Aus der Amazon.de-Redaktion
Mit ihrem Debüt, dem Kinohit
Jenseits der Stille, der von Hollywood mit einer Oscarnominierung bedacht wurde, weckte die Regisseurin Caroline Link Erwartungen beim Publikum. Erwartungen, die sie mit ihrer Verfilmung des Erich-Kästner-Klassikers
Pünktchen und Anton nicht einlösen konnte. Warum?
Es ist nicht die Geschichte, denn mit dieser konnte sie nichts falsch machen: Die zehnjährige Louise (Elea Geissler), auch Pünktchen genannt, stammt aus reichem Hause, ihr bester Freund Anton (Max Felder), ist arm. Pünktchen möchte Anton, dessen Mutter (Meret Becker) schwer krank ist, nun gerne in irgendeiner Form helfen. Dies ist aber nicht einfach, denn ihre Eltern halten ihr Engagement für kaum mehr als eine kindliche Spielerei. In dieser Situation muss Pünktchen feststellen, dass Anton aus armen Hause stammen mag, dort aber eine viel herzlichere, liebevollere Atmosphäre herrscht als bei ihr daheim.
Der Film scheitert nun auf mehreren inszenatorischen Ebenen. Obwohl in den 90er Jahren angesiedelt, versucht Caroline Link dem Film eine Art Zeitlosigkeit zu verleihen, um die zeitlose Geschichte entsprechend zu adaptieren: Dies aber misslingt, da die lieblose Ausstattung des Filmes, die dem Charme der Dekoration eines Vorstadt-Möbelhauses entspricht, ganz einfach kein Gefühl der Zeitlosigkeit aufkommen lassen will.
Mehrere Gesangsnummern sollen dem Film nun die Leichtigkeit einer Disney'schen Familienkomödie verleihen. Dies aber funktioniert nicht, da die Melodien wenig eingängig sind und die dazugehörigen Tanznummern ganz einfach als verunglückt bezeichnet werden müssen.
Dies alles wäre wenig tragisch, wären die Charaktere stimmig. Sind sie aber nicht. Der Umgang der Figuren untereinander wirkt selten dramatisch. Es entwickelt sich eine unerträgliche "Wir sollten mal drüber reden"-Atmosphäre, die in das Zimmer eines Schulpsychologen gehört, auf der Leinwand jedoch deplaziert wirkt. So bleiben die Figuren Klischees, ohne Ecken und Kanten, die keine wirklichen Veränderungen durchmachen. Wer gut ist, bleibt gut, wer böse ist, bleibt böse. Und sollte sich jemand, wie Pünktchens Mutter (Juliane Köhler), doch noch charakterlich verändern, wirkt diese Veränderung unglaubwürdig und ist dramaturgisch kaum zu erklären. Das Ergebnis ist eine Ansammlung von Kompromissen; es ist ein Film, der niemanden weh tun und erst recht nicht in irgendeiner Form geistig überanstrengen soll. Wer aber keinerlei Risiken eingeht, ist am Ende zum Scheitern verurteilt. --Christian Lukas
Video Jakob Kurzinhalt
Pünktchen und Anton - beide zehn Jahre alt - sind dicke Freunde. Doch während Pünktchen in einem sorgenfreien Elternhaus aufwächst, gibt es in Antons Welt Probleme. Seine Mutter, die schon seit Wochen krank ist, droht ihren Job in der Eisdiele zu verlieren. Keine Frage für Pünktchen, daß sie alles daran setzen wird, Anton zu helfen - der Plan: Nächtliches Geldverdienen als Straßenmusikerin. Als ihre Eltern davon erfahren...
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Die zehnjährige Luise Pogge, genannt Pünktchen, Tochter aus reichem Haus, besucht in München das Gymnasium. Ihr Freund Anton lebt in bescheidenen Verhältnissen bei seiner geschiedenen Mutter. Da diese seit Wochen krank im Bett liegt, übernimmt Anton zwischenzeitlich deren Job in einer Eisdiele. Die Doppelbelastung führt dazu, daß seine schulische Leistungen nachlassen. Als Pünktchen von der Nebentätigkeit ihres Freundes erfährt, beschließt sie ihm zu helfen, was zu witzigen wie ernsthaften Verwicklungen führt.
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Wie schon in ihrem preisgekrönten Spielfilmdebüt "Jenseits der Stille" beweist die Regisseurin und Drehbuchautorin Caroline Link in dieser Erich-Kästner-Verfilmung ungeheueres Gespür für die Probleme Heranwachsender. Mit leichter Hand inszeniert, gekonnt besetzt, von Torsten Breuer ("Bandits") farbenfroh-klar fotografiert und Susann Bieling grundsolide ausgestattet, lässt dieser unterhaltsame Familienfilm leider etwas von der gesellschaftskritischen Tiefe der Vorlage vermissen. Dennoch sollten Kinder jeden Alters sowie junggebliebene Erwachsene gerne zugreifen.
Blickpunkt: Film
Anton wird immer schlechter in der Schule, da er seine kranke Mutter in der Eisdiele vertreten muss. Seine Freundin Pünktchen, Tochter aus gutem Hause, möchte ihm helfen. Sie will als Sängerin in der U-Bahn Geld verdienen. Erich-Kästner-Verfilmung von Caroline Link ("Jenseits der Stille").
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Der Kinderbuchklassiker in frischem Anstrich von Caroline Link auch für Erwachsene unterhaltsam umgesetzt.
Kurzbeschreibung
Pünktchen und Anton - beide zehn Jahre alt - sind dicke Freunde. Doch während Pünktchen in einem sorgenfreien Elternhaus aufwächst, gibt es in Antons Welt Probleme. Seine Mutter, die schon seit Wochen krank ist, droht ihren Job in der Eisdiele zu verlieren. Keine Frage für Pünktchen, dass sie alles daran setzen wird, Anton zu helfen - der Plan: Nächtliches Geldverdienen als Straßenmusikerin. Als ihre Eltern davon erfahren...
Produktbeschreibungen
Pünktchen und Anton - beide zehn Jahre alt - sind dicke Freunde. Doch während Pünktchen in einem sorgenfreien Elternhaus aufwächst, gibt es in Antons Welt Probleme. Seine Mutter, die schon seit Wochen krank ist, droht ihren Job zu verlieren. Keine Frage für Pünktchen, dass sie alles daran setzen wird, Anton zu helfen. Der Plan: nächtliches Geldverdienen als Strassenmusikerin. Bis die Eltern davon erfahren... Caroline Link (Jenseits der Stille) hat mit ihrem zweiten Film wieder ein Meisterwerk abgeliefert. Super witzig und sehr temporeich hat sie den Erich-Kästner-Klassiker der 30er Jahre ins heute verlegt und damit einen hinreißenden