"Outnumbered" schildert den Alltag der Familie Skinner aus den Eltern Sue und Pete und den Kindern Jake (geschätze 12, sarkatisch-abgebrühter Teenager), Ben (geschätzte 7 - aufsässig, frech-lügende Nervensäge) und Karen (geschätzte 4, sehr süßer blonder Wuschelkopf und Naseweis). In den sechs Folgen mit je 30 Minuten geht es zum einen um die Kleinigkeiten des Familienalltags (Erziehungsschwierigkeiten, etc.), zum anderen um den durchgehenden Plot, dass Sues Vater eine Demenz entwickelt und Sues ausgeflippte Schwester aus Amerika nach UK zieht, um sich für eine Zeit lang anstelle von Sue um ihn zu kümmern. Eine Besonderheit der Serie ist, dass ein großer Fokus der Dialoge auf den Kindern liegt, deren Beiträge auch z.T. sehr authentisch und improviert wirken (was sie auch sind, wie man aus dem Make-Of entnehmen kann).
Generell bin ich ja bei Serien mit Kindern skeptisch. Sie bewegen sich doch immer sehr nahe am Rand zum Kitsch. Trotzdem hat mir Outnumbered sehr gut gefallen. Sicher - alles ist ein bisschen betulich. Vor allem Karen ist fast schon zu putzig-blond und -nasweis und Ben zu klischeehaft lügnerisch-frech. Die Eltern sind fast schon eine leicht klebrige Mischung aus sympatheisch, patent, ein bisschen hilflos und ziemlich geistreich. Die Serie schafft es aber, diese zwar im Grunde sympathischen, aber doch auch etwas kitschigen Klischees zu bedienen ohne dabei peinlich zu wirken. Am Anfang befürchtet man Peinlichkeit, aber dann bekommt man schnell mit, dass sie es schaffen, die richtige Balance zu halten. So kann man sich freuen an einer sicher leichten Unterhaltung, aber toll leicht gemacht; etwas süßlich, aber nicht verklebend; nicht zu hintergründig, aber geistreich und intelligent; Klischees benutzend, aber mit dem ausreichenden individuellen Twist. Eine rundum gelungene Famlienunterhaltung.
Die Sprache ist englisch mit englischen Untertiteln. Die Aussprache ist recht gut, die Anforderungen an den Wortschatz nicht all zu hoch. Mit Untertiteln ist es gar kein Problem.