Ein Mann wird erschossen, radioaktives Cäsium wird gestohlen. Das FBI und eine Heimatschutztruppe aus Los Angeles reissen den Fall an sich.
Ja, Harry Bosch ist wieder da. Zurück aus der Frühpensionierung, hartnäckig, unbequem und ohne Scheu, sich mit dem FBI anzulegen. Gegen alle Widerstände gräbt er so lange nach der Wahrheit, bis er sie gefunden hat. Und diese Wahrheit paßt nicht in die Wunschvorstellungen des FBI.
Das Buch ist spannend, keine Frage. Die Terrorismus-Paranoia ist ein neuer Aspekt. Allerdings fällt es mir schwer, hier mehr als 3 Sterne zu vergeben. Zu vorhersehbar ist die Story, zu bekannt sind mittlerweile die Versatzstücke: mysteriöser Mord, FBI mischt sich ein, Harry gerät mit einem FBI-Agenten aneinander, die alte Geschichte mit Rachel Walling wird wieder aufgekocht, ein schwieriger Partner, skeptische Vorgesetzte...hey, Michael Connelly, es wird Zeit, sich was Neues einfallen zu lassen. Mein Gefühl ist, dass es sich bei diesem Buch um eine Verlegenheitslösung handelt, zu der der Autor vertraglich verpflichtet war - das würde auch die Kürze erklären.
Wer Michael Connelly und Harry Bosch schätzt, kann sich auch diesen Band zulegen. Für eine erste Bekanntschaft mit dieser Figur gibt es bessere Titel.