6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hervorragender Führer in gewohnt praktischem Format - nicht nachvollziehbare negative Wertungen, 28. Mai 2009
Zuerst eine Anmerkungen zu den negativen Rezensionen:
Die Aussage das Dippelreither nie vor Ort war, ist schlicht falsch, wobei ich hier dem Rezensenten keine unlauteren Motive unterstelle. Dippelreither hat fast alle Routen auf den Kili selbst bestiegen, was sich im vorliegenden Reiseführer wie auch in seinem bei Amazon.de erhältlichen Lesenbuch zum Kili erlesen lässt. Also was soll der Unsinn!?
Zweitens halte ich es für unsinnig, die Qualität eines Reiseführer an ein paar Kleinigkeiten wie LED-Minilampen oder subjektiven Schilderungen zur Gefährlichkeit am Berg aufzuhängen. Dippelreither selber relativiert derartige Aussagen in seinem Vorwort und verweist explizit, dass es aufgrund der subjektiven Wahrnehmung sehr schwierig ist, Begriffe wie "Steilheit, steil, ausgesetzt, gefährlich" in allgemein verständlicher Form zu schildern. Für den geübten Bergsteiger in den Ostalpen bedeuten diese Begriffe etwas Anderes als für den Wanderer in Hamburg. Mit etwas Flexibilität lassen sich die Schilderungen Dippelreithers recht gut interpretieren. Ich hatte da keine Probleme.
Zum Buch selber:
Positiv ist schon mal das gewohnt praktische Format. Dazu gesellt sich noch ein Autor, der seit seiner Studentenzeit regelmäßig den Kilimanjaro besucht und bestiegen hat (!) und größtes Interesse für Land und Leute hat.
Diese spiegelt sich in den praktischen Tipps, die Dippelreither aufgrund seines umfassenden Erfahrungsschatzes, gibt. Neben den üblichen Angaben zu Land & Leuten geht er intensiv auf die Vorbereitung einer Kili-Besteigung ein, wobei neben der Ausrüstung der Schwerpunkt auf die richtige Auswahl eines Tour Operators liegt. Hervorragend! Wie bei Tom Kunklers Reiseführer kann man in jeder Zeile dieses Buches davon ausgehen, dass der Autor weiß, wovon er spricht.
Die Touren sind umfassend beschrieben, wobei Dippelreither im Gegensatz zu Kunkler auch auf den Western Breach näher eingeht. Wie Kunkler ist Dippelreither diese Touren gegangen bzw. macht den Leser aufmerksam, wenn er Schilderungen aus zweiter Hand hat.
Was ist mir also Negatives bei diesem Werk aufgefallen?
Eigentlich nichts. Format und Inhalt passen. Ganz im Gegenteil habe ich mir auch noch Dippelreithers Lesebuch gekauft, dass von seiner Liebe und Wertschätzung für Land, Leute und Berg geprägt ist.
Was sind die Unterschiede zu Tom Kunklers Reiseführer?
Kunkler beschreibt nicht alle Routen auf den Kili, sondern nur jene, die er selber gegangen ist (was auch ok ist). Das Format von Kunklers Führer ist größer und sperriger, dafür finden sich auch Beschreibungen vom Mount Meru, Safarimöglichkeiten und Zanzibar, die sich bei Dippelreither nicht oder nicht in diesem Umfang befinden.
Dippelreither ist für mich jener Führer, den ich mir zum Kili mitnehme. Kunkler ist ein tolles Buch zur Vorbereitung. Ich habe beide Werke.
Konklusio: Verdiente fünf Sterne für das Werk eines Kili-Veteranen!
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21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Falsche Angaben, 26. Februar 2003
Ich kann dieses Buch leider nur eingeschränkt empfehlen. Einerseits enthält es wirklich brauchbare Tipps für eine Reise zum Kili und auch die Aufmachung (Umfang, Bilder) ist nicht schlecht. Andererseits enthält es auch völlig falsche Angaben. Es stimmt zum Beispiel nicht, dass Medikamente gegen die Höhenkrankheit (Diamox, Dexamethason etc.) ganz ohne Nutzen sind. Wenn sich Herr Dippelreither ein bisschen mit höhenmedizinischer Literatur (Bärtsch, Berghold, Schaffert, Houston etc.) beschäftigt hätte, wäre er zu einem anderem Schluss gekommen, da sie - richtig eingesetzt - durchaus ihre Berechtigung haben können. Kompletter Unsinn ist die Aussage, dass die modernen Mini-Lite-Lampen für den nächtlichen Aufstieg zum Gipfel zu wenig Licht geben. In unserer Gruppe hatten nur die Hälfte ihre Mini-Stirnlampen (u.a. Petzl Tikka) eingeschaltet, da die Beleuchtung damit absolut genial war. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Beschreibung der Trails. Zwar ist es richtig, dass man auf die Gefahren am Berg hinweist, aber Aussagen wie "...wer 50 m tief in nackten Fels stürzt überlebt es meist nicht!" oder "Die Steigung wird unerträglich..." grenzen für mich eher an Panikmache, denn für mich ist selbstverständlich, dass man relativ gut vorbereitet (Kondition, höhenmedizinisches Grundwissen) zum Berg kommt. Natürlich sieht man leider auch viele Leute am Kili, die eigentlich nicht dorthin gehören, aber die schreckt man mit obigen Passagen aus dem Buch auch nicht ab....Schade, das Buch hätte durchaus das Potenzial für 4 Sterne, aber dafür muss es dringend überarbeitet werden.
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Nicht einen Euro wert... Ein Reiseführer ohne Sinn!, 3. Juli 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Outdoor. Tansania: Kilimanjaro. Der Weg ist das Ziel (Taschenbuch)
Selten hat mich ein Reiseführer so enttäuscht: Wenn ich es nicht besser wüßte, würde ich sagen, der Autor ist ein moderner Karl May: Er war nie vor Ort! So sehr weichen seine Angaben von den Erlebnissen vor Ort ab. Dippelreither rutscht von einem Negativ ins andere, hat anscheinend keine Kondition, dafür aber reichlich Übergewicht und erlebt einen Kilimanjaro in Müll und Schutt: Das Gegenteil ist der Fall! Es ist nicht meine Art Bücher in den Altpapiercontainer zu werfen, diesem Exemplar ist dieses Schicksal aber zugedacht worden: Schade, denn ein guter Reiseführer für den höchsten Berg Afrikas fehlt!
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