest hat man eine Übersicht, was gerade läüft. Zusätzlich kann man sich auch die nächste Sendung anzeigen lassen, jedoch stellt sich bei mir diese Einstellung öfter wieder zurück. Hier bedarf es sicher noch einer Bearbeitung der Firmware.

2. Die PVR Bedienung ist (zumindest auf dem iPad) stark verbesserungwürdig. Man kann nicht vernünftig mit dem Zeitbalken navigieren. In der Vollansicht funktioniert das gar nicht und in der Miniaturansicht geht das nur in Riesenschritten.

3. Leider kann man immer nur mit einem Gerät gleichzeitig schauen, auch wenn es der gleiche Kanal ist.

4. Was mich allerdings am meisten stört, ist die Performance mit dem iPad (iPad2 16GB). Ich kann auf einem Windows-PC egal ob über LAN oder WLAN stundenlang ohne Probleme schauen, aber mit dem iPad sind 15 Minuten am Stück ohne Unterbrechung Glücksache. Das Bild bleibt bis zu 30 Sekunden stehen und dann kommt eine Fehlermeldung "Sender nicht verfügbar". Dann muß man wieder auf den Kanal tippen und es dauert 10-20 Sekunden, bis das Bild wieder da ist. Da kann man direkt neben dem Router sitzen. Der Support war am Anfang sehr bemüht und hat sich logfiles schicken lassen, aber mittlerweile bekomme ich keine Antwort mehr. Da Zattoo und die Livestreams der Sender ohne Probleme funktionieren, kann ich mein Netztwerk nahezu auschließen. Wenn man das noch in den Griff bekommen würde, wäre ich begeistert.

Was ich gut finde:
1. PVR Funktion. Man muß nur ein Speichermedium anschließen und anmelden und schon geht's los.

2. Zugriff über's Internet. Damit ist man in der Lage von überall auf das Gerät zuzugreifen und seine heimischen Programme zu schauen. Ich brauche das weniger, aber was dadurch auch geht ist eine Aufnahme von unterwegs zu starten.

Alles in allem finde ich das Gerät empfehlenswert, aber wer es nur mit dem iPad nutzen möchte, sollte sich das gut überlegen.
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TOP 50 REZENSENTam 17. September 2012
Stil: DVB-S2 (HD)|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
... verwirrte mich. Im Endeffekt hat es aber überzeugt.

Ich möchte an dieser Stelle daher mal völlig untypisch mit dem Fazit beginnen: Wer das Rumgehampel mit TV-Karten, Web-Fernseh-Software und dergleichen nicht mehr mitmachen möchte oder einer guten Möglichkeit sucht, das komplette Haus medial grundzuversorgen, der bekommt mit dem PCTV Broadway HD-S2 eine vergleichsweise kostengünstige (Preis-Leistung beachten!), einfach einzurichtende und auf diverse Endgeräte ausgerichtete Lösung. Man kann bei Bedarf dadurch sogar den sonst so obligaten "Fernseher im Kinderzimmer" ab einem bestimmten Alter vermeiden und die Kids gleich auf Tablets, Smartphones und Laptops eichen. ;-) Allerdings müssen sich die Kinder meiner Erfahrung nach dann auf einen (!) Fernsehsender einigen. Aber dazu weiter unten.

Die Broadway-Box liefert bei ausreichend Infrastruktur (vor allem vom WLAN her) eine gute Bildqualität, ist per LAN-Kabel vergleichsweise einfach zu konfigurieren und zickt auch bei komplexeren Netzwerken (wie bei mir daheim) nicht herum. Kaputt machen kann man die Box fast nur durch Stromunterbrechungen bei Firmware-Updates. Aber die sollte man (wie andernorts von Rezensenten schon angemerkt) ja eh vermeiden - Stromunterbrechungen ... nicht Firmware-Updates. Letztere bringen nämlich immer mal wieder neue Features mit und verbessern die Performance der Geräte von PCTV teilweise immens.

Darüber hinaus liefert PCTV seinem Kunden über distan.tv zusätzlich die Möglichkeit, das eigene Fernsehprogramm z.B. "mit in den Urlaub" oder "mit in den Bus zur Arbeit" zu nehmen. Der von PCTV angebotene Webdienst erlaubt es, ihr Fernsehprogramm über den eigenen Internet-Anschluss ins Internet zu streamen und dann von extern darauf zuzugreifen. Wer das nicht braucht oder (z.B. aus Gründen der Privatsphäre) nicht mag, der kann auch darauf verzichten. Interessanter wird dabei noch, daß man über die diversen Anschlüsse an der Box (z.B. via USB) theoretisch die Möglichkeit hat, z.B. eine Web-Kamera anzusteuern, die ihrerseits übers Internet gestreamt wird. Auch das ist eine tolle Idee - allerdings steht sie zum aktuellen Zeitpunkt bei der von mir benutzten Hardware noch nicht zur Verfügung (Firmware-Updates werden das sicherlich in Zukunft beheben - PCTV hält sich gemeinhin an ihre Produktversprechen).

