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Bekannt geworden ist das Album wohl in erster Linie durch die Hits Maybe An Angel, Island, Sugar, Walk This World und Truth And Bone. Vor allem Island und Sugar stellen mit der Kombination aus zu Akustik-Gitarre vorgetragenen Versen (On The Vermont Transit Bus...) und ihren e-gitarren-lastigen Refrains absolute Höhepunkte dar und sind nach wie vor großartige Erlebnisse auf Konzerten. Beide Songs zeichnen sich darüber hinaus durch großartige Texte aus, die das Mitlesen im Booklet wert sind (das gilt für das gesamte Album).
Oyster besteht aus rockigen Songs mit außergewöhnlich schönen Melodien und Texten (Walk This World, Throwing Fire At The Sun, Maybe An Angel, Blue Black, Light Years und Verona), die mit viel Gefühl gesungen werden. Heather Nova nutzt die Variabilität ihrer Stimme perfekt aus, trotzdem oder gerade deshalb wirken die Songs sehr homogen.
Außerdem befinden sich auf Oyster erstklassige ruhigere Songs, die überwiegend akustisch begleitet werden und ebenfalls durch schöne Melodien und die einzigartige Stimme überzeugen (Heal, Walking Higher und Doubled Up), diese Songs laden zum Träumen ein und lassen live Gänsehautstimmung aufkommen.
Truth And Bone schließlich ist vielleicht der beste Song, den Heather Nova je gemacht hat: perfektes Arrangement, großartiger Text und eine bezaubernde Melodie. Und ihre Stimme klingt unglaublich schön (I've Got This Crazy Dream...) - kann man mit Worten nur unzureichend beschreiben...
Insgesamt ist Oyster ein sehr tiefgehendes Album, das trotzdem eingängiger ist als der Vorgänger Glow Stars. Daher eignet es sich auch sehr gut als Hintergrundmusik, die Melodien singt oder summt man meist automatisch mit. Aber Oyster ist es auch wert, ganz bewusst gehört zu werden. Denn dann fallen einem die Arrangements und vor allem die Texte erst richtig auf.
Anspieltipps: Truth And Bone, Heal, Island, Walking Higher, Doubled Up, Verona, Maybe An Angel, Light Years
P.S.: Fast alle Songs auf Oyster (außer Truth And Bone) klingen in den jeweiligen Live-Versionen (sämtliche Live-Versionen befinden sich auf Heather Nova's diversen Live-Alben oder als B-Seiten auf ihren Singles) noch besser als in der Studioversion.
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