Es gibt viele Sci-Fi-Filme, in denen hochgerüstete Menschen auf außerirdische Monster treffen. "Outlander" fügt der Monsterthematik eine interessante neue Note hinzu. Außerirdisches Monster ja. Hochgerüstete Menschen nein. Denn hier steht im Jahre 1000 ein Dorf mit Wikingern nur mit Schwertern und Feuer bewaffnet einem auf die Erde eingeschleppten, außerirdischen Monster gegenüber. "Outlander" ist dabei ein kühner Mix. Mischt er so doch Sci-Fi-Monster ala "Alien" mit Historienfilm, aber auch dem Thema vieler Western, wenn ein Fremder in die Stadt bzw. hier das Wikingerdorf kommt.
Und "Outlander" überzeugt in jedem dieser Bestandteile. Die Spezialeffekte des Raumschiffs zu Beginn, mit dem der Fremde auf die Erde gelangt, sind hochwertig, die Kulisse des Wikingerdorfs absolut realistisch, wie die Kostüme und Jim Caviziel überzeugt als außerirdischer Fremder mit Monster im Gepäck.
Es dauert ca. 20 Minuten, bis der Film in Fahrt kommt und man sieht auch das Monster recht früh, doch das Biest sieht beeindruckend aus.
Zwar steht auf dem Cover des Films "Braveheart trifft auf Predator", doch wer der spannenden, nie langweiligen Handlung folgt, auf welch schicksalhafte Art Kainan (Caviziel) mit dem Monster das er auf die Erde eingeschleppt hat, verbunden ist und bedenkt, dass der Film zur Wikingerzeit spielt, der wird merken, dass "Outlander" eher eine einfallsreiche Version der nordischen "Beowulf" Saga ist, nur um eine Sci-Fi-Komponente erweitert. Und als solche ist sie um Längen besser, als der grottige "Beowulf" mit Christopher Lambert oder Robert Zemeckis Stop-Motion-Film "Beowulf".
Und mit John Hurt und Ron Pearlman hat man hier Darsteller die in "Alien" bzw. "Hellboy" schon Monstererfahrung gesammelt haben.
Also wer mal wieder Lust hat, auf einen frisch wirkenden Sci-Fi-Monster-Horror-Film´, wenn auch in historischem Gewand, der macht bei "Outlander" nix falsch.