Die gedruckte Ausgabe zeichnet sich durch ein übersichtliches Layout aus, welches nur vom leichten Durchschimmern der Seiten etwas getrübt wird, was sich wahrscheinlich aufgrund ihrer Anzahl nicht ganz vermeiden lässt. Die Definitionen finde ich im Vergleich zu anderen Wörterbüchern oft treffender und leichter verständlich. Kleine, an sinnvollen Stellen eingearbeitete Hinweiskästen, in denen wichtige Sachverhalte genauer erläutert, Begriffe gegenüberstellt, Synonyme aufgelistet sowie deren Gebrauch differenziert werden, machen die Arbeit mit dem Werk zur Entdeckungsreise und es macht Spaß darin zu lesen (was für ein Wörterbuch ja eher ungewöhnlich ist). Das Buch enthält viele S/W-Abbildungen und an vier Stellen im Buch mehrseitige thematisch zusammengestellte farbige Übersichten. Die wichtigsten Wörter der Sprache (die Oxford 3000, als Liste im Anhang enthalten) sind besonders fett gedruckt und mit einem Schlüsselsymbol versehen. Jeder Artikel ist gut sichtbar nach der Wortart in Absätze untergliedert. Dies ist sinnvoller als die Artikel zuerst nach ihrer Bedeutung zu untergliedern, die man ja gerade herausfinden will (vgl. Cambridge Advanced Learner’s Dictionary). Unterstützt wird dies noch durch verschiedene syntaktische und grammatikalische Hinweise und Zeichen, für die es sich auf jeden Fall lohnt die ausführlichen Erläuterungen im Anhang durchzuarbeiten, denn gerade durch diese genaue Analyse und Darstellung hebt sich das Wörterbuch von vielen anderen ab. Weist ein Wort deutlich unterschiedliche Bedeutungen auf, so werden diese durch leicht verständliche Schlagworte weiter in Unterabsätze unterteilt wodurch man zielsicher direkt zur richtigen Definition gelangt. Synonyme und Antonyme werden durch Symbole und Schriftart hervorgehoben, während sich feste Wortkombinationen (Phrasal verbs) und Idioms zusätzlich auch farblich abheben und so leicht auffindbar sind.
Bei der beiliegenden CD-ROM (Oxford Advanced Learner’s Compass) wurde leider nicht viel Wert auf eine gute Benutzbarkeit der Oberfläche gelegt, weshalb sie sich im Vergleich zu anderen elektronischen Wörterbüchern eher für eine gelegentliche Recherche eignet. Möchte man das Programm zum mühelosen Nachschlagen vieler Wörter benutzen, beim Lesen schnell die Aussprache eines Wortes akustisch überprüfen oder gar eigene Vokabellisten erstellen, ausdrucken oder die enthaltenen Vokabeln trainieren, so wird man besser zur beiliegenden CD-ROM des Macmillan English Dictionarys greifen. Zwar lassen sich die gröbsten Defizite bei der Bedienbarkeit der Compass-Software durch Veränderungen in den mitgelieferten Java Skript-Programmdateien zum Teil etwas mildern, aber optimal ist das nicht und eigentlich auch nicht Aufgabe des Benutzers.
Fazit: Für die hauptsächliche Arbeit mit einem gedruckten einsprachigen Wörterbuch ist das OALD7 unbedingt zu empfehlen. Wer das Buch nicht mitschleppen kann oder will und an einer mobilen gut durchdachten Programmoberfläche interessiert ist, sollte die CD-ROM von Macmillan in Betracht ziehen oder auf ein Update der Software warten.