Die zweite Staffel geht im großen ganzen weiter wie die erste. In sechs Folgen mit je 30 Minuten werden Szenen aus dem Leben der Familie gezeigt, die je Folge lose durch einen Rahmen zusammengehalten werden (etwa ein neuer Job von Sue, der Versuch einen Sonntag ohne Fernseher zu verbringen oder ein Nachmittag Wartezeit auf einem spanischen Flughafen). Der Schwerpunkt liegt auf ironisch-lakonischen Kommentaren der Eltern und putzig-naseweisen der beiden jüngeren Kindern und ironisch-ätzenden vom Teenager-Sohn.
Was diesmal weniger ins Gewicht fällt, ist eine durchgehende und 'ernsthafte' Rahmenhandlung wie es in der ersten Staffel die beginnende Alzheimer-Erkrankung von Sues Vater und der Konflikt mit der Schwester dargestellt hat. Der Vater ist zwar wieder mit dabei (und die Schwester in der ersten Folge), aber das läuft diesmal eher am Rande mit. Das Fehlen dieses Kerns, der das Gegengewicht zum heiter-leichten bildet und eine Comedy von einer guten zu einer hochklassigen machen kann, ist das eine Manko gegenüber der ersten Staffel. Das zweite ist, dass die Macher hier nun doch häufiger in die Putzigkeits-Falle getappt sind, die bei Serie mit Kindern immer besteht, und die sie in Staffel 1 noch so erfolgreich umgangen haben. Speziell die lockenköpfige, engelsgleiche Karen hat zuviel Anteile und die Texte der Kindern sind zu putzig, zu altklug, zu geistreich - sie wirken nicht mehr real genug, sondern zu sehr als Produkt der Drehbuchautoren, die sie den Kindern in den Mund legen.
Um nicht falsch verstanden zu werden: Es ist immer noch witzig, intelligent, nett und nie wirklich peinlich, aber ab und zu verkrampft es einen innerlich doch etwas und man wünscht sich neben so viel Nettigkeit und Putzigkeit ein Stück mehr Ernsthaftigkeit (es gibt zwar Ansätze mit Petes Schuldirektor oder einem Nachbar-Ehepaar, aber das ist wirkt zu aufgesetzt).
Fazit: Weiterhin eine nette, gute, aber nicht mehr wirklich hochklassige Serie. Sprache: Sehr gut verständliches Englisch mit englischen UT.