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Over Mountain, Under Hill
 
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Over Mountain, Under Hill

Heart of Cygnus Audio CD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD (23. März 2009)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Just for Kicks
  • ASIN: B00261Y7YQ
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 238.454 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Duo Infernale !!! 17. Dezember 2009
Von kwichybo TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
Beim Schreiben einer CD-Rezension sollte man im allgemeinen ja immer vorsichtig mit ausufernden Lobeshymnen oder sich stetig wiederholenden Superlativen sein. Denn leider kommt es all zu oft vor, dass man im Übereifer zu euphorisch ist, und seine Meinung - wenn die Scheibe dann dann letztlich doch im Schrank versauert - wieder revidieren muss. Im Falle der kongenialen Rock/Metal-Newcomer HEART OF CYGNUS sieht die Sache jedoch ganz anders aus. Denn hier sind alle Vorschusslorbeeren mehr als berechtigt !!!
Ich kann mein Fazit daher gern vorwegnehmen: Der neue HEART OF CYGNUS-Longplayer "Over mountain, under hill" ist ein absolut atemberaubendes Ausnahme-Album einer ebenso atemberaubenden Ausnahme-Band, welches wirklich jeder begeisterungsfähige Stromgitarrenliebhaber dieses Planeten unbedingt gehört haben MUSS !!! Als Kritiker muss man sich dabei immer wieder vor Augen führen, dass es sich bei diesem supertalentierten Songwriter-Duo tatsächlich um Newcomer handelt, die bis dato eigentlich nur eingefleischten Szenekennern ein Begriff sind. Denn ähnlich wie auf ihrem ebenfalls fabelhaften Konzept-Debüt "Utopia" agieren Jeff Lane und Jim Nahikian auch auf diesem 50-Minüter wie absolute Profis, die schon längst auf dem Olymp ihres musikalischen Schaffens stehen. Es ist wirklich kaum zu glauben, dass bisher noch kein Label-Boss aus seinem Tiefschlaf erwacht ist, um HEART OF CYGNUS aus ihrem tristen Underground-Dasein zu erlösen. Denn auch "Over mountain, under hill" gehört zweifelsohne zum besten, was es im Genre Rock/Metal in den letzten Jahren überhaupt "auf die Ohren" gab.
Um den Sound dieses begnadeten Duos beschreiben zu können, muss man zunächst ganz weit in die Zeit zurückreisen, ehe man dann letztlich in den 70er Jahren angekommen ist. Denn als größte Inspirationsquelle des HEART OF CYGNUS-Sounds sind sicherlich die kanadischen Prog-Götter RUSH zu nennen, von denen man sich das leichtfüßige, gleichzeitig ungemein anspruchsvolle Songwriting abgeschaut hat. So versprühen die meisten der 8 Songs (plus Bonus-Track) ein sympathisches Seventies-Flair, ohne das die Musik auch nur ansatzweise langweilig wäre. Das genaue Gegenteil ist der Fall...je öfter man "Over mountain, under hill" in der heimischen Stereoanlage ins Rennen schickt, desto mehr verliebt man sich in die feinfühligen Arrangements, die den Hörer ein ums andere mal auf eine musikalische Entdeckungsreise schicken. Trotz der genannten RUSH-Parallen kann man jedoch sagen, dass HEART OF CYGNUS in erster Linie erstmal eine Metal-Band sind, die sich speziell im Genre des altehrwürdigen NWOBH heimisch fühlen. In Punkto Gitarrenarbeit orientiert sich das Duo dabei vor allem an den Metal-Urvätern IRON MAIDEN. So stehen die zahlreichen mehrstimmigen Melodieläufe und die grandiosen Nostalgie-Riffs in waschechter "Killers"-Tradition, von der sich die Herren Dave Murray und Adrian Smith heutzutage gern mal ein Scheibchen abschneiden dürften. Tolle Songs wie die beiden genialen Instrumental-Abfahrten "Under hill" und "The king of his seed" leben von ihrer bodenständigen Heaviness, und haben gleichzeitig sooo viele pfiffige Ideen zu bieten, wie anderen Bands gewohnterweise für ein gesamtes Album verbraten. Insofern sind HEART OF CYGNUS eine Band, die man beim ersten Hördurchlauf auf keinen Fall (!!!) unterschätzen darf. Denn starke Nummern wie der stampfende Mid-Tempo-Banger "Erik" , das hochmelodische Opening-Chamäleon "Over mountain" oder die atmosphärische Halb-Ballade "The mountain king" entwickeln sich erst nach mehrmaligem Hören zu unwiderstehlichen Dauerbrennern. Somit kann es tatsächlich etwas dauern, ehe man sich den Sound-Kosmos dieser fabelhaften Band für sich erschließen kann. Nichts könnte dies besser beweisen, als die beiden formvollendeten Album-Highlights "Lost at sea" (göttlich!) und der straighte Oldschool-Banger "Black riders" (Song des Jahres!), die einem wirklich die Freudentränen in die Augen treiben. Das mit eingängigen Gesangsmelodien aufwartende "Blue planet" erinnert vom Songaufbau sogar ein wenig an COHEED AND CAMBRIA - nur das hier die Emo-Vergleiche natürlich in der Schublade bleiben. Ach ja, und dass sich HEART OF CYGNUS mit dem Bonus-Track "Revelations" einen meiner unangefochtenen Lieblingssongs von IRON MAIDEN vorgenommen haben, setzt einer ohnehin starken Scheibe dann letztlich die Krone auf.
Als Schlussresümé bleibt nur festzuhalten, dass "Over mountain, under hill" ein wahrlich meisterhaftes Album geworden ist. Alle Fans anspruchsvoller, von begeisternden Momenten lebender Rock/Metal-Mucke dürfen sich diese Band nicht entgehen lassen. Wenn ihr euch gleichzeitig für Scheiben wie "Hemispheres" , "Moving pictures" (beide RUSH) , "Where dream and day unite" (DREAM THEATER) , "The stars of never seen" (CRESCENT SHIELD) oder alle Frühwerke von IRON MAIDEN und SPOCKS BEARD begeistern könnt, dann dürfte ihr HEART OF CYGNUS wirklich keine Sekunde länger ignorieren.
Übrigens, mittlerweile haben die Herren Lane und Nahikian (mit "Tales from outer space") eine weitere 30minütige Mini-CD veröffentlicht, was wiederum ein eindeutiges Indiz für das unerschöpfliche Kreativ-Potential dieser Band ist.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von T. Wind
Format:Audio CD
Die Newcomer aus der Schnittmenge älterer RUSH und Iron Maiden, mit vielen Beigaben aus der Hard Rock Szene der 70er und 80er ist zurück.