Meckern auf hohem Niveau möchte ich mir nach dem guten Fazit allerdings auch gönnen: Ohne groß zu fachsimpeln (das haben andere Rezensenten ja zur Genüge getan) sei gesagt, daß Streaming auf flashfähige Browser eben doch nicht alle Endgeräte "erschlägt", aber sicherlich 95% und das ist in meinen Augen mehr als hinreichend, allerdings liefert flashbasiertes Streaming eben nicht die Top-Qualität, die das Gerät durchaus zu leisten fähig ist. Hierfür bedarf es die in der viel zitierten Rezension von Manfred Günzl angesprochenen Hilfsmittel wie VLC und auch mit diesen ist das Ergebnis im Moment noch suboptimal (weil z.B. nur ein Client gleichzeitig auf den Stream zugreifen kann). Hier lassen regelmäßige Firmware-Updates durch den Hersteller durchaus hoffen, aber die technischen Grundeinschränkungen (z.B. dass nur ein Sender gleichzeitig gestreamt werden kann), können auch Firmware-Updates nicht beseitigen.

Was mir ein wenig zu denken gibt, ist die Tatsache, dass man sich mit der Box ein weiteren Zugang zum eigenen WLAN legt, der noch dazu neben HTTP auch noch einen Telnet-Port offen hält, der einem Nutzer Zugriff mit Root-Rechten erlaubt. Ob das eine für Endnutzer sinnvolle Konfiguration ist, sei mal dahingestellt. Normalerweise würde ich es eher für fahrlässig halten, wenn ein Hersteller so eine "Hintertür" offen läßt, zumal der Standard-Admin-Benutzer mit einem Standard-Passwort darüber Zugriff auf die Box erhalten kann und ich aus der Erfahrung sagen kann, daß sehr viele Endnutzer die Standard-Passwörter nicht ändern. Es ist halt Geschmackssache, ob man so etwas für verantwortungsbewußt oder gut hält. Für mich als Technik-Begeistertem ist selbige Hintertür natürlich eher ein Grund der Freude. Man muß das Gerät nicht erst jailbreaken, um damit mehr oder weniger sinnvolle Spielereien zu veranstalten.

Im Vergleich mit dem Konkurrenten Elgato (eyetv) stellt sich PCTV mit der Broadway HD-S2 sehr gut auf, wird aber durch Geräte wie den Elgato EyeTV Netstream SAT Netzwerk-Tuner für DVB-S2 silber mit seinem interessanten Ansatz, zwei Sender gleichzeitig streamen zu können durchaus selber bedroht. Was PCTV definitiv absetzt ist der Versuch, plattform-unabhängig zu sein, was durch ein Webinterface erreicht wird, das (wie oben bereits angedeutet) allerdings Qualitätseinbußen bedingt, die man nur überwindet, wenn man dann doch auf einen installierten Player (z.B. VLC) zurückgreift.

Verwirrend ist übrigens (und damit sind wir wieder am Anfang dieser Rezension angelangt), daß man ein Gerät geliefert bekommt, das man so nicht erwartet. Es ist nicht so sehr die kleine Bauform, die in einem das Gefühl aufkommen läßt, etwas verpaßt zu haben, was Miniaturisierung angeht, sondern die Tatsache, daß das Gerät keine WLAN-Antennen mehr hat. Die sind vom Hersteller einfach weggelassen worden. Inwiefern sich das allerdings auf die Leistungsfähigkeit der WLAN-Komponenten auswirkt, kann man ohne Vergleich schlecht sagen. Ich würde jedoch durchaus auf Reichweiteneinbußen tippen.

Ansonsten grundsolide Technik, die allerdings eines Finetunings Bedarf, um den gerechtfertigten Ansprüchen der meisten Endnutzer zu genügen; das ist die Krux, an der PCTV noch arbeiten muß: Trotz des sehr guten Mail-Supports ist es eben besser, wenn Endkunden ein software-ergonomisch einwandfreies Produkt geliefert bekommen, das jeder Unbedarfte auf- und einstellen kann, um die maximale mögliche Leistung zu bekommen. Das ist aktuell nicht gewährleistet. Ich bin gespannt, ob man das noch nachliefern wird.
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am 22. Juni 2012
Eigentlich eine super Sache, man sollte allerdings sich etwas auskennen.
Hatte mir nach der Inbetriebnahme sofort dir "neueste" Firmware 2.7 ( Stand am 20.06.12) auf der Homepage runtergeladen. Komischerweise waren alle Privatsender nicht aufrufbar und die angekündigte Aufnahmefunktion war auch nicht zu finden. Nach Anruf bei der Hotline ( Gerät am besten austauschen) und durch zufälligen nochmaligen Durchstöbern der Homepage, habe ich im Downloadbereich die aktuelle Version ( Version 3.01...) runtergeladen.

Danach hat zu Glück alles funktioniert.

Leider fehlt eine wichtige Funktion. Wenn der erste Nutzer im Netzwerk sich einwählt, bestimmt er das Programm, klar nur ein Empfangsteil. Warum kann man den ins Netz gestellten Stream nicht auch für die anderen Nutzer freischalten, damit man parallel mitschauen kann, ein Hinweis, welches Programm gerade läuft und fertig. Das sollte doch zu machen sein......

Funktioniert auf Iphone und Ipad ohne Probleme und ohne App !!. Auf Android in der Version 2.3 kam erst nur ein Downloadpfeil im Browser, sonst nichts. Nach Herumspielen an den Eigenschaften des Browsers...weiß nicht mehr was ich alles geändert habe funktionierte es dort auch prima !
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