88 Tasten eines Flügels? Bug oder Heck eines Schiffes? Die letzte Straße von New York? In unseren Köpfen? ...
Giuseppe Tornatore verfilmte hier den Roman 'Novecento' von Allesandro Baricco.
Eine Geschichte über Danny Boodmann T.D. Lemon 1900 (Tim Roth), der vom Findelkind auf dem Flügel des Ballsaales zum gefeierten Pianisten des Ozeandampfers 'Virgian' wird. Sein Leben: der Flügel und das Schiff. Nur, wie wird sich 1900 entscheiden, als das Schiff zerstört werden soll ...
Ein Film, der es leider nicht in die Kinos in D geschafft hat, denn er lebt von den großartigen Bildern, die auf dem Fernsehschirm etwas an Größe und Impossanz verlieren, allerdings nicht an Aussagekraft!
Schöne Kamerafahrten, z.B. in die Augen eines Passagieres und dort spiegelt sich die Freiheitsstatue vor New York, schöner Musik von Ennio Morricone und einer hervorragender schauspielerischen Leistung von Tim Roth, der mal wieder mehr als brilliert.
Es gibt wenige Filme die solchen Tiefgang haben, dass man auf alle Fälle Taschentücher parat haben sollte, 'Die Legende des Ozeanpianisten' gehört definitiv dazu.
Gespickt mit humoristischen Elementen: eine Flügeltour bei Seegang durch den Baalsaal die in der Käptainskajüte endet, oder als sich 1900 mit DEM Jazzpianisten duellieren soll und dann ein Weihnachtslied anstimmt, arbeitet sich der Film langsam zum Höhepunkt ... Leben oder Legende ...
Ennio Morricone lieferte die passende Filmmusik stilecht mit Jazz und Ragtime, Roger Waters den wunderschönen Song 'Lost Boys Calling' im Abspann.
Absolut sehenswert!
Den einen Stern Abzug gibts für:
- OV nur mit deutschem UT
- nicht zwischen den Sprachen frei wählbar
- zuviel Texttafeln zum Lesen