Ich habe das Gerät in der Hoffnung gekauft, dass es sich um eine sinnvolle Weiterentwicklung des Medion 24500 handelt, habe es jedoch aufgrund der folgenden Minuspunkte zurückgegeben:
- Der P24006 (MD 26004) arbeitet insgesamt recht behäbig. Der Kaltstart benötigt etwa eine halbe Minute. Aus dem Standby heraus kann man ein paar Sekunden sparen, weil dann die Suche nach einem Update entfällt. Wenn ein Update vorliegt (nur per Satellit möglich), muss man eine halbe Stunde dafür einkalkulieren. Der Programmwechsel dauert mir mit 2-3 Sekunden zu lange. Auch das Scrollen in längeren Aufnahmelisten erfordert mehr Geduld, als es mir wert ist.
- Die mitgelieferte Universalfernbedienung ist ein Graus. Viele Tasten, auch häufig benötigte, liegen viel zu eng nebeneinander, sind zu klein oder beides. Einhändig mit dem Daumen lassen sich praktisch nur die Lautstärke regeln und die Programme wechseln.
- Die Schriften vieler Bildschirm-Menüs sind viel zu klein und geben zum Beispiel bei den EPG-Texten trotzdem viel zu wenig aus. Man ist andauernd am Scrollen. Zum Teil mit der P+-Taste (oben!) nach unten und mit P- (unten!) nach oben. Insgesamt, besonders auch beim Bearbeiten der Senderlisten, wirkt die Oberfläche wie mit der heißen Nadel gestrickt. Als ob die Entwickler die Kiste selbst nicht mögen.
- Unter dem hochtrabenden Menüpunkt "Aufnahmemanager" finden sich lediglich die Optionen Wiedergeben, Wiedergabe fortsetzen und Löschen einzelner Aufnahmen. Schnittfunktionen oder das Überspielen von der internen Platte auf externe Medien: Fehlanzeige.
- Kleinigkeiten, aber auf die Dauer dennoch ärgerlich: Die Sprung-Funktion (Skip) bei der Wiedergabe ist fest auf +/- 30 s eingestellt. Mal eben 5 min Werbeblock überspringen (bei HD+ ohnehin nicht möglich) bedeutet also 10-mal drücken. Und einmaliges Drücken auf Pause ergibt nicht etwa eine Pause, sondern die Anzeige, dass gerade eine Wiedergabe läuft - nochmaliges Drücken führt dann endlich zur gewünschten Pause. Und umgekehrt.
- Die (zum Glück abschaltbare) Siebensegment-Uhr versprüht den Charme eines billigen Radioweckers. Im Takt des Sekundenpunkts wird die danebenliegende Ziffer dunkler und heller.
+ An der Bild- und Tonqualität (leise Festplatte, kein Zeitversatz zwischen Ton und Bild) habe ich nichts auszusetzen. Aber das gilt auch schon für das sieben Jahre alte Vorgängermodell.
+ Ein willkommenes, durchdachtes Feature: Beim Abschalten während einer Aufnahme fragt das Gerät nicht, ob es die Aufnahme beenden soll, sondern schaltet einfach Bild- und Tonausgabe ab, während die Aufnahme bis zum programmierten Zeitpunkt weiterläuft. Dieser Pluspunkt allein reißt es aber nicht heraus.