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3.0 von 5 Sternen
Viel Licht und viel Schatten!, 30. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Pädagogische Psychologie: Ein Lehrbuch (Gebundene Ausgabe)
Es ist schon ein wenig merkwürdig. Nach Jahren des Studiums und der vollständigen Lektüre (bzw. zumindest dem "Querlesen") so einiger Fachbücher frage ich mich auch bei diesem Lehrbuch wieder einmal, warum ausgerechnet Psychologen sich merkwürdigerweise scheinbar oft unglaublich schwer tun, ein Lehrbuch zu konzipieren, welches gleichsam kompetent und vollständig, dabei aber auch lesbar(bzw. gut verständlich) und übersichtlich gegliedert, bzw. vielleicht sogar ein wenig optisch ansprechend aufgebaut ist (Das Auge "isst" ja schließlich auch beim Fachbuch mit ...). Sind hier einige maßgebliche Vertreter aus der Wissenschaft immer noch der (inzwischen völlig überholten) Ansicht, ein Fachbuch müsse unbedingt in sachlich-kühlem Stil daherkommen und ein möglichst unübersichtliches und langweiliges, wenig abwechslungsreiches Layout haben, um ja nicht in den Ruch zu kommen, "unseriös" zu sein? - Die Leidtragenden sind dann die Studenten, die mit diesen wissenschaftlich oft hochkompetenten, aber (Pardon!) nicht selten stinklangweiligen "Stand-Alones" die ohnehin harte Vorbereitungszeit zu ihren Prüfungen noch ein bissel mehr vergällt bekommen. Wie man so Lust darauf bekommen soll, auch mal ohne Prüfungs-druck in die Fachbücher zu schauen, erscheint dem betroffenen Betrachter jedenfalls schleierhaft (... gerade die Psychologen, denen ja eigentlich die maßgebliche Kompetenz in den Bereichen "Lernen" und "Motivation" zukommt, sollten es doch eigentlich besser wissen und auch machen können...?!). Die allgemeine Einleitung soll jedenfalls meiner (eher mittelprächtigen) Bewertung des Buches "Pädagogische Psychologie" von Krapp und Weidenmann begründend Vorschub leisten: Die Lektüre des Lehrbuchs wurde bislang von vielen Prüfern (jedenfalls solange es das gute alte Diplom noch gab ...) als Standardwerk und Ergänzung zu den entsprechenden Vorlesungen nicht nur empfohlen, sondern mitunter sogar für die Diplom-Prüfung vorausgesetzt ( ... wie das jetzt demnächst bei den bedauernswerten Opfern der quadratisch-praktisch-guten "Bologna-Bildung" aussieht, entzieht sich meiner Kenntnis). Inhaltlich bekam die/der Diplom-Anwärter/in ein wirklich kompetentes Lehrbuch, das ein fundiertes Grundlagenwissen der Pädagogischen Psychologie (und ein bisschen mehr ...) bot, mit der man sich jedenfalls tapfer und getrost für weite Teile der Prüfung rüsten konnte. - Allerdings: Es macht dann wirklich nicht sehr viel Spaß, das Lesen. Und übersichtlich ist das Buch auch nicht: Schon der "Über"-Blick ins Inhaltsverzeichnis verwirrt. Es ist zwar alles irgendwie da, aber der echte rote Faden will sich mir nicht recht zeigen - er wird (jedenfalls für mich) mancherorts kaum sichtbar! Stürzt man sich dann in die Kapitel, wird das nicht anders: Manches wird da kurz angerissen, verschwindet wieder und taucht dann ganz woanders in neuem Kontext wieder auf. Wenn man dann (wie so oft bei knapper Prüfungs-Vorbereitungszeit) noch mal das Wissen zu einem Thema zusammentragen will, hat man mit diesem Werk hier so seine Last! Die katastrophal unübersichtliche Subkapitel-Gliederung gibt einem dann meist den Rest und so mancher frischgebackene Psychologe erinnert sich NACH der Prüfung mit nur wenig akademisch klingenden Flüchen an das Verwirrspiel, welches hier geboten wird. Daher nur 3 Sterne: Ein wirklich umfassendes, kompetentes Lehr-Buch zur "PädPsy" - wäre es nur vernünftig konzipiert ... Schade ...
