Vor gut sechs Jahren haben die Musiker von the Notwist und Themselves, die sich auf der Tour durch Amerika einen Tourbus teilten, beschlossen, eine gemeinsames Projekt zu starten. Dies resultierte aus der Begebenheit, daß besagter Bus irgendwo im Nirgendwo eine Auszeit brauchte, und man gezwungen war, aus der vermeidlichen Misere das Beste zu machen. Das haben sie dann auch getan und die Welt bekam 13 & God geschenkt, ein Werk, das aus den jeweilen Bestandteilen eine perfekt auf einander abgestimmte Symbiose machte.
Heute, sechs Jahre später, trägt dieser neue Baum erneut Früchte. 13 & God setzen genau da an, wo das Debut aufhörte. Diese Platte wirkt noch mehr als das Erstlingswerk wie aus einem Guß. Sowohl die Melancholie von the Notwist, als auch die scheibare anteilnahmslose Lethargie bei den Rappassagen erzeugen eine etwas spookige Stimmung, teilweise würde spleenig auch gut passen. Doch bei all der Gegensätzlichkeit der verschiedenen Musikstile, die Kombination gelingt ihnen wiedermal hervorragend. Da wird man mit mehrstimmingen Gesangslinien rhythmisch durch die Sphären geleitet, oder von wunderschönen Melodien beglückt, bis es zu einer Kertwende kommt, die dann eine jähes Ende findet. Der Sound ist sehr organisch, will sagen man kann sehr differenziert einzelne Instrumente wahrnehmen, und ist mit den letzten Notwist Scheiben gut vergleichbar. Alles klingt sehr intim, so, als wäre man dabei.
Own your ghost hält das Versprechen vom Debut. Ein grandioses Album mit sehr viel Tiefgang.