Und die Farben haben sich verändert.

War das Debut "Utopia" - ein Konzeptalbum im Stile von Orwell's 1984,
- ein bläulich-silbern schimmerndes, die Zukunft behandelndes, fein geführtes Storyboard, mit Samples und Zwischenspielen. Ein 30 Minuten dauernder Longtrack, unterteilt in verschiedene Abschnitte (+ 2 weitere alleinstehende Longtracks).

So haben wir es diesmal mit einem erdig bräunlich-grünen Werk zu tun, einem Album mit einzelnen, eigenständigen Songs, die alle für sich stehen (Ausnahme das Eröffnungs-Doppel), voller Fantasy und Abenteuer Elementen und eher in einer Welt des Bodenständigen angesiedelt.

Willkommen zurück , Jungs. Die Band, die nur aus den beiden Master-Minds JIM - Drums, und Jeff - eigentlich alles weitere, besteht.
Und so nehmen Jeff und Jim uns ein weiters Mal mit in Ihre Welt.

Und wieder ist es eine Eigenproduktion, wurde im Alleingang komponiert und eingespielt - mit bemerkenswerter Sound. Weder glatt, noch kalt, nicht steril - sondern etwas roh belassen, natürlich und differenziert. Gerade im Gesangs-Bereich kann man die Verbesserungen deutlich erkennen.

