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Als seine krebskranke Geliebte Ann nur noch durch eine teure Spezialbehandlung gerettet werden kann, leert Polizeichef Whitlock den mit Drogendollars gefüllten Reviertresor und übergibt ihr das Geld. Doch am nächsten Tag sind Ann und ihr Ehemann tot - ermordet von jemandem, den Whitlock schnellstens ausfindig machen muss. Schließlich ist seine Noch-Ehefrau mit den Ermittlungen betraut und darf nichts von der ganzen Sache erfahren. Zudem muss Whitlock das FBI in Schach halten, das das sichergestellte Drogengeld abholen will...
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Nach "One False Move" und "Teufel in Blau" präsentiert Carl Franklin erneut einen stilsicheren Noir-Thriller. Dabei kann er sich voll auf Oscar-Preisträger Denzel Washington ("Training Day") verlassen, der seine vielschichtige Rolle mit höchster Professionalität meistert. Pluspunkte verdienen sich auch die attraktiven Ladies Eva Mendes ("Irgendwann in Mexiko") als Gattin und Sanaa Lathan ("Blade") als Geliebte. Elegant inszeniert und erlesen fotografiert, sollte dieses knallharte Cop-Movie Genre-Fans magnetisch anziehen.
Blickpunkt: Film
Carl Franklin kehrt wieder zu seinen Wurzeln zurück, nachdem er mit 'Familiensache' auf melodramatischem Terrain wandelte und mit 'High Crimes' eine in den USA höchst erfolgreiche Militär-Justizkrimi-Auftragsarbeit ablieferte. 'Out of Time' erzählt die Geschichte eines Polizeichiefs einer Gemeinde auf den Florida Keys, dessen scheinbar perfekt eingerichtetes Leben durch die Ermittlungen in einem dubiosen Mordfall aus den Angeln gehoben wird, und erinnert in seiner minutiös orchestrierten Konsequenz und zahlreichen Versatzstücken aus dem Noir-Schatzkästchen an seinen Kultthriller 'One'. Für Oscar-Gewinner Denzel Washington, der für Franklin bereits in 'Teufel in Blau' brillierte, bietet sich in dem zunächst konventionellen Szenario vor allem in der raffinierten zweiten Hälfte hinlänglich Gelegenheit, seine volle Starpower auszuspielen.
Out of time - die Zeit wird hier zunächst einmal knapp für Ann, die geheime Geliebte von Polizeichief Matt Lee Whitlock, der in seiner verschlafenen Gemeinde auf den Florida Keys alles stets souverän unter Kontrolle hat. In seiner Gegenwart erfährt Ann von ihrem Arzt, dass sie unheilbar an Krebs erkrankt ist und nur noch wenige Monate zu leben hat, wenn sie nicht das Geld für eine kostspielige Experimentalbehandlung in der Schweiz aufbringt. Was für den respektierten Beamten bislang eher ein leidenschaftliches Geplänkel war, teils aus aufrichtigen Gefühlen, teils um ihren Ehemann, den arroganten und gewalttätigen Footballspieler Chris (Dean Cain) zu ärgern und sich vom Schmerz der Trennung von seiner Frau, der attraktiven Homicide-Polizistin Alexandra, abzulenken, erhält urplötzlich eine tragische, unausweichliche Komponente. Um der Geliebten das Leben zu retten, lässt sich der Cop auf ein brenzliges Spiel ein: Er entwendet aus seinem Safe 480.000 Dollar Drogengeld, das er zuvor sichergestellt hatte, und gibt es ihr für ihre Behandlung. Als am Tag darauf die verbrannten Leichen von Ann und Ehemann gefunden werden, sieht sich Matt urplötzlich in einer prickelnd auswegslosen Situation.
Denn jetzt ist er derjenige, der out of time ist, dem die Zeit knapp wird: Wie dereinst Kevin Costner in 'No Way Out' muss Washington potenziell fatale Probleme im Minutentakt lösen, um nicht selbst als Hauptverdächtiger ins Visier der Ermittlungen seiner mit dem Fall beauftragten Frau zu geraten und zudem das FBI auf Armeslänge zu halten, das das veruntreute Drogengeld abholen will. Gleichzeitig setzt er alles daran, selbst den Mörder zu enttarnen und macht dabei manch unangenehme Entdeckung.
