Wie kommt man als überwiegend Hörer der härteren Gangart auf Steve Hackett? Ganz einfach: Gute Musik findet sich überall! Eigentlich muß man als geneigter Hörer ein wenig Angst haben, wenn ältere Damen und Herren sich anschicken, ein neues Album (natürlich das Beste, was sie jemals gemacht haben)heraus bringen. Phil Collins ist seit Jahren im Sumpf des Mainstream versunken. Peter Gabriel schafft es, mit seinem Werk "Scratch my back" locker, die Anzahl depressiver Menschen in die Höhe schnellen zu lassen. Oder abseits von Genesis Jeff Beck, der mit Coverversionen von Somewhere over the Rainbow oder Nessun Durna neue Tiefpunkte auslotet. Und, und, und...
Und dann gibt es Steve Hackett. Dieser Gitarrist, Jahrgang 1950, schafft es seit Jahren eine Perle an die nächste zu reihen. Es ist eigentlich unbegreiflich, das dieser Musiker nicht einer breiteren Öffentlichkeit bekannt ist. In seiner Diskografie gibt es sicherlich schwer zugängliche Alben, was aber auf sein neues Album ganz und gar nicht zutrifft. Meiner Meinung nach lassen sich auch keine Anspieltipps nennen, da jeder Song eine eigene Stimmung entfaltet. Erwähnenswert ist aber die hervorragende, niemals selbstverliebte oder affektierte Gitarrenarbeit. Egal, in welche Schublade diese Musik gesteckt wird: Für dieses Album kann es nur eine Wertung geben: Herr Hackett - großes Kino - 5 Sterne.