Es sind zwar an allen Ecken und Kanten die Einflüsse eines Geddy Lee (Rush) zu erkennen - und doch klingt Jeff inzwischen eigenständig, selbstsicherer als auf dem Vorgänger, direkter - wie er überhaupt die hohen Screams eines Geddy Lee nicht anwendet.

Für ein Debut Album hast Du ewig Zeit, für den Nachfolger nicht mehr.
So dauerte es gerade mal ein knappes Jahr bis HoC ihr Zweitwerk stemmten. Und diese kurze Zeit war wohl sehr fruchtbar.

Das Album geht weiter als Utopia - die straighteren Stücke, wie "Black Riders" (klasse Gitarren Solo) oder das stampfende "Erik" betonen noch stärker das hart rockende Element.
Mit "Blue Planet" steht eine Nummer mit starkem AOR Einschlag auf dem Silberling.
"Over Mountain" und "Under Hill" sind noch vertrackter als gewohnt, sehr progressiv, mit langer Instrumental-Passage - KLASSE
Und die beiden anbetungswürdigen Longtracks "Lost at sea" und "The Mountain King" sind epischer und verpielter als auf dem Debut.
Die Instrumental-Nummer "The King And His Steel" rundet zusammen mit der Iron Maiden Coverversion "Revelations" das Werk ab.

Und doch ist das Album sperriger, möchte erarbeitet werden - und das ist gut so. Nach mehrmaligem Anhören erkennt man dann die ganze Klasse der Kompositionen. Hier wird eine nahezu perfekte Symbiose von Hard Rock und Metal zelebriert und zwar mit einer Leichtigkeit, die nicht zu begreifen ist. Meistens wirkt es so leichtfüssig, dass man die wahnsinnige Leistung, die hier geboten wird, gar nicht bemerkt. Es wirkt sehr dynamisch, bietet Dramatik und epische Strukturen.

Als Beispiel mag der bis dato beste Song der Band "Lost at Sea" dienen.
Eine kleine akustische Gitarrenweise, unterlegt mit den ersten Textfragmenten eröffnet, doch dann der Break, und ein famoses Riffing treibt den Song an, immer wieder mit phantastischen Leads aufgelockert, immer neue Gitarrenspuren, epische Höhen, doppelläufige Harmonien, langer Instrumentalpart, der in bester Iron Maiden Manier kumuliert - das ist aussergewöhnlich, das ist grandios.

Dann wird der Song balladesk, wehmütig, die nächsten Melodien für die Ewigkeit werden eingestreut, und zwar locker aus dem Handgelenk. Das Ganze wird durch den traurigen, wehmütigen Text unterstützt, nur um am Schluß wieder beim akustischen Anfangsthema auszuklingen.

Eine irre, abwechslungsreiche Achterbahnfahrt voller grandioser Momente, mit wahrlich großer Gesangs- und Spiel-Leistung.

Und dann "The Mountain King" - große Momente der Musik sucht man oft vergebens, hier gibt es sie zu Hauff. Ein durchweg ruhiger Song mit Gänsehaut-Melodien, wieder diese Doppel-Leadgitarre - ergreifend, berührend, spirituell.

Dies ist souverän und selbstbewusst, so selbstbewusst das man sich als Abschluss-Nummer an"Revelations" von Iron Maiden versucht.
Dicht am Original gehalten wird hier eine meiner Lieblings-Nummern dargeboten.
Interessant, wie hier der latente Rush Einfluss in Jeffs Stimme mit den Maiden Harmonien verflochten wird. Ich bin beeindruckt.
Beeindruckt von dieser Hommage an die Band, Ausdruck von Verbundenheit und Liebe zur Musik.
Von der musikalischen Reife der Beiden - dem Selbstverständnis der Leistung und dem Können.

Hier blitzt an allen Ecken immer wieder musikalisches Genie durch - glaubt es und verbreitet das Wort!

- "Over The Mountain, Under The Hill".

FAZIT
EIN ALBUM, WELCHES MIT JEDEM WEITEREN DURCHGANG MEHR OFFENBART,
IMMER STÄRKER WÄCHST UND DICH BELOHNT. ABWECHSLUNGSREICH - EPISCH - ROCKIG - EINZIGARTIG
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