Die aufwändige und etwas komplizierte Exposition zahlt sich nun aus, denn wie Carl Franklin die Spannungsschraube mit zwingender Logik anzieht und die Eskalation der Situation mit eiskalter Präzision vorantreibt, das macht aus einem handelsüblichen Neo-Noir von der Stange ein zunehmend diabolisches Filmvergnügen. Dass Washington all den Katastrophen mit seiner typischen Bedachtheit und Coolness wie ein Fels in der Brandung trotzt, trägt nur zum beinahe kafkaesken Spaß bei, diesem Mann zuzusehen, wie er sich immer und immer wieder aus der Schlinge um seinen Hals herauswindet.
Out of time - diesmal aber im Sinne von: Wie aus einer anderen Zeit - ist natürlich streng genommen auch die Spielart dieses Films, der zwar aufgrund seiner Grundsituation bisweilen an 'No Way Out' mit Kevin Costner und dank seiner schwülen Florida-Locations auch an 'Wild Things', 'Out of Sight' oder 'Palmetto' erinnert, aber natürlich im Grunde seines Herzens ein waschechter Noir-Film ist, inklusive männlichem Helden, der seinen Untergang der eigenen Überheblichkeit zuzuschreiben hat, und einer Femme fatale, die den ahnungslosen Helden in die Falle lockt. Gleichzeitig ist es ein Spiel um Täuschung, um Finten, um falsche Fährten, was bereits mit dem Intro des Films angekündigt wird, als Matt einem vermeintlichen Hilferuf von Ann Folge leistet, was für den Zuschauer zunächst überraschend in einer heißen Sexszene mündet. Die große Leistung des Regisseurs ist es hier, dass das Publikum trotz stetig verzwickter werdender Handlung stets den Überblick behält und stets genau so viel weiß, wie es für den Verlauf des Films nötig ist. Pluspunkte verdienen sich auch die souveräne Eva Mendes ('Irgendwann in Mexico') als Washingtons taffe Cop-Ehefrau mit Scheidungsabsichten und Sanaa Lathan ('Brown Sugar') als Geliebte mit abgrundtiefen Geheimnissen. ts.
Out of time - die Zeit wird hier zunächst einmal knapp für Ann, die geheime Geliebte von Polizeichief Matt Lee Whitlock, der in seiner verschlafenen Gemeinde auf den Florida Keys alles stets souverän unter Kontrolle hat. In seiner Gegenwart erfährt Ann von ihrem Arzt, dass sie unheilbar an Krebs erkrankt ist und nur noch wenige Monate zu leben hat, wenn sie nicht das Geld für eine kostspielige Experimentalbehandlung in der Schweiz aufbringt. Was für den respektierten Beamten bislang eher ein leidenschaftliches Geplänkel war, teils aus aufrichtigen Gefühlen, teils um ihren Ehemann, den arroganten und gewalttätigen Footballspieler Chris (Dean Cain) zu ärgern und sich vom Schmerz der Trennung von seiner Frau, der attraktiven Homicide-Polizistin Alexandra, abzulenken, erhält urplötzlich eine tragische, unausweichliche Komponente. Um der Geliebten das Leben zu retten, lässt sich der Cop auf ein brenzliges Spiel ein: Er entwendet aus seinem Safe 480.000 Dollar Drogengeld, das er zuvor sichergestellt hatte, und gibt es ihr für ihre Behandlung. Als am Tag darauf die verbrannten Leichen von Ann und Ehemann gefunden werden, sieht sich Matt urplötzlich in einer prickelnd auswegslosen Situation.
Denn jetzt ist er derjenige, der out of time ist, dem die Zeit knapp wird: Wie dereinst Kevin Costner in 'No Way Out' muss Washington potenziell fatale Probleme im Minutentakt lösen, um nicht selbst als Hauptverdächtiger ins Visier der Ermittlungen seiner mit dem Fall beauftragten Frau zu geraten und zudem das FBI auf Armeslänge zu halten, das das veruntreute Drogengeld abholen will. Gleichzeitig setzt er alles daran, selbst den Mörder zu enttarnen und macht dabei manch unangenehme Entdeckung.