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
gut zum gezielten Nachlesen --- als Lehrbuch zu umfangreich, 1. Juni 2004
° Für Wissenschaftler sicherlich ein Standardwerk, das alle möglichen Bereiche der pädagogischen Psychologie in überzeugender Ausführlichkeit abdeckt. Studierende dürfte allein schon der Umfang von über 800 Seiten abschrecken, wenn sie eine Einführung in das Fachgebiet suchen (Tip: Päd. Psychologie von Perleth/Ziegler). Sicher empfehlenswert ist es dagegen für spezielle Fragestellungen bei Referaten oder Seminararbeiten, denn hier führt das Inhaltsverzeichnis schnell zum Ziel. Da es sich hier um eine Gemeinschaftsproduktion verschiedener spezialisierter Autoren handelt, ist sicherlich ein fehlender "roter Faden" zu bemängeln. Unzureichender Praxisbezug, eine Vielzahl an Theorien und Forschungsergebnissen wie auch der wissenschaftliche Sprachstil weisen das Buch eher als Nachschlagewerk für Theoretiker denn als Lehrbuch für spätere Praktiker aus. ~
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Kann mich mit diesem Buch nicht anfreunden, 7. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Pädagogische Psychologie: Ein Lehrbuch (Gebundene Ausgabe)
'Der' Krapp/Weidenmann veranlasst mich nach Langem mal wieder, eine Rezension zu einem Lehrbuch zu schreiben. Einem Großteil meiner 'Vorredner' kann ich mich nur anschließen: ich halte dieses Buch für eines der am schlechtesten geschriebenen Lehrbücher, die es nicht nur in diesem Fach, sondern generell für die Grundfächer des (Diplom-)Psychologie-Studiums gibt. Und Lehrbücher habe ich etliche in den letzten Jahren kennen gelernt, d.h. es liegt durchaus eine große Vergleichsbasis vor. Der Krapp/Weidenmann ist für mich sehr schwer zu lesen und ich halte ihn für extrems unübersichtlich. An einem Kapitel saß ich drei Tage, da es zum einen keinen Spaß machte zu lesen, zum anderen brauchte ich nach jeweils einer halben Stunde eine kurze Pause, um die Gedanken zu sortieren und neu Anlauf zu nehmen. Oftmals musste ich jeden Satz mehrmals lesen. Bzgl. Unübersichtlichkeit der Gliederung kann ich mich nur wundern, zumal es ein Lehrbuch der Pädagogischen Psychologie ist und die Herausgeber eigentlich wissen müssten, nach welchen Grundsätzen ein Lehrbuch zu gestalten ist. Bestes Beispiel hierfür sind die Übersichten zu Beginn jedes Kapitels, die in Mind-Map-Form gestaltet sind, wobei der Inhalt nicht geeignet ist, um in Mind-Maps dargestellt zu werden, was dazu führt, dass diese 'Übersicht' keinen Überblick gibt, sondern lediglich ein nett gezeichnetes Beiwerk zu Kapitelbeginn darstellt, das man nicht weiter wahrzunehmen braucht. Ein weiteres Beispiel sind die Zusammenfassungen am Ende der Kapitel, die schlichtweg keine Zusammenfassungen sind, sondern eher eine Einleitung, die am Anfang des Kapitels stehen sollte. Es handelt sich nur um eine Aufzählung dessen, was im Kapitel vorzufinden ist, à la "Unter 1 finden Sie ..., unter 1.1. ..." usw., aber ohne tiefer auf den Inhalt einzugehen. D.h. es reicht nicht, nur die Zusammenfassungen zu lesen, sondern man muss sich durch das komplette Kapitel durchboxen. Ein gutes Beispiel für ein Lehrbuch der Pädagogischen Psychologie, das nach den Grundgestaltungsregeln aufgebaut ist, und sogar den Personen Spaß macht, die sich ansonsten nicht so sehr für dieses Fach interessieren, stellt das Buch 'Pädagogische Psychologie' von Wolfgang Schnotz dar. Ohne Werbung machen zu wollen, zumal es nur einen Überblick über die Themen dieses Faches gibt (dies aber in sehr guter Form). Klar ist ein Lehrbuch nicht nur dazu da, 'Spaß' zu machen; andererseits sollte es einem auch die Lernmotivation stehlen! Ich gebe dem Buch - auch aufgrund seines durchaus geballten 'Wissens' - was natürlich vorteilhaft ist, insbesondere wenn man in diesem Fach beruflich tätig wird und mal eben etwas nachschlagen möchte - 3 Sterne. Ich gebe jedoch offen zu, dass ich deshalb letztendlich doch nur 2 Sterne vergebe, um das meines Erachtens zu gute Abschneiden bei den Bewertungen hier ein wenig in die/meine Realität zu schieben. Kaufen würde ich dieses Buch nicht und freiwillig nicht mehr Kapitel lesen als die sechs Kapitel, die wir für die Diplomprüfung lesen müssen.'Gut lern!' an alle!!
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