Die aufwändige und etwas komplizierte Exposition zahlt sich nun aus, denn wie Carl Franklin die Spannungsschraube mit zwingender Logik anzieht und die Eskalation der Situation mit eiskalter Präzision vorantreibt, das macht aus einem handelsüblichen Neo-Noir von der Stange ein zunehmend diabolisches Filmvergnügen. Dass Washington all den Katastrophen mit seiner typischen Bedachtheit und Coolness wie ein Fels in der Brandung trotzt, trägt nur zum beinahe kafkaesken Spaß bei, diesem Mann zuzusehen, wie er sich immer und immer wieder aus der Schlinge um seinen Hals herauswindet.
Out of time - diesmal aber im Sinne von: Wie aus einer anderen Zeit - ist natürlich streng genommen auch die Spielart dieses Films, der zwar aufgrund seiner Grundsituation bisweilen an 'No Way Out' mit Kevin Costner und dank seiner schwülen Florida-Locations auch an 'Wild Things', 'Out of Sight' oder 'Palmetto' erinnert, aber natürlich im Grunde seines Herzens ein waschechter Noir-Film ist, inklusive männlichem Helden, der seinen Untergang der eigenen Überheblichkeit zuzuschreiben hat, und einer Femme fatale, die den ahnungslosen Helden in die Falle lockt. Gleichzeitig ist es ein Spiel um Täuschung, um Finten, um falsche Fährten, was bereits mit dem Intro des Films angekündigt wird, als Matt einem vermeintlichen Hilferuf von Ann Folge leistet, was für den Zuschauer zunächst überraschend in einer heißen Sexszene mündet. Die große Leistung des Regisseurs ist es hier, dass das Publikum trotz stetig verzwickter werdender Handlung stets den Überblick behält und stets genau so viel weiß, wie es für den Verlauf des Films nötig ist. Pluspunkte verdienen sich auch die souveräne Eva Mendes ('Irgendwann in Mexico') als Washingtons taffe Cop-Ehefrau mit Scheidungsabsichten und Sanaa Lathan ('Brown Sugar') als Geliebte mit abgrundtiefen Geheimnissen. ts.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Spannender Cop-Thriller, in dem Denzel Washington als Polzeichef in Florida unter Mordverdacht gerät.
Kurzbeschreibung
Matt Lee Whitlock sorgt im verschlafenen Floridastädtchen Banyan Bay als respektierter Polizeichef für Ordnung. In seinem Privatleben zieht aber Chaos ein. Obwohl er noch immer seine Frau Alex liebt, von der er getrennt lebt, stürzt er sich in eine heiße Affäre mit seiner verheirateten Jugendliebe Ann Harrison. Als bei Ann Krebs festgestellt wird und nur eine teure Therapie ihr Leben verlängern kann, unterschlägt Matt fast eine halbe Million Dollar eingefrorenes Drogengeld.Und Ann überschreibt ihrem Lover ihre Lebensversicherung. Doch schon vom nächsten Morgen an ist es Matt, dem die Zeit davonläuft. Nach Brandstiftung durch einen Unbekannten findet man nur noch die verkohlten Leichen von Ann und ihrem gewalttätigen Ehemann. Als ausgerechnet Matt Frau Alex als Detective der Mordkommission Miami zu ermitteln beginnt, ist auch für Matt die Lunte gelegt. Kann er nicht verhindern, dass seine Frau alle Bewseise findet, die ihn als Hauptverdächtigen belasten, und gleichzeitig die wahren Mörder aufspüren, geht auch sein Leben in Flammen auf...
Produktbeschreibungen
Der allerseits respektierte Polizeichief Matt Lee Whitlock (Denzel Washington) von den Florida Keys möchte eigentlich nur seiner heimlichen Geliebten Ann (Sanaa Lathan) eine kostspielige Krebsoperation spendieren, als er eines Tages in den Polizeisafe greift und eine halbe Million Dollar Drogengeld entwendet. Als am nächsten Tag aber Freundin und deren Ehemann verkohlt aufgefunden werden, das Geld indes verschwunden bleibt, muss er schnellstens sämtliche Detektivregister ziehen, um nicht selbst als Hauptverdächtiger in Teufels Küche